Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor G. Suchantke-Rackner am 13. November 2012
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Gesellschaft und Soziales

MÜNCHEN - eine Weltstadt vereint gegen Rechts - SZ 12.11.12

Sehr geehrter Herr Ude,

Seit Monaten steht an publikumswirksamen Punkten in München (Viktualienmarkt oder Oktoberfest) eine Mitbürgerin, mit einem zweiseitigen Plakatständer, auf dem u.a. folgende Aussagen zu lesen sind:

"Deutschland braucht keine Moslems aus aller Welt, die uns nur abzocken und unsere Kultur vernichten wollen.
Die türkische Hausfrau arbeitet nicht, sondern kassiert Kindergeld und Wohngeld und fährt mit dem Kinderwagen spazieren.
Die Türken haben immer schon wenig in die Sozialkassen einbezahlt, dafür aber viel herausgeholt."

Was wäre München ohne diese Menschen? Wie leer wären unsere Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Alten- und Pflegeheime - ohne unsere islamischen Mitbürger.

Wie langweilig wäre München ohne die Einflüsse anderer Kulturen, die Kreativität der Menschen verschiedener Länder und was wären wir ohne die Arbeitskraft, den Einsatz und das Engagement unserer ausländischen Mitbürger bzw unserer deutschen Mitbürger mit Migrationshintergrund???

Haben noch mehr Münchner diese Plakate gesehen - mich würde sehr ihre Meinung zu diesem Thema interessieren.

"Und wer in Deutschland Minderheitenhetze betreibt, ist Repräsentant eines braunen Sumpfes, der sich hier nie wieder breit machen darf" - so lautet Ihre Aussage anlässlich der Demonstration am Samstag.

Von Ihnen als Oberbürgermeister würde ich daher gerne wissen, wie Sie zu diesen Aussagen / Plakaten stehen und welche Möglichkeiten das KVR hat, diese Plakate auf öffentlichem Grund zu verbieten.

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Suchantke-Rackner

+92

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Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Maria Käser
    am 13. November 2012
    1.

    Also ich bin jeden Samstag am Viktualienmarkt, war auch regelmäßig auf der Wiesn.und ich habe diese Frau bisher noch nie gesehen. Wenn diese Aussagen auf ihrem Plakat stehen, dann gehört die Frau bzw. diese Plakate entfernt und verboten, weil das in dieser Form eine Hetze gegen Minderheiten, die nicht tollerierbar, ist. Was mir aber inzwischen überhaupt nicht mehr gefällt, daß jeder der Kritik an Muslimen bzw. deren Verhalten übt, pauschal und undifferenziert dem braunen Sumpf zugeordnet wird. Das ist die gleiche Diffamierung, die teilweise von den Braunen, die es sicherlich gibt, andersrum betrieben wird!

  2. Autor Harald Praßl
    am 29. November 2012
    2.

    Mich nervt diese reflexartige Nazikeule auch gewaltig! Und dieser fanatische und hysterische "Kampf gegen Rechts". Rassismus und Menschenfeindlichkeit wird in Deutschland automatisch nur den "Deutschen" zugeschrieben. Dass auch genügend Menschen anderer Kültürkreise puren Rassismus betreiben und auf uns Deutsche schimpfen, dass wird rigoros geleugnet und tabuisiert!

    Was diese Frau macht, will ich aber nicht gut heissen! Ich denke, dass ist einfach ein extrem konservativer Mensch!

    Äh, und Moslems bzw. den Islam würde ich in Deutschland nicht mehr als "Minderheit" bezeichnen :-/

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