Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor A. Coulon am 12. Juni 2013
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Umwelt und Gesundheit

Naturschutz und Artenvielfalt

Sehr geehrter Herr Ude,

Immer wieder stelle ich fest, dass die Stadtverwaltung München an manche "alten Gewohnheiten" fest hält, wie das radikale und regelmäßige Rasenmähen der Grünflächen.
Das Rasenmähen mag eventuell an manche Stellen sinnvoll sein. Der Rasen allein kann allerdings als "grüne Wüste" betrachtet werden. Dort können weder die Insekten (die gefährdeten Bienen u.A.) noch die Vögel kaum ihre Nahrung finden.

Was früher aus Unwissenheit als "Unkraut" gehalten wurde, spielt jedoch eine äußerst wichtige Rolle im Ökosystem. Jede Beikrautsorte wie zum Beispiel die Brennessel -auch eine Heilpflanze- ist die Grundlage für die Existenz von zahlreichen Schmetterlingen & Insekten. Diese Insekten werden dann von den Vögeln verspeist.

Das breitflächige Rasenmähen wirkt sich also nicht nur auf die Artenvielfalt der Flora und Fauna aus, sondern verursacht auch Kosten, die von den SteuerzahlerInnen getragen werden müssen.

Es wäre Zeit, sehr geehrter Herr Ude, und sehr geehrte EntscheidungsträgerInnen der Stadtverwaltung, wenn die Stadt München sich vermehrt für einen sichtbaren Wandel im Sinne der Natur, ihres Schutzes und der Artenvielfalt einsetzen würde. Es bedeutet zum Beispiel :

- Rasen durch dauerhaften Blumenwiesen ersetzen,
- Verwilderung von vorhandenen Flächen (oder Teilen davon),
- die Verbannung von Chemie in der Düngung,
- Mulchen
- Beikrautbekämpfung ausschließlich gegen invasiven nicht-einheimischen Pflanzenarten (indisches Springkraut z.B.)
- Dachbegrünung fördern...

Will die Stadt München -wie manche Städte in Europa- in Zukunft in dieser Hinsicht Vorbild sein? Das ist mehr als eine Frage, eher meine Bitte an Sie.

Mit freundlichen Grüßen.

A. Coulon

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