Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Katharina Fischer am 15. Januar 2014
4992 Leser · 148 Stimmen (-22 / +126) · 3 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Kinderkrippe und Kindergarten

Sehr geehrter Herr Ude,

als Mutter eines 9 Monate alten Babys bin ich auf der Suche nach einem Krippenplatz. Meine Familie wohnt seit mehreren Generationen in München-Obermenzing.

Drei Probleme bezüglich Kinderkrippen bedrücken mich:

1) In Obermenzing gibt es nur eine einzige städtische Krippe und die Wartezeit für einen Krippenplatz beträgt dort zwei Jahre

2) Ein Platz in einer private Kinderkrippe in Obermenzing kostet bis 850 EUR pro Monat. Dazu kommen weitere Gebühren z.B. 300 EUR Anmeldegebühr und 250 EUR jährliche Service-Pauschale

3) Auf meine Nachfrage bei der städtischen Servicestelle U3 wegen eines freien Krippenplatzes in München teilte man mir mit, dass ich selbst alles privaten Krippen einzeln anrufen müsste und nach freien Plätzen fragen müsste, da die Stadtverwaltung keinen Überblick über frei Krippenplatze in ihrem Stadtgebiet hat.

Meine Fragen an Sie:

1) Warum genehmigt die Stadt München so viele neue Wohnungen in Obermenzing und damit den Zuzug von Familien und tut so wenig für die Familien insbesondere für die Kinderbetreuung?

2) Finden Sie es berechtigt, dass ein privater Krippenplatz ca. 10000 EUR pro Jahr kostet und nur sehr wenige Münchner Bürger in den Genuss eines günstigen städtischen Krippenplatzes kommen?

3) Warum hat die Stadt München kein Onlinesystem für freie Plätze bzw. Anmeldungen für KiTas wie z.B. Dresden? https://kita-anmeldung.dresden.de/elternportal/#{2}

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Kateryna Mostova

+104

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  1. Autor Monika Häusler
    am 24. Februar 2014
    1.

    Als gebürtige Münchnerin (in Pasing/Obermenzing aufgewachsen) möchte ich zu Ihren Fragen folgendes anmerken:

    1) Der Zuzug nach München hält ungebremst an. In Franken, Oberpfalz sowie Niederbayern vergreisen dafür ganze Landstriche, weil dort die jungen Leute/Familien mangels Arbeitsplätzen oder Perspektiven wegziehen. Dort werden Schulen geschlossen, Kindergärten sind nur noch halb voll und die Mieten sind dort auch immens günstig (Häuser stehen leer...).

    Wenn mehr Menschen nach München kommen, muss mehr gebaut werden und zwar überall, wo (noch) Flächen für Wohnungsbau vorhanden sind. Also auch in Obermenzing. Die Flächen für den Wohnungsbau reichen nach jüngsten Gutachen für den prognostizierten Zuzug nicht aus, sodass die Mieten trotz Wohnungsbau oder Nachverdichtung NICHT sinken werden. Ist Fakt, und da kommen wir nicht drum herum.

    Wenn wir außerhalb München bzw. Oberbayern Arbeitsplätze schaffen könnten, sich Unternehmen in Regionen mit mangelndem Breitbandausbau und nur unzureichender Verkehrsinfrastruktur etc. ansiedeln würden, wäre München entlastet. Das ist aber Aufgabe der Bayer. Staatsregierung (CSU)!

    Daneben darf ich Ihnen versicheren, dass viele Ur-Münchner nicht gerade begeistert sind, dass jeder Fleck in München zugebaut wird und der Charme Münchens zunehmend verloren geht.

  2. Autor Monika Häusler
    am 24. Februar 2014
    2.

    2) Wo die Stadt München Eigentümerin ist, kann sie Kinderbetreuung einrichten. Wenn ein anderer Eigentümer seine Fläche an einen privaten Betreiber von Kinderbetreuung vermietet, dann kann die Stadt München wenig ausrichten. Der Stadt München sind nämlich gesetzlich Grenzen für die Höhe von Anmietungen gesetzt. Welche Gebühren der private Träger für Kinderbetreuung ansetzt, darauf hat die Stadt München keinen Einfluss. Wie denn auch? Die Stadt München kann den Eltern allerdings Zuschüsse zu diesen (teuren) Plätzen von privaten Betreibern gewähren. Dies steht auch meist auf der Homepage der privaten Treiber von Kinderbetreuungseinrichtungen. Weitere Informationen gibt Ihnen die Stadt München oder das für Sie zuständige Sozialbürgerhaus.

  3. Autor Monika Häusler
    am 24. Februar 2014
    3.

    3) So ein Onlinesystem wird gerade aufgebaut. Wobei in Dresden nicht angezeigt wird, ob und wo freie Plätze vorhanden sind. Da lautet es "Um sich vorab einen Überblick über das Betreuungsangebot der Stadt Dresden zu verschaffen, können Sie hier durch die Verwendung verschiedener Filter die Einrichtung finden, die Ihren Wünschen am ehesten entspricht."

    Die Leitungen der Kitas stellen die Gruppen nach Geschlecht und Alter zusammen. Erst müssen sich die Eltern anmelden, dann wird zusammengestellt. Weil die Eltern sich immer bei mehreren Einrichtungen anmelden, kann nie festgestellt werdne, wo noch Plätze frei sein könnten und wie die Leitung der Kita aus genannten Gründen entscheiden wird.

    Davon abgesehen gibt es auch Eltern, die sich vor Ort ein Bild von der Kita machen wollen (empfehlenswert) und erst dann anmelden. Dem Kind zuliebe und so einen persönlichen Eindruck kann kein Onlinesystem ersetzen.

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