Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Björn Drubel am 13. August 2012
7565 Leser · 184 Stimmen (-56 / +128) · 2 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Mögliche Hörschäden durch Druckluft-Martinshorn der Münchener Feuerwehr

Sehr geeherter Herr Ude,

ich habe da mal eine Frage bezüglich der Martinshörner der Münchner Feuerwehr.

Können Sie mir sagen, ob die Pressluft-Martinshörner möglicherweise einen Hörschaden verursachen können?
Wieviel Dezibel haben diese Martinshörner und besteht die Möglichkeit, wenn man als Fussgänger oder Hund sehr nah an ankommenden Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz steht(unweigerlich) einen Hörschaden zu bekommen?

Ich ertrage diesen Lärm nämlich gar nicht und es tut sogar weh.
Aus meiner Zeit als Rettungssanitäter weiss ich, dass diese Presslufthörner bei uns verboten waren und wir diese im Rettungsdienst nicht betreiben durften.

Auch auf Nachfrage bei der Feuerwehr,wollte man mir keine Auskunft zur genauen Lautstärke und möglichen Schäden durch die Presslufthörner geben.

Ich muss meinem Hund immer die Ohren zuhalten,da Hunde ja ein eine sehr empfindliches Gehör haben und ich mir sicher bin, dass mein Hund nach wenigen Blaulichteinsätzen taub wäre.
Als Fussgänger ist man diesen Presslufthörner nämlich sehr unfreiwillig ausgesetzt. Autofahrer sitzen geschützt in ihrem Fahrzeug. Als Fussgänger ist man in dieser Sache etwas benachteiligt.

Ich würde mich sehr freuen genaue Angaben zu Lautstärke der Hörner und möglichen Hörschäden zu bekommen,
Auch ob diese Hörner behördlich abgesegnet sind und für den Betrieb im Strassenverkehr zugelassen sind.

Mich verwundert nunmal wirklich, dass wir im Rettungsdienst(DRK) in Baden-Württemberg diese Presslufthörner weil diese verboten sind und somit nicht betreiben durften.

Hat die Feuerwehr in München etwa die Sondererlaubnis das Gehör von Fussgängern zu schädigen?

Der Irsinn ist noch, dass man manchmal von hinten völlig unvorbereitet und plötzlich mit dem Sondersignal konfrontiert wird, vor allem an Kreuzungen, weil die Fahrer das Presslufthorn oft erst kurz vor Kreuzungen einschalten. Dies ist erstens illegal,denn das Signal muss die komplette Fahrt angeschaltet sein, und man kann sich die Ohren nicht mehr zuhalten,da unerwartet das Fahrzeug schon neben einem ist.

Für mich ein kleiner Skandal, der auf Dauer Menschen ,die zu Fuss in München unterwegs sind, krank macht und schädigt!
Betroffen sind vor allem Kleinkinder und Hunde, die sich die Ohren nicht so schnell zuhalten können und noch ein sehr empfindliches Gehör haben.

Vielen Dank im Voraus für genaue Angaben,die ich leider von der Feuerwehr nicht bekommen habe.

Mit freundlichen Grüssen aus der Au

+72

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  1. Autor M. Adam
    am 17. August 2012
    1.

    Hallo Herr Müller,
    ich wollte Sie nur wissen lassen das ich Ihren Kommentar voll und ganz zustimme. Auch wenn ich ebenfalls das Martinshorn als laut empfinde, so haben Sie absolut recht das hier das Allgemeinwohl eindeutig höher steht.
    Mit besten Grüßen,
    M.A.

  2. Autor Helmut Krüger
    am 12. Oktober 2012
    2.

    Geehrter Herr Drubel,
    geehrter Herr Oberbürgermeister Christian Ude,
    geehrte Frau/ geehrter Herr Adam,

    wie ich es sich speziell in München verhält, weiß ich nicht, ich weiß aber, dass Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit immer lauteren Signalen fahren, um sich gefahrenabwehrend und lebensrettend Bahn zu verschaffen.

    Für mich ist dafür ursächlich die Hochrüstung des Lärms, den Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste damit noch übertönen müssen. Damit sind vor allem jene rollenden Discotheken gemeint, Fahrer, bei denen von den Rettungskräften an die Seitenscheibe ihres Fahrzeuges geklopft werden muss, damit ihnen die per Blaulicht zustehende Vorfahrt gewährt wird.

    Für mich sind das unhaltbare Zustände.

    Der Vorrang von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften ist ganz klar und das darf auf keinen Fall zurückstehen. Die Lösung sehe ich nur darin, rollende Discotheken aus dem Verkehr zu ziehen.

    Am besten durch eine Änderung in der Straßenverkehrsordnung, bspw. so:

    "Erlöschung der Betriebserlaubnis

    Fahrzeugen, die durch Schallabkapselung oder durch akustisch betriebene Geräte den Fahrzeugführer nicht mehr die Außengeräusche wahrnehmen lassen, wird die Betriebserlaubnis entzogen."

    Freundliche Grüße
    Helmut Krüger

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