Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Martin Maurer am 05. April 2013
4183 Leser · 82 Stimmen (-5 / +77) · 1 Kommentar

Gesellschaft und Soziales

Menschenverstand

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Christian Ude,

nachdem ich am 03.04.2013 den Beitrag der BR Sendung „Kontrovers – „Hundeattacken gegen Kinder – Verbiss an der kleinen Pauline im Sommer 2012“ verfolgt habe, sehe ich mich veranlasst, hierzu einen Beitrag zu schreiben.

Bisher habe ich gedacht, dass wir uns in Bayern und speziell in der Landeshauptstadt München dem Grundsatz „Leben und leben lassen“ verpflichtet sehen. Solange dieser Grundsatz und geltende Gesetze nicht verletzt werden, kann eigentlich jeder tun und lassen was er will. Grundsätzlich sollte das auch für jedes Lebewesen gelten. Dennoch verlangt doch der gesunde Menschenverstand, wie auch unsere christlich geprägte Wertemoral, dass wir einen Unterschied zwischen Tier und Mensch machen.

Das heißt natürlich nicht, dass wir Menschen andere Lebewesen quälen oder schlecht behandeln dürfen. Dennoch muss bezugnehmend auf den Beitrag deutlich gemacht werden, dass ein Tier (egal welcher Gattung), dass unberechenbar ist und Kleinkindern solch grausame Bisswunden zufügt, sein Recht auf ein Weiterleben verwirkt hat! Sofern ich ein Hundehalter wäre, würde ich nach so einem Vorfall persönlich dafür Sorge tragen, dass dieses Tier umgehend eingeschläfert wird. Ich wäre auch absolut damit einverstanden, wenn es von einem Beamten der Polizei sofort bei einem solch schrecklichen Verbiss getötet würde. Seinerzeit wurde ja auch beim Bären „Bruno“ von Gesetzes wegen entsprechend vorgegangen.

Die im Beitrag dargelegte Argumentation Ihres KVR Chefs, Herrn Wilfried Blume-Beyerle finde ich eine Zumutung und blanker Hohn gegenüber der betroffen Familie. Das kann doch nicht sein, dass ein Amtschef einen - der Sache überhaupt nicht angemessenen Standpunkt salonfähig der Öffentlichkeit darbietet. Selbst wenn die Rechtslage dieses stützt. Wenn dem tatsächlich so ist, ist wohl auch was falsch gelaufen im Rechtsstaat!

Gerade vor Neuwahlen - schauen/hören wir Bürger - unseren gewählten Volksvertretern genau zu, was Sie da von sich geben oder was diese für uns tun oder lassen.

Ich würde mir in Anbetracht des menschlichen Leides wünschen, dass Sie sich der Sache annehmen; der Familie und vor allem des schwer geschädigten Kindes wegen, um eine einvernehmliche Lösung zu erwirken.

Was können Sie persönlich tun, um bei solchen Vorfällen eine angemessene behördliche Maßnahme einzuleiten?

Mit freundlichen Grüßen

Martin Maurer
81547 München

Link:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendunge...

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Sophie Krause
    am 20. April 2013
    1.

    Geehrter Herr Maurer,
    ich stelle mir nur eine Frage : Wie konnte es soweit kommen das der Besitzer des Tieres, das wohl nicht ohne Grund auf das Kind losgegangen ist, das Tier überhaupt frei laufen lässt, bzw es nicht so erzogen wurde das es nicht zu einem solchen Vorfall gekommen wäre ?
    Jeder Hundebesitzer ist dafür verantwortlich das sein Hund den Umgang mit Menschen, also auch Kindern, gewöhnt ist und ohne Probleme damit klar kommt. Ebenso ist dafür verantwortlich , dass , falls der Hund das oben genannte nicht ist, er nicht in eine solche Situation kommen darf.
    Der Hund war in dieser Situation wohl stark überfordert , und hat, wie es ihm nunmal als einziger Ausweg schien, angegriffen. Vielleicht ist der Hund auch psychisch nicht in Ordnung dann sollte der Halter dieses Tieres sich dem jedoch bewusst sein und sich darum kümmern.
    Sie können das mit einem psychisch gestörten Menschen vergleichen:
    Wenn dieser überfordert wird und sich selbst in Gefahr sieht, versucht er da irgendwie raus zu kommen - egal wie !

    Meiner Meinung nach ist also er Besitzer des Tieres an diesem Unfall schuld. Man sollte also nicht dem Hund einschläfern lassen, sondern den Hund in eine Fähige Hundeschule schicken und ihm beibringen mit solchen Situationen klar zu kommen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sophie Krause

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