Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

Es können keine neue Fragen mehr gestellt oder bewertet werden. Bisherige Anfragen und Antworten sind weiterhin sichtbar.

Archiviert
Autor C. Gartmayr am 31. Oktober 2013
3546 Leser · 71 Stimmen (-15 / +56) · 0 Kommentare

Mobilität und Verkehr

Münchner Süden abgeschnitten

Herr Ude,

hätten Sie den Baustellenbericht "Ihrer" Landeshauptstadt aus den letzten Wochen gelesen , wäre Ihnen vermutlich Folgendes aufgefallen:
- Tierparkstraße: gesperrt
- Schmiedberg: gesperrt
- Hofmannstraße stadteinwärts: gesperrt
- (PUL) Dr.-Carl-von-Linde-Straße: gesperrt
- Candidberg (aufwärts): teilgesperrt
Im Klartext heißt das: Von drei Isar-Überquerungen des Münchner Südens ist eine gesperrt, eine weitere teilweise eingeschränkt nutzbar und die Dritte gelähmt.
Das bedeutet:
- Ein Risiko in der öffentlichen Sicherheit: wie stadtteilübergreifende Einsätze der Polizei noch zu leisten sind, bleibt Ihr Geheimnis
- Die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung ist stark eingeschränkt
- Eine verringerte Schadstoffemission von Fahrzeugen kann nicht mehr erreicht werden, da sie ständig im Stau stehen und „Stop and Go“ fahren. Ich dachte, uns regiert Rot-GRÜN!
- Die arbeitende Bevölkerung, welche zwischen den südlichen Stadtteilen pendeln muss, kann den ÖPNV nicht nutzen. Direktverbindungen mit diesem sind nicht verfügbar. Daher stehen wir „Südmünchner“ nun täglich im Stau und benötigen bis zu vier mal soviel Zeit und ENERGIE, um unsere Arbeitsplätze und Kunden zu erreichen
- Die besagten Verbindungen sind völlig unplanbar: bereits über eine Woche vor Sperrung des Schmiedbergs teilte ein Schild in der Brudermühlstraße mit, dieser sei gesperrt. Es ist dem Einzelnen überlassen, sich einen täglichen Weg zu suchen.

Sollten die beschriebenen Missstände eine pure Koinzidenz sein, scheinen die Ämter unter Ihnen nicht zu planen.
Handelt es sich hier nicht um eine solche Koinzidenz, stelle ich anheim, dass Sie den Süden verkehrsgeographisch zu behindern versuchen. Das wäre ja nun wieder ein bisschen „Rot-Grün“: Sind Ihnen die Autos in Harlaching, Solln, Pullach und Grünwald zu groß? Wie groß die Autos in den südlichen Stadtteilen auch immer sein mögen, genügend Steuern sind wohl aus diesem Bereich der Stadt zu erwirtschaften. Müssen „wir“ uns also so aussperren lassen?
Offenkundig sind Ihnen die ehemaligen Wähler aus den gut situierten südlichen Stadtteilen ja ziemlich egal. Das zeigt sich auch in der vielgepriesenen „Zielplanung Feuerwachen 2020“: Gute Steuerzahler leiden auch zukünftig im Notfall an Unterversorgung, während die nördlichen Stadtteile ja bestens versorgt werden…. Darüber wird an anderer Stelle noch zu diskutieren sein.
Christian Ude, Sie werden München in absehbarer Zeit nicht mehr regieren, aber vielleicht machen Sie den politischen Nachfolgern Ihrer Gesinnung das Leben etwas leichter und

ANTWORTEN KONSTRUKTIV!

Christian Gartmayr

+41

Die Abstimmung ist geschlossen, da der Beitrag bereits archiviert wurde.