Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Antonie Otzdorf am 14. November 2011
5416 Leser · 83 Stimmen (-2 / +81) · 3 Kommentare

Planen und Bauen

Krippenplanung Hayler str

Sehr geehrter Herr Ude,

Betrifft geplante Krippe Hayler/Donaustaufer Strasse.

Mit Überaschung habe ich bei einer Veranstaltung mit Ihrer Parteikollegin Salzhuber vernommen, dass der von den Kindern der Gegend so beliebte Bolzplatz einer Kinderkrippe weichen soll, obwohl die Kinder sogar bei einer Veranstaltung im <Pelkovenschlössl (jetzt red ich) darum nachersucht haben.
Mir als Erwachsenem, der hier mit 2 Kindern im Krippen- und Kindergartenalter lebt ist dabei nicht klar, wieso den Kindern hier dieses Gebiet weggenommen werden soll, mit dem Verweis auf den kommenden Spielplatz vorne an der Holledauer Strasse. Dieser Platz ist für Kinder in diesem Alter viel zu weit weg um ihn alleine besuchen zu dürfen. Zumal der Weg dorthin ungesichert und ohne Zaun an der Bahnanlage entlang führt, was viele Eltern schon mehrfach bemängelt haben. Mir ist auch nicht klar, wie Eltern Ihre Kinder in der Krippe abgeben sollen, die nur über eine Sackgasse erschlossen ist, in der jetzt schon morgens durcheinander herrscht, weil sie zu klein ist, dass alle gleichzeitig wegfahren können. Es gibt keinerlei öffentlichen Anschluss im Umkreis von 20 min Fußmarsch und die Familien in der Gegend haben überwiegend Kinder ab KiGa alter Aufwärts, also in 2013 keinen Bedarf an Krippe. Stattdessen schlage ich vor neben dem Kindergarten Josef Knogler Strasse Richtung Eininger Strasse eine Krippe zu planen. Folgende Vorteile: öffentlich erreichbar, da der Bus über die Dachauer Str. fährt. Mit dem Auto über die ausreichend große Eininger Strasse anfahrbar. Nähe zu 2!! weiteren Spielplätzen ist unmittelbar (Günzburger Platz und Eggmühler Str.) und die Wiese selber dort ist ausreichend groß, dass Platz bliebe für einen Rest Wiesenfläche zum bolzen und gegenüber am Günzburger Platz bleibt ja auch die Wiese frei. Sonst nehmen Sie den Kindern hier in der Gegend Hayler/Donaustaufer Str. im wahrsten Sinne die letzte freie Fläche, die ein Fünfjähriger alleine besuchen darf.

Wir alle hier in der Gegend würden uns freuen, wenn Sie und Frau Salzhuber diese Planungen noch einmal gründlich überdenken könnten und uns ggf. informieren, wie die neue Krippe denn angefahren werden soll, denn öffentlich wie gesagt kommt man nicht hin. Und es würde die gegend schon sehr belasten, morgen mit zusätzlichem Pendelverkehr angefahren zu werden.

+79

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Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Gudrun Limpert-Deser
    am 15. November 2011
    1.

    Das sehe ich ziemlich genau so.
    Es ist sogar nicht nur in 2013 kein Bedarf im Viertel für eine Kinderkrippe, sondern die nächsten 15 Jahre nicht, wenn man die momentane Altersstruktur der Kinder in den ansässigen Familien betrachtet. An dieser Stelle eine Krippe zu planen, die ausschließlich von Leuten genutzt wird, die nicht hier wohnen, sondern ihre Kinder mit dem Auto bringen und holen müssen, ist in einer für so einen Parteienverkehr völlig unzureichend ausgebauten Lage eine absolute Zumutung. Wegen der Sackgassensituation ist die Zufahrt gleichzeitig Ausfahrt und es gibt weder Wendemöglichkeiten, noch Parkplätze. Das ergibt nicht nur Verkehrschaos, sondern gefährdet massiv die Schulkinder, die hier in großen Scharen morgens auf dem Weg zur Schule genau diese engen Straßen benutzen müssen.
    Die Krippe ist an diesem Standort genauso sinnvoll, wie z.B. eine Skateranlage im Hof einer Seniorenresidenz.

  2. Autor Michael Spangler
    am 16. November 2011
    2.

    Ich möchte mich der Autorin wie auch dem Kommentar uneingeschränkt anschließen. Hinzufügrend möchte ich betonen, dass schon in der Vergangenheit in diesem Viertel keine besonders überdachte Stadtteilplanung betrieben wurde: Durch die schon angeprochene Enge in den Straßen (es existieren viel zu wenige Parkflächen!) entsteht durch parkende Autos dauerhaft eine ernst zu nehmende Gefährdung für die spielenden Kinder auf den verkerhsberuhigten Straßen, die eigentlich u.a. dafür da sein sollten, dass sich hier Kinder auch zum Spielen ohne größere Gefährdung aufhalten können. Da von polizeilicher Seite hier trotz mehrfacher Bitte von Anwohnern weder regelmäßig das Falschparken angemahnt, noch das Zu-schnell-Fahren per Blitzer (Fahrtempo 50 statt der vorgeschriebenen 6 km/h sind nicht die Ausnahme, sondern eher der Normalfall, v.a. bei Parcelservice u.ä.m.) eingeschränkt wird, kommt es ohnehin zu einer permanenten Problemsituation in dieser Wohnecke. Wenn nun diese Situation auch noch verschärft wird, obwohl die Krippenplanung aus den in den Kommentaren beschriebenen Gründen sowieso äußerst fragwürdig erscheint, halte ich die politische Entscheidung für in hohem Maße verantwortungslos!

  3. Autor Pia Meyer
    am 20. November 2011
    3.

    Auch ich stimme der Autorin zu. Dieses Gebiet ist bisher ein reines Wohngebiet ohne entsprechende Infrastuktur, welche für eine Kinderkrippe vorhanden sein sollte: es fehlt die öffentliche Anbindung, es fehlen öffentliche Spielplätze für Kleinkinder, welche gefahrlos erreicht werden sollen und es fehlen Parkmöglichkeiten. Die einzigen Spielmöglichkeiten für kleiner Kinder hier in der Nähe (Wiese) wird entfernt und die weiteren Spielmöglichkeiten (verkehrsberuhigte Strasse) wird durch zusätzlich zu erwartenden Verkehr eingeschränkt. Ist dies Familienfreundlichkeit, mit welcher die Stadt aufttreten möchte?
    Ich finde es leider immer wieder erschreckend, wie die Stadt München hier ihrer Wohnplanung hinter her hinkt: wenn hier eine Krippe sinnvoll gewesen wäre, dann vor ca. 10 Jahren, als in dieses Gebiet neuer Wohnraum entstand.

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