Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Peter Kiss am 23. August 2011
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Mobilität und Verkehr

Kritikwürdige Straßenverkehrssituation in Feldmoching

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

Ich wohne in der Dülferstraße im Bereich zwischen Lerchenstraße und Schaarschmidtstraße, an der Ecke der Kreuzung Schaarschmidtstraße/Dülferstraße. Dieser Bereich ist als 30-er Zone ausgewiesen.

Die Schaarschmidtstraße ist im Kreuzungsbereich als verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert, umgangssprachlich auch als „Spielstraße“ bezeichnet.
Laut dieser Kennzeichnung ist folgendes Verhalten vorgeschrieben:
•der Fahrzeugverkehr muss Schrittgeschwindigkeit einhalten
•die Fahrzeugführer dürfen die Fußgänger weder gefährden noch behindern, wenn nötig müssen sie warten.
Beide Vorschriften werden i.d.R. nicht eingehalten. Fahrzeugführer motorisierter Fahrzeuge wie PKWs, LKWs, Motorräder u.s.w. fahren mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch und ignorieren zudem in diesem Bereich wiederholt die“ Rechts vor Links“ Regelung. Will ein Passant die Straße überqueren, muss er einen Spurt einlegen, länger warten oder auf einen Fahrzeugführer hoffen, der sich vorschriftsmäßig verhält. Vor allem ist zu bemerken, dass in diesem Verkehrsbereich viele Mütter ihre Kinder in den naheliegenden Kindergarten in der Josef-Frankl-Straße bringen.

Nachdem die Dülferstraße bekannterweise die Einfallstraße u.a. aus dem Dachauer Hinterland, Schleißheim, Lohhof u.s.w. in die Stadt München darstellt, ist das Verkehrsaufkommen zu bestimmten Zeiten – Arbeitsbeginn bzw. Arbeitsende der Verkehrsteilnehmer (= Berufsverkehr) – immens hoch. Somit summieren sich die o.g. Übertretungen erheblich.

Auch nachts ist es mit der Ruhe nicht weit her. Dann fahren die Leute aus dem o.g. Umkreis, die Veranstaltungen oder Ähnliches in der Stadt besucht haben, in flottem Tempo wieder nach Hause.

Ein weiteres Problem stellt sich wie folgt dar:
An der Ecke der Kreuzung Schaarschmidtstr./Dülferstr. sind an den Gehsteigen die Randsteine abgesenkt. Sind die Fahrzeugführer stadtauswärts unterwegs, so benützen sie oft den Gehsteig als zusätzliche Fahrbahn. Da nützt die zu weit vom Randstein entfernt im Gehsteig Richtung stadtauswärts angebrachte Rohrbarriere, in deren Mitte ein weißes rechteckiges Schild mit Pfeilen Richtung stadtauswärts angebracht ist, auch nichts. Das Auffahren auf den Gehsteig kommt vor allem dann vor, wenn Fahrzeuge auf der anderen Straßenseite parken und Gegenverkehr herrscht. Die Anwohner im Haus mir gegenüber wurden beim Betreten des Gehsteigs mehrmals durch das unzulässige Auffahren der Fahrzeugführer auf den Gehsteig gefährdet. Als Sofortmaßnahme wäre in Erwägung zu ziehen, die Randsteine im Bereich vor der Barriere zur Fahrstraße hin so weit zu erhöhen, dass zumindest ein Auffahren auf den Gehweg mit erhöhter Geschwindigkeit verhindert wird.
Nachdem der Durchgangsverkehr bereits öfter parkende Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen hat – vor allem beschädigte bzw. abgerissene Außenspiegel sind zu verzeichnen – wird ein Großteil der PKW der anliegenden Bewohner bis weit in den Fußweg hinein geparkt, so dass z.B. Mütter die Kinderwägen schieben sich - wenn überhaupt noch genügend Platz vorhanden ist – vorbeizwängen müssen. Außer diesem Übel stellt sich auch noch die Frage, ob das Abstellen der PKW auf Gehsteigen zulässig ist.
Letztlich sei noch angemerkt, dass die Anwohner seit Jahrzehnten die geschilderten Belastungen erleiden müssen. Wir wären sehr dankbar, wenn für Entlastung gesorgt werden könnte.

Ich habe folgende Bitten bzw. Anträge an die Stadt München:

1 .Gibt es eine Möglichkeit die Dülferstraße im beschriebenen Bereich vom Durchgangsverkehr zu entlasten.

2. Kann regelmäßig die Einhaltung der Verkehrsregeln, sei es in Hinsicht auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit oder auf das Verhalten der Fahrzeugführer in einem verkehrsberuhigten Bereich, durch die Polizei überprüft werden.

3. Kann das regelgerechte Parken irgendwie bewerkstelligt werden. Dies hätte auch den Vorteil, dass der Durchgangsverkehr bei eventuellem Gegenverkehr nicht „freie Fahrt“ hätte. Bedingt durch das bisherige Parkverhalten den Gehsteig teils weit über die Hälfte seiner Breite als Parkplatz zu benützen, haben zwei sich begegnende Fahrzeuge, trotz des parkenden Fahrzeugs, die Möglichkeit sich aneinander „vorbeizuquetschen“.

4. Erhöhung der Randsteine wie beschrieben

Wir Betroffenen wären Ihnen, Herr Oberbürgermeister, zu großem Dank verpflichtet, wenn Sie uns in irgendeiner Weise "Linderung" verschaffen könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Kiss

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