Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Armin Karic am 02. Dezember 2011
6976 Leser · 151 Stimmen (-10 / +141) · 2 Kommentare

Mobilität und Verkehr

Mehr Sicherheit in der Münchener U-Bahn

Sehr geehrter Herr OB Ude,

am 27.11.2011 ist bei einem Unfall im Münchener U-Bahnnetz ein Mensch ums Leben gekommen.

Das Unglück ist passiert, da keine Sicherheitseinrichtungen, wie z.B. in Nürnberg, vorhanden sind, die einfahrende U-Bahnen davor warnen, wenn etwas größeres im Gleisbett liegt.

Daher konnte der U-Bahnfahrer das Opfer bei der Einfahrt erst zu spät bemerken und nicht mehr rechtzeitig abbremsen.

Seit Jahren kommt es immer wieder im Münchener U-Bahnnetz zu solchen Unfällen. Durch ein Sicherheitssystem würden weitere verhindert werden können.

Mit dieser Nachricht trete ich nun an Sie als OB heran, da ich vielleicht bei Ihnen Gehör bekomme.

Die Problematik ist bei der MvG sicher bekannt. Aber leider wurde bisher für verbesserte Sicherheit nichts unternommen.

Warum wird zu dieser Problematik nichts getan?

Mit freundlichen Grüßen

+131

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Antwort
von Christian Ude am 28. März 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Karic,

die MVG wird gemeinsam mit einem erfahrenen und spezialisierten Hochschulinstitut prüfen, ob unter Münchner Bedingungen eine Gleisbettüberwachung mit Hilfe von Kameras und automatischer Bildanalyse einsetzbar und ausreichend wirksam wäre sowie welche Kosten hierfür entstünden. Beabsichtigt ist eine Testanwendung an voraussichtlich zwei U-Bahnstationen, die sich bereits in der Projektierungsphase befindet.

Entscheidend für eine Umsetzung ist allerdings der Nachweis der Verfügbarkeit und hohen Funktionalität dieses Systems, um auch wirklich zusätzliche Sicherheit gewinnen und dabei einen weiterhin stabilen Betrieb gewährleisten zu können.

Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass die zahlreiche Vorschriften und Normen, die es für die notwendigen Sicherheitseinrichtungen für U-Bahnen gibt, selbstverständlich alle schon heute in München nachweislich eingehalten werden. Die von Ihnen angesprochene Überwachung des Gleisbetts in Nürnberg ist ausschließlich deshalb vorhanden, weil dort fahrerlose U-Bahnen verkehren.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Korbinian Beischl
    am 23. Januar 2012
    1.

    Grüß Gott,

    Sie wollen die Verkehrsunternehmen dafür verantwortlich machen, wenn übervoll betrunkene Menschen auf die Gleise stürzen. Wer sichert die Autobahnen vor volltrunkenen Radfahrern und Fußgänger (hat es alles schon gegeben...) Ein bisschen Selbstverantwortung kann wohl noch erwartet werden... Dann doch gleich das Autofahren verbieten - DAS ist sicher !!!!

  2. Autor Armin Karic
    am 23. Januar 2012
    2.

    Hallo Herr Beischl,

    bei dem geschilderten Unglück ist - laut Polizeiangaben - eine Alkoholisierung vorhanden gewesen.

    Jedoch muss man anmerken, dass es in vergangener Zeich auch zu Unfällen kam, bei denen kein Alkohol/Drogen im Spiel waren.
    (z.B. die blinden Menschen die nicht sehen konnten ob sie in die Ubahn steigen oder zwischen zwei Wagons fallen... Oder auch ältere Menschen, die einen Schwächeanfall erlitten haben...)

    Zudem muss man einfach gestehen, dass eine U-Bahn keine großen Ausweichmöglichkeiten hat - was im Straßenverkehr anders ist... Ein Autofahrer kann ausweichen und kann, wenn die Geschwindigkeit angepasst ist (Regen, Schnee, Sonnenschein...) auch in einer relativ kurzen Distanz anhalten!!! Eine U-Bahn "brettert" mit 50 - 70 km/h in den Bahnhof?! Dann wundert es mich nicht, wenn eine Person, die (weshalb auch immer) in der mitte der Bahnsteiglänge liegt, unbemerkt erfasst wird, weil eben keine Vorwanung besteht.

    Wie Sie schildern, kann man Menschen nicht davor schützen, wenn "volltrunkene Radfahrer und Fußgänger" auf die BAB geraten und dort etwas passiert. Aber gehören diese dort hin? Ich finde nicht... Und dieser gewaltige unterschied macht es aus!
    Der Betreiber der U-Bahn transportiert Menschen und diese halten sich auch an den Gleisanlagen auf... Also muss er diese auch vor Unfällen (egal welcher Art) schützen.

    Vielleicht hat Ihnen dieser Kommentar einen Denkanstoß gegeben und Sie sehen nicht nur den Alkohol... Denken Sie einfach ehrlich darüber nach und entscheiden Sie für sich, wie viel Geld denn so viele Menschenleben wert sind?!

    Mfg
    Armin Karic

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