Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor R. Solleder-Marzoch am 27. September 2012
4755 Leser · 96 Stimmen (-10 / +86) · 4 Kommentare

Politik und Verwaltung

NPD Werbung am Wiesn Eingang

Sehr geehrter Herr Ude,
am 25.9. bin ich vom Goetheplatz zum dortigen Wieseingang gekommen. Dort stand eine ältere Dame mit einem NPD- Standplakat mit Inhalt " keine Moscheen in München, Forderung zum Zeigen des bekannten Mohammed Films und andere äußerst tendenziöse Forderungen" und einer Unterschriftenliste. Dort anwesende Polizisten habe ich gefragt, ob sie da stehen darf. Mir wurde gesagt, sie hätte eine Genehmigung dafür. Mir ist neu, dass sich im Bereich der Wiesn Parteien in der Form präsentieren dürfen. Ich möchte gerne wissen, wer diese Genehmigung erteilt hat. Sehr geehrter Herr Ude, ich finde das für die Stadt München beschämend, dass Gäste aus aller Herren Länder so etwas auf einem Volksfest lesen müssen. Sie proklamieren beim Anstich eine friedliche Wiesn, dann dieser peinliche Auftritt. Nochmals, wer ist hierfür verantwortlich.
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Ihre empörte Münchner Bürgerin Rosemarie Solleder-Marzoch.

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Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Maria Käser
    am 27. September 2012
    1.

    Also entweder haben wir ein Recht auf Meinungsfreiheit oder wir haben keines. Solange Parteien oder Organisationen nicht verboten sind, können diese ihre Meinung äußern, ob über TV, Radio, Internet oder eben über Info-Stände. Das kann einem jetzt gefallen oder nicht. Aber selektive Meinungsfreiheit, nur an bestimmten Orten, gibt es nicht. Das ist gut so, egal wie man jetzt zu dieser Meinung die hier verkündet wird, selbst steht. Das nennt man Demokratie.

  2. Autor Seifeddine Guizani
    am 15. Oktober 2012
    2.

    @ Maria Käseer,
    Ihre Demokratie gibt kein Recht an solche rechtextremistische Parteien wie NPD, andere Menschen wegen ihre Race, ethnische oder relligiöse Zugehörigkeit zu stigmatisieren. Es hat auch mit Meinungsfreiheit nichts zu tun, weil Sie selber wissen, dass solche Parteien gegen Dialog sind. Sie werden auch nie demokrat sein. Sie missbrauchen den Begriff "Demokratie und Meinungsfreiheit", um Muslime zu provozieren und das Zusammenleben in Deutschland gänzlich zu zerstören.
    Demokratie ohne Verantwortungsbewusst = Verbrechen!

  3. Autor helena varendorff
    am 05. November 2012
    3.

    Das Plakat ist doch wunderbar !!! Wer braucht ein Islamzentrum in München ???? Wer ? Es gehört viel mehr unterstützt dieses ZIEM endgültig zu verbieten.

  4. Autor Dr. Angelika Koller
    am 07. November 2012
    4.

    Ich bin auch sehr für Meinungs-, Glaubens- oder künstlerische Freiheit. Die Frage ist allerdings, soll wirklich jeder überall jede Art von Meinung hinausposaunen oder gibt es nicht auch Grenzen, wo die laut Grundgesetz unantastbare Würde unserer Mitmenschen verletzt wird? Die Islam-Gegner machen sich zur Zeit an vielen Fronten stark und säen Hass und Zwietracht. Ich als Demokratin und Christin möchte einen zivilisierten Dialog mit Menschen aus anderen Kulturen. Ich finde es aber auch unangebracht wenn Orte, die eine ganz spezielle Funktion haben, von solchen Islam-Kritikern umfunktionalisiert werden. Die Wiesn ist es Tourismusmagnet und Münchens Aushängeschild, da sollte schon so etwas wie Gastfreundschaft gegenüber allen Touristen herrschen. Eine Kirche oder ein Friedhof an Allerheiligen sind Orte, wo man aus Gründen religiöser Andacht hingeht - da möchte ich auch nicht funktionalisiert werden zu politischen Zwecken (Heuer am 1.11.2012 sammelte ein Moschee-Gegner Unterschriften am Haupteingang vom Westfriedhof).
    NPD und verwandte Gruppen wie Pro Köln, Partei "Die Freiheit" werfen immer pauschal alle Muslime in einen Topf, das geht schon gleich gar nicht. Gerade in München leben viele, die ganz friedlich und modern denken und leben.

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