Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Brigitte Klemm am 29. Juli 2013
4677 Leser · 87 Stimmen (-22 / +65) · 1 Kommentar

Gesellschaft und Soziales

Mangelnde Wertschätzung der Sozialberufe auch finanziell

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Christian Ude,

ich stelle Ihnen folgende Frage

Wieviel Macht hat ein Oberbürgermeister der wie Sie so lang Münchens Geschicke lenkte?

War es nicht auch Ihre Plicht,noch dazu als SPD Oberbürgermeister, mit Ihren Beratern ,dem sich seit Jahren abzeichnenden Mangel an Erziherinnen -und Gesundheitsplege Berufen entgegenzusteuern ?

1.vergleichen sie doch bitte das Gehalt eines Abgeordneten oder auch zum Beispiel aus der IT Branche ,mit dem einer Erzieherin und Krankenschwester ,haben diese Menschen weniger Verantwortung oder warum kämpfen sie mit ihrem mageren Salär und den enteilten Mietpreisen ums Überleben ?
Glauben Sie ,dass das die Begeisterung junger Mädchen auch junger Männer fördert, diese Berufe zu ergreifen,wenn sie davon in München kaum leben können ?
2. Wissen Sie und Ihre Kollen eigentlich wie es aussieht ,wenn eine Person aus einem dieser anstrengenden Berufe in Rente geht ?
Von Einkünften anderer Berufsgruppen ,geschweige denn von Beamten -und Abgeordnetenpensionen können wir nur träumen und ungläubig die Augen reiben,wenn wir die veröffentlichen Summen lesen.
Nicht nur, dass man sich kaum mehr etwas leisten kann,nein auch der Körper ist von der Arbeit oft so verbraucht,dass viele mit Gesundheitsproblemen kämpfen .

Glauben Sie ,dass ich als Mutter von 4 Kinder ,die gerne als Krankenschwester in Vollzeit bis 65 gearbeitet hat und auch in diesem Beruf über 20 Jahre als Bertiebsrätin und Tarifkommissionsmitglied tätig war--- ( was übrigens viel Freizeit kostet und keine Rentenerhöhung nach sich zieht ,obwohl man wie ein Politiker für das Wohl der Mitarbeiter tätig ist )----- meinen Kinder guten Gewissens diesen Beruf hätte empfehlen können? Das gilt auch für den der Erzieher und Kinderpfleger in dem eine Schwiegertochter tätig ist. Unter den jetzigen Bedingungen,die ich seit 20 Jahren schon kommen sah, wie viele andere an der Basis und die ich wie andere immer wieder auch Politikern geschildert und nachdrücklich angemahnt habe,kann ich nur traurig sagen ,es wird offenbar nur von heute auf morgen regiert,abgehoben und Wirklichkeitsfremd,keiner hört zu und nimmt die Menschen und ihre Sorgen ernst, deshalb haben die Menschen vielfach ihr Vertrauen in die Politik ,gerade der SPD verloren.

Übrigens,mit Notausbildungen in Berufen wo es um Menschen und ihre Betreuung geht, denken Sie einen fatalen Weg an.Schon heute hört und erlebt man selbst ,wie sich das Einstellen von des deutschen nicht mächtigen in der Pflege negativ auswirkt.Zu der vielen Arbeit ,hohen Krankheitsraten in diesen Berufen,müssen diese Leute eingearbeitet werden,unser Plegeverständnis weicht zudem von dem vieler anderer Staaten ab ,wo der Mensch und seine Bedürfnisse hintanstehen und die Medizin im Vordergrund,was zur Vernachlässigung gerader alter einsamer Menschen führt,da gibt es einen dringenden Bedarf an Schulung,gerade in den städtischen Kliniken

Haben und vor allem hatten Sie wirklich nicht die Macht diese Mißstände wie
- nicht bezahlbare Mieten
- Besoldung wenigstens im städtischen Bereich
- Personalpolitik
stärker zu beeinflussen

Mit freundlichem Gruß
Brigitte Klemm

+43

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Peter Illig
    am 02. September 2013
    1.

    Kann ich nur unterstreichen. Es ist wirklich traurig, wie schlecht bezahlt diese für unsere Gesellschaft so wichtigen Jobs sind.

    Ganz anders ist es in der Schweiz, da werden Erzieherinnen und allgemein soziale Berufe adäquat bezahlt.

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