Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Z. Földvári am 12. März 2010
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Sonstige

Krippenplatz für "städtische" Mitarbeiter

Sehr geehrter Herr Ude,

ich bin Assistenzärztin im Städtischen Klinikum München GmbH. Im September 2009 habe ich mein drittes Kind bekommen, seit Januar 2010 arbeite ich wieder in Teilzeit. Ich habe ausschließlich deswegen so schnell die Arbeit wieder aufgenommen, weil mein Chef darauf bestanden hat. Da ich in einem sehr speziellen Fach qualifiziert bin, konnte er keine Vertretung für mich finden.
Für mein Kind habe ich eine Tagesmutter angestellt, was mit großen Kosten verbunden ist. Das führt dazu, dass ich im Moment weniger Geld zur Verfügung habe, als wenn ich mit meinem Kind zu Hause bleiben würde. Meinen Sohn habe ich lange vor seiner Geburt in mindestens 10 städtischen Kinderkrippen angemeldet. Nun liegen mir seit einigen Tagen die Absagen schriftlich vor. Ich war nun fest davon überzeugt, als städtische Mitabeiterin mit Hilfe eines Kontingenscheins doch noch einen Krippenplatz für meinen Sohn zu erhalten. Heute habe ich jedoch erfahren, dass die Stadt an die Mitarbeiter des Klinikums keine Scheine mehr verteilt. Die ehemaligen Kinderkrippen der städtischen Krankenhäuser sind seit einigen Jahren in der Obhut der Stadt. Auf diesem Wege hat man also auch keine Möglichkeit einen arbeitsplatznahen Betreuungsplatz für das Kind zu bekommen. Das bedeutet für mich, dass ich trotz des von meiner Seite sehr großen Opfers mein wenige Monate altes Kind in fremde Hände zu geben, keine Chance habe weiter zu arbeiten, da ich ab September mit dem Wegfallen des Elterngeldes mehr Geld für die private Betreuung ausgeben würde, als ich verdiene. Zudem verstärkt diese unverständliche Entscheidung die Vorbehalte vieler Chefs vor Mitarbeiterinnen mit Kindern und verstärkt so meine Angst den Arbeitsplatz zu verlieren.
Zu meiner Vorgeschichte gehört, dass ich für meine anderen beiden Kindern trotz sehr frühen Anmeldens auch keinen Krippenplatz bekommen habe und dass ich meine Assistenzarztstelle im Harlachiger Krankenhaus nach der Geburt meines zweitens Kindes verloren habe.
So unsozial kann doch eine Stadt gar nicht sein, so viele Steine kann man doch gar nicht in die Wege rollen!
Geben Sie wieder Kontingentscheine an die Mitarbeiter der städtischen Krankenhäuser, als letzte Hoffnung für einige soziale Berufe!
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Zsuzsanna Földvári

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