Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Angela Bergmann am 09. Januar 2014
7721 Leser · 166 Stimmen (-42 / +124) · 1 Kommentar

Freizeit und Sport

Kinderyoga in Grundschulen

Sehr geehrter Herr Ude,

ich möchte Ihnen gerne eine Frage stellen zu folgender Antwortmail meines Antrages der Raumnutzung für Kinderyoga in einer Städtischen Grundschule:

-------------------------------------------Sehr geehrte Frau Bergmann,
Sie haben am 26.11.2013 einen Antrag auf Raumüberlassung in der Grundschule gestellt, um dort Kinderyoga durchzuführen.

Dazu möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen:

Der Stadtrat der Landeshauptstadt München hat in der Vollversammlung am 02.07.2003 beschlossen, dass freiberuflichen bzw. gewerblichen Anbietern keine Schulräume zur Verfügung gestellt werden. Ausnahmen wurden nur für privaten Musikunterricht, Fremdsprachenunterricht und Selbstbehauptungskurse erteilt.

Obwohl der Elternbeirat das Angebot befürwortet und "Kinderyoga-Angela" in einer Projektwoche vorgestellt wurde, können Ihnen leider keine Räume in einer Münchner Schule überlassen werden, da Sie als freiberufliche Anbieterin tätig sind und die im Stadtratsbeschluss vom 02.07.2003 genannten Ausnahmen nicht auf die geplanten Yoga-Kurse zutreffen.

Es tut mir sehr Leid, dass ich Ihnen keinen günstigeren Bescheid geben kann. Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass das Referat für Bildung und Sport nach den Regelungen des o. g. Stadtratsbeschlusses diese Entscheidung treffen muss.

Ein Abdruck meines Schreibens wurde zur Information an den Elternbeirat und an die Schule geleitet.

Mit freundlichen Grüßen

--
LHM, Referat für Bildung und Sport, Zentrales Immobilien-Management (ZIM) - Vermietungen (VM),
80335 München, Bayerstraße 28

Dienstgebäude:
Schwanthalerstraße 40

Elektronische Kommunikation mit der Landeshauptstadt München - siehe:
http://www.muenchen.de/ekomm-----------------------------...

Nun zu meiner Frage Herr Ude:

Dieser Beschluss ist älter als 10 Jahre!!

Wäre es möglich die heutige Problematik (ADHS, Konzentrationsmangel, Übergewicht, Bewegungsmangel usw.) unserer Grundschulkinder, nicht zuletzt durch ständig wachsenden Leistungsdruck bereits in der Grundschule, neu zu überdenken?
Ich würde nämlich schon gerne diesen Kindern helfen, sich wieder besser konzentrieren zu können und zu mehr Bewegung in der Schule verhelfen. Ein Projekt in einer ersten Klasse mit nur 45 Min. hat bereits gezeigt, dass es möglich ist und es gibt auch mehrere Studien darüber, die ich Ihnen gerne zukommen lasse, wenn Sie Interesse daran haben.

Helfen Sie bitte mit, unsere Kinder nicht nur einmal im Jahr beim Stadtradeln, sondern ganzjährig in Bewegung zu bringen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Ich freue mich auf eine positive Rückmeldung, gerne unter:
info@kinderyoga-angela.de

Ihre Angela Bergmann

+82

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Antwort
von Christian Ude am 27. März 2014
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Bergmann,

Ihre Anregung die Vorgaben von 2003 zu Raumüberlassungen in Schulen zu überdenken, nehme ich gerne auf.

Leider hat sich die Situation im Vergleich zu 2003 erheblich verschärft. Viele Klassenzimmer in Grundschulen werden mittlerweile im Rahmen von Ganztagsklassen und Betreuungsange-boten bis in den späten Nachmittag genutzt. Zudem hat sich seit 2003 das Angebot an außerschulischen Aktivitäten erheblich gesteigert, so dass es dem Referat für Bildung und Sport zunehmend schwer fällt, weitere Raumnutzungen zu ermöglichen.

Für Ihr Problem sehe ich jedoch eine andere alternative Lösungsmöglichkeit: Nachdem Kinderyoga eine sportliche Aktivität ist, besteht die Möglichkeit stundenweise eine städtische Kleinsporthalle anzumieten. In Sportanlagen sind kommerzielle Angebote nach dem Beschluss von 2003 durchaus zugelassen. Diese Lösung hätte auch den Vorteil, dass keine Tische und Bänke im Weg sind, an denen sich die Kinder verletzen könnten. Da die meisten Kleinsporthallen nicht durchgängig belegt sind, dürfte sich eine Möglichkeit für Ihr Sportangebot finden lassen. 

Bitte wenden Sie sich an das Zentrale Immobilienmanagement im Referat für Bildung und Sport unter der Telefonnummer 233-66530/32.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Angela Bergmann
    am 11. Januar 2014
    1.

    Danke für die schnelle Reaktion vieler Leser.
    Anscheinend ist das Thema doch sehr interessant,
    was mich sehr freut!

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