Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor M. Cuesta Gragera am 08. April 2011
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Gesellschaft und Soziales

Mangel an Kindergartenplätze und Mangel an Organisation

Seh geehrter Hr. Ude,

ich habe zwei Töchter, die im September 3 werden.

Unsere Kinder müssen auf Grund Ihres Alters im September die Kinderkrippe verlassen und in den Kindergarten gehen. Wir dachten, mit der Kinderkrippen-Suche wäre das schlimmste vorbei, aber: Wir haben bis jetzt von allen 15 städtischen Kindergärten, bei denen wir angemeldet waren, eine Absage bekommen. Von privaten und religiösen Einrichtungen haben wir auch keine Zusage bekommen. Außerdem wurde ich ein Mal gesagt, dass ich mich nicht bei so vielen Kindergärten anmelden soll, weil das nur Verwaltungaufwand erzeugt.

Meine erste und wichtigste Frage ist, was ich ab September mit meinen Kindern machen soll, wenn wir beide arbeitstätig sind und bleiben wollen, nicht auf ein Gehalt verzichten können, und außerdem die Elternzeit nach dem 3. Lebensjahr vorbei ist? Irgendwo habe ich gehört, dass jedes Kind einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz hat, irgendwo innerhalb der Stadt-Grenze. Stimmt das? Bekomme ich im besten Fall Plätze am anderen Ende der Stadt? Sind das dann Teilzeitplätze?

Zweitens würde ich gerne fragen, warum Zwillinge überhaupt keinen Vorteil bei der Kinderkrippen- und Kindergartenvergabe haben. Wenn Zwillingseltern sich um andere Möglichkeiten kümmern müssen, kommen sie ganz schnell in finanzielle Schwierigkeiten und das müsste meiner Meinung nach betrachtet werden.

Drittens frage ich mich, warum in der Politik über eine Frauenquote diskutiert wird, wenn gar nicht ermöglicht wird, dass beide Elternteile arbeiten -reine Neugier.

Die vierte Frage ist mehr ein Vorschlag: Kann man die Anmeldung nicht zentralisieren? Ich denke, es sollte nicht schwer sein, eine Datenbank einzurichten, in der Mann die Addresse und evtl. Arbeitsplatz-Addresse eintragen kann, so dass man einen Kindergarten zugewiesen bekommt, ohne, dass man jede Einrichtung besuchen muss (mit dem entsprechenden organisatorischen Aufwand), bei dieser einen hohen Verwaltungsaufwand verursacht und dann jeweils einen Brief mit einer Absage gesendet werden muss. Das Argument, somit hat man die Wahl, zu welchem Kindergarten man das eigene Kind senden will, halte ich nicht für gültig, nachdem man gezwungen ist zu nehmen, was man bekommt, wenn man etwas bekommt. Bei der Schule hat man im übrigen auch nicht die Wahl.

Und mein fünfter Punkt: Ich habe nicht ganz verstanden, dass ich darauf hingewiesen wurde, wenn ich einen Platz von 8 bis 14 Uhr akzeptieren würde, erhöht sich die Aufnahme-Wahrscheinlichkeit, da diese Plätze nicht wirklich gefragt sind. Dies hat im Endeffekt nichts geholfen, aber ich muss mich trotzdem fragen, warum es diese Plätze gibt, wenn doch Vollzeit-Plätze (oder zumindest Plätze für längere Zeit) gebraucht werden? Wenn die Räumlichkeiten schon existieren, wäre es meiner Meinung nach ziemlich einfach, eine weitere Person einzustellen, sogar in Teilzeit.

Vielen Dank für eine Antwort auf meine Fragen, vor allem aber auf die erste: wohin mit meinen Kindern im September?

Mit freundlichen Grüßen,

Maria Cuesta Gragera

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