Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Michael Köhler am 26. Juni 2012
5746 Leser · 105 Stimmen (-15 / +90) · 7 Kommentare

Planen und Bauen

Lindenstrasse, Baulärm

Sehr geehrter Herr Ude,

ich wohne in Harlaching in direkter Schallrichtung zu einer Baustelle an der Lindenstrasse / Harlaching.
Seit Anfang des Jahres werden sowohl an der Füllstrasse als auch an der Lindenstrasse Neubauten erstellt. Die Arbeiten beginnen auch am Samstag um 7 Uhr! Zunächst nur von der Baustelle Füllstrasse (diese Baustelle ist nun weitgehend ruhig), nun von der Baustelle in der Lindestrasse. Um diese Uhrzeit wird auch mit ausgeprägten Lärmquellen (Kreisssägen, Bodenbearbeitung, Hämmern etc) gearbeitet.
Ich muss mich am Wochenende schon ausquartieren, weil ich wenigstens am Wochenende Ruhe brauche! Die direkt an der Baustelle lebenden Menschen beneide ich wirklich nicht.

Ich habe das Bauamt bereits informiert, bin aber mit dem erzielten Ergebnis keinesfalls zufrieden. Hier sind auch Anlieger mit kleinen Kindern betroffen. Ich bin hier bewusst hergezogen, um die Ruhe auch geniessen zu können und zahle adäquat dafür.

Können Sie helfen, in der Angelegeheit zumindest eine Samstagsregelung mit Arbeitszeitänderungen und reduzierten Lärm herbeizuführen / zu initiieren?

ich danke Ihnen für Ihr Verständnis, die Unterstützung und Hilfe auch im Namen anderer Anwohner an der Lindenstrasse/Harthauserstrasse im Voraus

mit freundlichen Grüßen

Michael Köhler

+75

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Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Michael Köhler
    am 04. Juli 2012
    1.

    Zusätzliche Anmerkung von mir: Diese Unsitte mit den Baumaßnahmen scheint in München Sitte zu sein. Ich habe von der zuständigen Bau-Projektleiterin gesagt bekommen, das "ich froh sein soll, daß jemand in München baut". Dazu sage ich nur: "Wasser predigen und Wein saufen". Hauptsache, nicht vor meiner Tür..
    Wie sich diese "Baukultur" auch verkehrstechnisch auswirkt, kann man ganz gut in Thalkirchen sehen. Neubauten und Verkehrschaos.

    Richtige Planung und Einbeziehung der Nachbarn hat oft geholfen und Freunde gemacht.
    Im Übrigen sagt das Immisionsschutzgesetzt aus, das ein Laubpuster und ein Rasenmäher von 7 - 9 Uhr nicht eingesetzt werden dürfen. Ich wusste nicht, das Bauwerkzeuge wie Kreissägen, Schlaghammer und Verdichter einen kleineren Belästigungspegel haben. Da hatte wohl die Baulobby etwas dagegen:-) Die dürfen nämlich eingesetzt werden, wenn es nicht landesspezifische Anpassungen gibt. das scheint in München nicht der Fall zu sein.
    Und noch etwas: Die meisten der gebauten Wohnungen entstehen im Hochpreis-Sektor, denn der ist lukrativ...für alle.

  2. Autor Wolfgang Scheid
    am 05. Juli 2012
    2.

    Hallo,
    nach der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm dürfen lärmintensive Bauarbeiten Montag-Samstag von 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr durchgeführt werden.

    Vergessen Sie bitte nicht, dass auch Ihr Haus irgendwann einmal gebaut wurde. Außerdem sind Bauarbeiten meist zeitlich absehbar. Was sollen die vielen Anwohner sagen, die Jahre lang an einer U-Bahn Baustelle gewohnt haben?.

    Eine Frage zum Abschluss, würde sie der Baulärm nicht stören, wenn Sozialwohnungen gebaut würden? So viel zum Thema "Wohnungen im Hochpreis-Sektor".

