Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor G. Suchantke-Rackner am 22. Oktober 2013
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Bildung und Kultur

KULTURSTRAND

Sehr geehrter Herr Ude,

bereits im April 2010 hatte ich Ihnen bezüglich des Kulturstrandes geschrieben und durch eine große Resonanz aus der Münchner Bevölkerung, bekam ich auch Ihre persönliche Antwort und der KULTURSTRAND konnte erhalten bleiben.

Nun steht das Thema Platzwahl wieder zur Debatte (siehe Artikel in der SZ vom 20.10.213).

Warum dieses ganze Hick-Hack in den Medien, mit der Stadtverwaltung, mit dem KVR.

Der Kulturstrand ist aus München nicht mehr wegzudenken und eine sommerliche kulturelle Bereicherung in unserer "Weltstadt".

Gibt es in anderen deutschen Städten jedesmal so ein Hin und Her bzgl. des Standortes oder genießen die Menschen dort Ihre "Strände"?

Gerade die Isar macht doch unser Stadtbild aus, das Panorama bei Sonnenuntergang von der Corneliusbrücke, oder die tolle Location am Vater-Rhein-Brunnen mit den vielen Bäumen - dort stimmt einfach alles!!!

Ich denke Sie und auch alle anderen Münchner wissen, wie das ist, wenn man krank im Bett liegt und nur noch Ruhe möchte - die gibt es mit Sicherheit nicht vom Kulturstrand im Nussbaumpark und Beschwerden von Seiten der Klinik und der Patienten sind vorprogrammiert.

Ein Kulturstrand in der Nähe einer Klinik ist nicht erstrebenswert. Ich weiss nicht, wie es zu diesem Vorschlag kam.

Darum mein Anliegen und meine Bitte sich für die Standorte CORNELIUS-BRÜCKE und VATER RHEIN-BRUNNEN einzusetzen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Gabriele Suchantke-Rackner

+282

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Antwort
von Christian Ude am 28. November 2013
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Suchantke-Rackner,

das Thema Kulturstrand beschäftigt den Stadtrat bereits seit vielen Jahren und ich selbst bin als Schirmherr ein großer Befürworter dieses Projektes.

Im Rahmen der Erstellung eines mittelfristigen Gesamtkonzeptes für den Kulturstrand hat der Stadtrat in einem aufwändigen Verfahren zahlreiche Standorte intensiv geprüft. Letztlich wurden mit Beschluss der Vollver- sammlung des Stadtrates vom 15.12.2010 folgende Standorte beschlossen und an „die urbanauten“ als Veranstalter vergeben:

2011: Professor-Huber-Platz
2012: Vater-Rhein-Brunnen
2013: Corneliusbrücke
2014: Sendlinger Tor/Nußbaumpark

Insofern ist die Situation an sich eindeutig und auch dem Veranstalter bekannt. „die urbanauten“ haben sich im Übrigen im Rahmen ihrer damaligen Bewer- bung auch ausdrücklich zum Standort „Nußbaumpark“ - mit allen seinen Schwierigkeiten - bekannt und ausgeführt, diesen Schwierigkeiten im Rahmen ihres Veranstaltungskonzeptes Rechnung zu tragen.

Sie haben allerdings völlig Recht, was den Eindruck betrifft, es gäbe ein „Hick-Hack“ in den Medien bezüglich des Kulturstrandes. Dieser Eindruck entsteht leider nicht zuletzt auf Grund der Art und Weise, wie „die urbanauten“ mit dem Thema vor allem im Hinblick auf die Medien umgehen.

Der Stadtrat hat sich nun noch einmal in der Vollversammlung mit dem Standort für den Kulturstrand 2014 befasst und eine Verlagerung vom Nußbaumpark an den Vater-Rhein-Brunnen abgelehnt. Ich bin aber sicher, dass ein kreativer Veranstalter, der ursprünglich mit dem Anspruch angetreten war, „Un-Orte“ zu bespielen, auch – wie von ihm in seiner Bewerbung ja bereits zugesagt - für den Nußbaumpark ein geeignetes Konzept entwickeln kann.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Dr. Stefan Engelsberger
    am 29. Oktober 2013
    1.

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister !

    Nicht alle finden es gut, dass der öffentliche Raum immer mehr gewerblich genutzt wird. Der Vater-Rhein-Brunnen wurde letztes Jahr denjenigen genommen, die die Ruhe in dieser Grünanlage am Denkmal schätzen und sich dort nicht mehr bewegen konnten.
    Warum bekommt ein Gastwirt überhaupt eine Genehmigung für eine Freischankfläche im Brunnen, einem Denkmal und in einem Landschaftsschutzgebiet? Gibt es überhaupt keinen Schutz mehr vor "Events" und Kommerzialisierung?

    Was sollen denn wir normalen Bürger und Steuerzahler machen, wenn uns der öffentliche Raum weiterhin genommen wird? Sollen wir eine Sonderabgabe für diese Grünanlagen zahlen?

    Zahlen eigentlich die Urbanauten eine Sondernutzungsgebühr? Wie hoch ist denn diese? Wir könnten ein Angebot an die Stadt machen für die Freihaltung schöner Plätze. Der Meistbietende könnte dann den Zuschlag bekommen.

    Eine so reiche Stadt wie München sollte es sich leisten können, auf Freischankflächen in Landschaftsschutzgebieten zu verzichten.

    MfG Dr. Engelsberger, München-Lehel

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