Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor G. Eickelberg am 19. Januar 2011
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Umwelt und Gesundheit

Lärmbelästigung durch Bauprojekte innerhalb von reinen Wohngebieten

Sehr geehrter Herr Ude,

die Stadt München hat eine Verordnung über ruhestörende Arbeiten in der Landeshauptstadt (05.08.2003). Ich wohne in der Georgenstraße in Schwabing. Das Nachbargebäude wird seit ca 1 Jahr grundsaniert und diese Arbeiten erfolgen noch bis mindestens September 2011.

Seit Beginn der Arbeiten im Anwesen Georgenstraße ist die Lärmbelästigung über längere Zeiträume so hoch, das selbst die Lärmgrenzen aus dem Emmissionsschutzgesetz zu Baulärm (26.09.2002) überschritten werden.

Nun wohnen in diesem Haus Georgenstraße u.a. alte Menschen und auch Schichtarbeiter. Der zuständige Sachbearbeiter der Bauaufsicht München, der Name ist bekannt, sagt, das gehe das Bauamt nichts an, da sie nur für das Baurecht zuständig sind.

Die Polizei verweigert eine Bearbeitung bei offensichtlichen Verstößen gegen das Immissionschutzgesetz. der Bauträger will´s nicht wissen und für den Bauleiter gilt angeblich nur das Baugesetz.

Meine Frage an Sie:

Hat eine Stadtbehörde, hier die Bauaufsicht das Recht eine rechtkräftige Verordnung der Stadt über ein Jahr außer Kraft zu setzen?

Den Anwohnern des Bauobjektes geht es nur darum, dass die
Arbeiten der Baustelle so organisiert werden, das herzkranke ältere Bürger und im Schichtdienst beschäftigte Menschen, die vielleicht dann arbeiten, wenn bundesgesetzlich Ruhe vorgeschrieben ist und der Bauarbeiter seine Ruhe genießt, über die Mittagszeit, ihre nach Stadtordnung zugesicherte Ruhe zur körperlichen Regeneration erhalten.

Nach GG Art. 2(2) der Bundesrepublik hat jeder Bürger das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Angeblich muß ich das einfordern. Warum ist aber niemand dafür zuständig?

In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort
verbleibe ich mit freundlichem Gruß

Gerd Eickelberg
Glück auf!

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