Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Leopold Schuller am 05. Februar 2010
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Gesellschaft und Soziales

KITA-Streiks - Geldknappheit kein akzeptables Argument

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister;
aus meinem kürzlichen Brand-Brief per eMail an Dr. Böhle
zum Thema ´KITA-Streiks - Geldknappheit kein akzeptables Argument´ mit der Bitte auch um Ihre Intervention selektiere ich Ihnen hiermit auf Empfehlung durch Ihre ´direktzu Christian Ude´-Redaktion den Sie betreffenden Anteil mit der Bitte um Prüfung und weitere Veranlassungen:

.... Ich bin mir vielen Kollegen einig, dass wir uns die gebetsmühlenartigen Beteuerungen, es gäbe kein Geld für die Aufstockung der schändlichen Erzieher-Gehälter nicht mehr bieten lassen können.
Ich möchte hiermit auch den Herrn Oberbürgermeister von München, Dr. Christian Ude bitten, sich mit der ganzen Autorität seiner Person einzubringen, dass Land und Bund gezwungen werden, mehr Geld den Kommunen zur Verfügung zu stellen.
Herr Dr.Ude, mit Verlaub gesagt, ist es auch Ihre Verantwortung, hier Abhilfe zu erzwingen. Es ist nicht mehr einzusehen, dass für die Banken-Rettung Milliarden so ganz fix bereitgestellt werden, aber für sozial dringend notwendige Verbesserungen nicht. Es ist nach wie vor ein Skandal, wie schlecht die ErzieherInnen bezahlt werden. Die Aufstockungen aus dem Jahr 2009 sind geradezu ein Witz. Bitte treten auch Sie umgehend an Land und Bund massiv heran (nur wie bisher reden hilft da nicht mehr), dass hier Gelder - gewiss auch über neue Schulden - bereitgestellt werden. Was für die Banken - angeblich - Recht ist, muss es erst recht für die ErzieherInnen sein.
Sorry wegen dieser gewiss etwas ruppigen Formulierungen, aber die Fakten lassen meiner Meinung nach keine vorsichtigen, höflichen Formulierungen mehr zu. Die Thematik ist zu ernst, als dass wir sie hier länger ´vergeigen´ dürfen. Die Erziehung unserer Kinder ist DAS THEMA für den Erhalt unserer Positionen in der globalen Wirtschaft. Wir sind es unseren Kinder schuldig. Sie werden uns später nämlich - zurecht - fragen, warum wir zuließen, dass massenweise Geld den Banken in den Rachen geworfen worden wurde, sie (unsere Kinder) dafür noch über Jahrzehnte blechen müssen, die Bildungsausgaben sträflich vernachlässigt wurden und sie deswegen im Wettbewerb mit Schwellenländern das Nachsehen hatten.
Bitte haben Sie den Mut, Bund- und Länder-Verantwortlichen die Stirn zu bieten.
Im voraus für Ihren Einsatz dankend verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.
Ing. Leopold Schuller (58 J) / München.

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