Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Andreas Schilling am 02. April 2012
4312 Leser · 111 Stimmen (-7 / +104) · 1 Kommentar

Bildung und Kultur

Kindergarten

Lieber Herr Ude,

ich bin Vater einer Tochter, die im September drei Jahre wird. Eigentlich sollte sie in den Kindergarten gehen - sie hat ja einen Rechtsanspruch. Leider haben wir als Eltern nur Absagen erhalten. Das ist schon traurig, wo München doch zu den reichsten Städten in Deutschland zählt und mit Kinder- und Familienfreundlichkeit geworben wird. Beschämend auch das Verfahren, in dem der schneller zum Ziel kommt, der nicht mehr von der Matte weicht, und die Absage, die auf einem roten Papier verschickt werden - der rote Brief als Mahnmal! Die Krönung dann noch: Dass für Angestellte der Stadt Plätze mal einfach so frei gehalten werden und das noch dazu bis Ende Juni! Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Stadtangestellte als Primi inter Pares?

Was also tun? Ihnen schreiben - schön und gut. Ich gehe mal davon aus, dass Sie auch mich vertrösten werden auf die Nachrücker, und mir empfehlen, mich weiterhin in den Kindergarten vorzustellen. Muss ich mich in einem Sozialstaat für einen Kindergartenplatz wirklich anbiedern? Traurig, aber wohl war...

Meine Frage: Wo kann ich den Rechtsanspruch in der Landeshauptstadt nun geltend machen? Ich bin gespannt, wie es in München mit der Rechtsstaatlichkeit aussieht.

Beste Grüße
Ihr
Andreas Schilling

+97

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Stefan W.
    am 15. Mai 2012
    1.

    Eine Neiddebatte gegen städtische Angestellte lostrampeln? Ich als Arbeitgeber würde auch dafür sorgen, dass meine Angestellten einen Platz in meinen Einrichtungen bekommen und sie mir somit als Arbeitskraft zur Verfügung stehen. Es gab ja mal eine Zeit in einem Teil Deutschlands Betriebskindergärten und -krippen und da zählte für die Firmen nicht nur die Gewinnmaximierung, sondern auch die soziale Verantwortung für ihre Mitarbeiter.

    Statt hier nur die Verantwortung vom Kapital bzw. ihrem Arbeitgeber auf den Staat abzuwälzen sollten Sie sich lieber einmal fragen, warum ihr Arbeitgeber keinerlei Anstrengungen unternimmt ihnen einen Platz bereitzustellen bzw. zu verschaffen. Hört seine soziale Verpflichtung nach dem GG mit der Gehaltszahlung bereits auf?

    Grundsätzlich haben Sie allerdings recht, dass es allgemein zu wenig Plätze gibt und daher stimme ich für Ihren Antrag ab.

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