Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Maria Leuschner am 11. März 2013
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Gesellschaft und Soziales

Laut gegen Brauntöne

Sehr geehrter Herr Ude, ich möchte Ihnen eine Frage stellen: Historisch-politisch und philosophisch ist o. g. Ausstellung hetzerisch und ketzerisch. Dies zur Einleitung. 2. Waren Sie jemals in der DDR, die genau dieses o. g. Muster bis zum Erbrechen und bis zur Konsequenz der Ausreise bediente bzw. führte? Genau diese Verfolgung von "links" wurde uns Gegnern des Regimes zuteil. Wofür Ihre Mitarbeiterin Miriam Heigl und all die anderen bezahlt werden, - warum sollten sie darauf verzichten - mit diesem Rechts-Links-Schema lässt es sich doch gut leben -, ist Perfidie. Ich bin 70 Jahre alt und habe unter den Betonköpfen in der sozialistischen DDR gelebt und gelitten. Uns wurde eingetrichtert, wie Antifaschismus und Weltfrieden auszusehen hat. "Bürgerlichkeit" wurde angeprangert und als "rechts" diffamiert.
3. Zusammenfassung: Ich werde alles erdenkliche tun, um dieses unmenschliche "Rechts-Links-Muster" zu bekämpfen. Ich stamme aus einer sächsischen Pastorenfamilie, bin Akademikerin, gehörte zu einer kirchlichen Menschenrechtsgruppe, und Sie glauben doch mit ihrem ganzen Antifa- Aktionismus nicht im Ernst, dass unsere vom Humanismus geprägte Gesinnung des Bürgertums in der DDR, die die kommunistisch-stalinistische Diktatur überstanden hat, noch einmal totalitäre Denkweisen duldet. Ein wenig Achtung vor uns Bürgerrechtlern und ein politisches Hinterfragen der eigenen Positionen würde all diesen Ahnungslosen, von wahrer Unterdrückung und Gewissensknebelung unbeleckten Agitatoren o. g. Ausstellung guttun.
Letzter Satz: Agitation und Propagande hieß in der DDR das am meisten geförderte Ressort in den staatlichen Politabteilungen. Diese hatten das beste Ein- und Auskommen. Bitte antworten Sie auf folgende Frage: wie kann Demokratie wieder gewonnen werden, wenn nur eine vorgeschriebene Meinung gilt?
Mit freundlichen Grüßen Maria Leuschner

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