Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor K. Jacoby-Schlüßlhuber am 28. Februar 2013
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Gesellschaft und Soziales

Krematoriumsmißstand Ostfriedhof

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

meine Frage / Bitte / Wunsch heute an Sie:

da es immer schmerzlich ist, einen Menschen zu verlieren und zur Trauer eine Reihe von Formalitäten hinzukommen, hat es nun einige Zeit gedauert, bis ich die Zeit dazu gefunden habe, mich an Sie zu wenden. Vergangenen Oktober ist leider mein Vater verstorben, er wurde im Krematorium am Ostfriedhof aufgebahrt und dort fand auch die Trauerfeier statt.

Zunächst zur Aufbahrungshalle:

natürlich sind Bestattungen in einer großen Stadt wie München nicht mit Bestattungungen auf einem ländlichen Dorf zu vergleichen, aber die Aufbahrungshalle könnte inzwischen ja schon einmal ein paar Verschönerungen vertragen. Man kommt sich vor, als ob dort seit den 50ern nicht mehr viel passiert wäre. Besonders pietätvoll ist es dort nicht, die Kerzenhalter mit elektrischen Birnen könnten in der Tat wenigstens einmal abgestaubt werden, ebenso wie die künstlichen Buchsbäume neben den Särgen, die man ja auch wenigstens einmal abwaschen könnte. Dort lagert wirklich der Schmutz der Jahrhunderte. Von den uralten Vorhängen und daß man vielleicht auch einmal malern könnte, einmal ganz zu schweigen.

Parkplätze:

Auch die Parkplatzsituation ist eher ungenügend - wer nicht gleich ganz in der Früh dran ist, kann eventuell noch beim V-Markt in der Nähe parken (was der aber sicherlich auch nicht gerne hat), ansonsten wird es leider schwierig, pünktlich zur Trauerfeier zu gelangen.

Trauerfeier selbst:

Auch in der Halle wieder total verstaubte elektrische Kerzenhalter und Buchsbäume neben dem Sarg, die offenbar seit Jahren nicht gereinigt wurden und wenigstens bei den Trauerfeiern wären echte Kerzen doch kein Unding, oder? Die Trauerfeier selbst eine wahre Massenabfertigung! Man hat uns gesagt, der Pfarrer hätte ca. 10 Min. für seine Rede, zwei Lieder könnten gespielt werden und wir müssten spätestens nach 30 Minuten wieder draussen sein, da dann bereits die nächste Beerdigung stattfinden würde. Wir hatten offenbar noch großes Glück, daß unsere Trauergäste nicht gleich noch regelrecht nach draußen gescheucht wurden. So ehrt man doch keine Toten??? Dann muß hier halt mehr Zeit eingeplant werden.

Als echte Münchnerin und auch als Journalistin hat mich die ganze Angelegenheit wirklich nahezu schockiert - leider erfährt man solche Zustände nur, wenn man selbst gerade direkt betroffen ist, schön ist aber in der Tat etwas anderes. Hier muss meiner Meinung nach wirklich dringend etwas geschehen, die Menschen in ihrer Trauer zu unterstützen und nicht noch gleich eines obendrauf zu setzen. Wir waren alle sehr enttäuscht von unserer Stadt.

Uns so frage ich: was können wir hier für unsere lieben Verstorbenen tun?

Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen und für Ihr feedback in dieser Angelegenheit!

Ihre Karin Jacoby-Schlüßlhuber

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