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Autor Christian Ude am 29. Juli 2013
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Sonstige

Kindergartenplätze

Sehr geehrter Herr Ude,
ich wende mich direkt an Sie, denn Sie haben ja gute Ideen, wie es mit unseren Kindern, Enkelkindern weiter gehen kann.
In unserer Familie tritt im Augenblick das Problem auf, dass unsere beiden Enkelsöhne (3Jahre alt) keinen Kindergartenplatz bekommen können.
Beide besuchen bisher eine private Krippe und das gerne und für beide konnte bisher kein Anschlußplatz gefunden werden.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar, denn beide sind vor 3 Jahren in München geboren worden und nicht plötzlich vom Himmel gefallen.
Beide Elternpaare arbeiten, müssen es auch aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten, beide sind eigentlich wohlsituiert wenn man so will, trotzdem würde die fehlende Betreung der "Großen" (es gibt noch kleinere Geschwister) einen Rattenschwanz nach sich ziehen.
Unser ältester Sohn ist Krankenhausarzt mit den entsprechenden Arbeitszeiten und auch dem entsprechenden Gehalt, seine Lebensgefährtin ist Hebamme in freier Praxis. Auch diese verdienen leider nicht üppig. Für die junge Familie steht jetzt an, dass einer die Berufstätigkeit aufgeben muss und das empfinde ich als unmöglich.
Im Fall, dass unsere zukünftige Schwiegertochter diesen Part übernimmt, würde dies einen Rückzug aus ihrer Praxis bedeuten, die im übrigen schon bis Dezember ausgebucht ist,
Es besteht nämlich auch ein eklatanter Mangel an Hebammen.
Im zweiten Fall handelt es sich um ein junges Start-up Unternehmen und diese beiden jungen Leute arbeiten unglaublich viel. Sie kommen finanziell so gerade über die Runden, sind aber begeistert von ihrem Projekt und erwarten jeden Tag den Durchbruch. Unser 2. Sohn ist Dr.Ing und seine Frau Diplom-Kauffrau.
Nun zu mir, ich arbeite noch im Bereich der Behindertenarbeit, kann also die Versorgung meiner Enkelkinder nicht übernehmen.
Beide junge Familien haben sich überall für Plätze beworben, es wurden bereits sogar von 3 privaten Kindergärten schon Absagen erteilt.
Es ist mir wirklich rätselhaft, weshalb es keine Plätze gibt.
Wenn es für Jakob z.B. keinen Kindergartenplatz gibt, fehlt eine Hebamme, die ebenfalls händeringend gesucht wird.
Wir Großeltern haben eine große Famile, 5 Kinder waren es, aber mit solchen Schwierigkeiten hatten wir nicht zu kämpfen, Klar unsere Kinder waren nicht in der Krippe, aber ab drei war jeder im Kindergarten.
Ich hatte das Glück immer Teilzeit arbeiten zu können, seit 15 Jahren bin ich im Rahmen der Frühförderung der Lebenshilfe als Physiotherapeutin tätig. Meine Rentenansprüche sind gering, um das geht es mir aber nicht, mein Lohn sind meine gut geratenen Kinder. Dazu, also zum gut geraten haben auch die Kindergärten beigetragen.

Also meine Frage an Sie, Sie werben für Bildung und die fängt im Kindergarten an, heute ist ein großer Artikel in der SZ, dass es für alle Kinder einen Platz gibt, aber wo sind diese Plätze in München versteckt ?

Mit freundlichen Grüßen
Helga Kreuzer

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