  3. Autor Michael Köhler
    am 06. Juli 2012
    3.

    Hallo Herr Scheid,
    vielen Dank für Ihren Kommentar
    ich kenne die Verwaltungsvorschrift, aber hier handelt es sich um eine Verwaltungsvorschrift, NICHT um ein Gesetz. ich denke ich habe mich da missverständlich ausgedrückt. Ich will hier keine soziale Dissonanz schaffen, im Gegenteil! Ich will darauf hinweisen, das es alle Bevölkerungsschichten betrifft. Baulärm ist nun mal ein Problem in einer urbanen Umwelt. Ich möchte aber, daß die hier lebenden Menschen auch hier zufrieden und in etwas Ruhe leben können. Sie verlangen den Leuten ab, daß sie "einfach mal" akzeptieren, das ein Rasenmäher des Privatmannes anders eingestuft wird als eine Kreisäge oder ein pneumatisch betriebener Meißel, der über Monate und kontinuierlich eingesetzt wird.
    Ich möchte gern, das die Menschen wieder teilhaben dürfen an der Entwicklung Ihrer Stadt. Sorry, aber da haben andere Städte in Deutschland ein bisschen was dazugelernt. Und ob es nun von Ihnen akzeptiert wird oder nicht: Ich sehe aktuell wenig Entwicklung im sozialen Wohungsbau, dafür aber im Mittel- und Hochpreissektor. Der Mietspiegel ist nach wie vor unverhältnismäßig hoch im Bundesvergleich, das zeigt sich in den aktuellen Statistiken und Städtebewertungen.
    Ach ja: Die Bewohner an einer Großbaustelle wie Luise-Kieselbachplatz etc. gehören viel stärker eingebunden. Die Stadt kann nicht einfach über die Köpfe der Bewohner hinweg entscheiden. Wir leben zum Glück in einer Demokratie. Diese Leute haben doch keine Chance dort schnell mal "wegzuziehen" oder sich etwas anderes zu suchen! Bitte: Bauen ja, aber nicht rücksichtslos....

  4. Autor Michael Köhler
    am 10. Juli 2012
    4.

    das ist doch wirklich ganz lustig! Nachdem ich meinen Artikel eingestellt hatte, habe die "Kollegen vom Bau" schon um 6:45 begonnen:-). Alle Achtung! Ich erinnere mich gut an die beschwichtigenden Worte aus dem Bauamt: "Der Bauleiter hat zugesichert, die Immision auf ein Minimum zu reduzieren, er weiß ja, das es Beschwerden gibt". Ich bin da nicht ganz sicher, ob man die Projektleitung der Baubehöde seitens Bauleitung wirklich ernstnimmt....mein Gefühl sagt nein. macht aber nichts..dann muss ich jetzt doch mit meiner Miete aktiv werden..Das Forum hier scheint mir nicht das ideale für mein Anliegen zu sein. Dank an alle, die hier eine positive Stimme abgegeben haben! Vielleicht hat dieser Artikel einige angeregt, sich auch mal demokratisch zur Wehr zu setzen. Man muss, nein man darf sich nicht alles bieten lassen. Weder von Verwaltungen noch von Regierenden noch von Beamten. Schließlich bezahlen wir alle diese "Dienstleistung"

  5. Autor Michael Köhler
    am 24. Juli 2012
    5.

    Inzwischen habe ich auch das "vereinfachte Verfahren" für den Bau zu sehen bekommen. Sehr viel Text, sehr viel Paragraphen, Gott sei Dank auch sehr viel Baumschutz (für 2 oder 3 Baüme, der Rest ist weg)...und ..man ahnt es....kein Wort über Lärmschutz, Bauabsicherung, Baudauer. Viel "Zeug" mit nichtssagenden Inhalt..Verklausulieren ist in, fürchte ich.."Wenn Gleichgültigkeit Dein Ziel ist, schreibe viel bei wenig Inhalt, nur dann versteht man Dich auch nicht"..IN diesem Sinne!

  6. Autor Michael Köhler
    am 06. August 2012
    6.

    Direkt gegenüber der Menterschweige (Harthauserstarsse) wird auch gebaut. Hier sollen die Anwohner eingebunden worden sein und Siehe da: Es gibt am WE Ruhe, abend auch..und alles wurde im Einklang mit den Nachbarn vereinbart. So kann das auch funktionieren! Lieber Bauherr: Obwohl Sie dazu nicht verpflichtet waren, haben Sie diesen Schritt gewählt. Sonderlob dafür und Dank! Toll! Ich hoffe nur, es lag nicht am politischen Einfluss der Anwohner, sondern war tatsächlich eine "gute" Tat..

  7. Autor Michael Köhler
    am 16. August 2012
    7.

    Nun bin ich endgültig verzweifelt. Die machen da auf dem Bau was sie wollen. Heute morgen haben sie sich bis 6 Uhr vorgewagt. "Mal sehen, was kommt". Schadet ja auch nichts, einfach mal weiterzumachen. Trotz Beschwerden bei der Baubehörde und bei der Polizei wird der Bauherr (und vor allem der Bautrupp) das nicht vorhandene Risiko gern in kauf nehmen, einfach mal das zu machen, was IHM am meisten hilft, nämlich schnell zu sein, koste es was es wolle. Time is money...Regeln sind nur was für "Warmduscher"..

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