Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor A. Margherito am 15. September 2009
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Mobilität und Verkehr

Lärmschutz an der Bahntrasse München - Rosenheim

Sehr geehrter Herr Ude,

nachdem ich weder vom zuständigen Bezirksausschuss noch von der Deutschen Bahn AG eine Antwort erhalten habe, wende ich mich mit meinem Anliegen vertrauensvoll an Sie.

Als Bewohner eines Grundstücks in der Karpatenstraße in München-Trudering bin ich von den Lärmimmissionen der Bahntrasse München-Rosenheim unmittelbar betroffen. Insbesondere Abends wenn die Stadt allgemein ruhiger wird und Nachts sowieso. Dadurch, dass zwischen den Gleisanlagen im Süden und der Wohnsiedlung, in der sich mein Domizil befindet, im Norden weder Schallschutzwände noch eine Bebauung aufstehend sind, wird das Siedlungsgebiet ungemindert in einer Art und Weise beschallt, dass wir Anwohner Nachts kaum mehr schlafen können.

Insofern bitte ich Sie, mir mitzuteilen, ob und wann im entsprechenden Streckenabschnitt mit einer Lärmsanierung zu rechnen ist, noch dazu wo im Zuge des Baus des Brenner-Basistunnels mittelfristig mit entsprechenden Zuwächsen im Pendler- und Güterverkehr zu rechnen ist.

Für Ihre Bemühungen und eine baldige, hoffentlich positive Antwort bedanke ich mich im voraus.

Freundlich grüßt Sie
Antonio Margherito

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Antwort
von Christian Ude am 16. November 2009
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Margherito,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider ist die Landeshauptstadt München aber nicht der richtige Ansprechpartner - zuständig ist in Ihrem Fall der Bund.

Die Bundesregierung hat u. a. auf Initiative der Landeshauptstadt München 1998 ein Sonderprogramm zur Minderung der Verkehrslärmbelastung (Lärmsanierung) an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes verabschiedet.

Durchgeführt wird die Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes von der DB Projektbau GmbH. Nach den uns vorliegenden Informationen sind an der Ortsdurchfahrt Trudering Nord/West – also dort, wo sich auch Ihr Haus befindet - wegen der, laut DB-Projektbau GmbH, vergleichsweise geringen Anzahl an förderfähigen Wohngebäuden, und der damit verbundenen geringen Wirtschaftlichkeit einer Schallschutzwand, ausschließlich passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen.

Anwesen, an denen passive Schallschutzmaßnahmen vorgesehen werden sollen, werden derzeit erfasst. Nach Auskunft der DB Projektbau GmbH erreichen die Anwesen in Ihrem Wohnumfeld die Sanierungsgrenzwerte von tagsüber 70 dB(A) und nachts 60 dB(A) allerdings nicht und werden somit nicht berücksichtigt.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte direkt an die DB ProjektBau GmbH, Regionalbereich Süd, die Sie per Mail unter dbprojektbau-sued@bahn.de erreichen.

Mit freundlichen Grüßen