Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Julia Stoiber am 09. Dezember 2011
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Sonstige

Musikpalast - Wilhelm-Hale-Straße 44

Sehr geehrter Herr Ude,

ich lebe seit meiner Geburt in der Landeshauptstadt München und muss sagen, dass ich mir keine bessere Stadt vorstellen kann.

Ich habe jedoch trotzdem eine Frage an Sie:

Ich übernachtete in der Wilhelm-Hale-Straße in Nymphenburg übernachtet. Dort befindet sich auch der sogenannte "Musikpalast".

Ich war sehr sehr erschrocken als ich an einem Samstag gegen 05:00 Uhr aufwachte weil die ganze Straße voll mit Polizeikräften und Krankenwagen war. Ich sah mehrere Personen aufeinander einprügeln. Es waren ungefähr 8 Streifenwägen der Polizei da und es wurde laut geschrien und Flaschen auf den Boden geschmissen und mehrere Leute waren voll mit Blut.

Nun gut, kann ja mal vorkommen dachte ich mir. Wo Alkohol fließt, da wird auch oft gestritten. Jedoch bekam ich nun dieses Szenario jedes Wochenende aufs neue mit. Immer wieder das gleiche. Viel Polizei und Krankenwagen. 6 Wochenenden am Stück.

Viele Leute die sich schlagen und teilweise sogar mit Bierflaschen aufeinander losgehen. Und dies jedes Wochenende.

Ich ging danach an einem Sonntag mit meiner Tochter spazieren und ging dabei auch an dem Musikpalast vorbei. Was musste ich dann sehen? Einen riesigen Blutfleck mitten auf dem Gehweg. Dort spielen Kinder!

Jedes Wochenende immer und immer wieder aufs neue.

Erschrocken war ich, als ich ein bisschen im Internet recherchierte und dabei auf einen Artikel stieß:

"Am Sonntag, 7. August, gegen 5 Uhr, kam es in der Nähe des Musikpalastes in Nymphenburg aus einem bisher nicht bekannten Grund zu einer Schlägerei. Bei dieser Schlägerei erlitt ein 21-jähriger Pole mehrere Gesichts- und Schädelskelettfrakturen sowie eine Hirnblutung."

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

München ist mit eine der sichersten Städte in Europa. Nicht nur deshalb, aber auch größenteils deswegen fühle ich mich mit meiner Familie in München sehr sehr wohl. Meine komplette Familie arbeitet und lebt hier. Das bedeutet auch, dass wir unsere Steuern hier zahlen und somit dafür sorgen, dass München auch weiterhin so eine beliebte Stadt bleibt wie bisher.

Manch Menschen sind auf günstige Wohnungen in München angwiesen, wie sie in der Wilhelm-Hale-Strasse zu haben sind und können sich nicht einfach irgendwo anders in München eine Wohnung leisten, wie meine Freundinn, noch dazu mit kleinen Kindern.

Ich frage deshalb Herr Oberbürgermeister:

Was denn noch alles passieren muss, dass solch einer Disco nun endlich der Riegel vorgeschoben wird bzw. wieso so eine Disco in so einer kinderfreundlichen Gegend noch weiter existieren darf?

Werden denn die Discobetreiber für solche Aktionen überhaupt nicht in Rechenschafft gezogen?

Ich wäre Ihnen sehr sehr dankbar für eine Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

+91

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Korbinian Beischl
    am 27. Januar 2012
    1.

    ....keiner braucht diese Sauftempel an der Friedenheimer Brücke, der Sonnenstraße und hinterm Ostbahnhof. Aber wo eine Nachfrage ist, ist auch ein Angebot. Immer mehr junge Leute haben halt offenbar das Bedürfnis, sich Fr und Sa bis zum Umfallen zu betrinken.

    Ich hätte zwei Ideen, dieses Problem zu lösen:

    1. Die Sperrzeit muss wieder verlängert werden
    2. Die Krankenkassen (also wir...) sollten Rettungseinsätze und Behandlungen aufgrund selbst verursachter Alkolisierung nicht mehr übernehmen!

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