Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Yasemin Beken am 13. März 2012
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Gesellschaft und Soziales

Kinderbetreuung für Erzieherpersonal

Sehr geehrter Herr Ude,

ich bin seit nunmehr 11 Jahren als Kinderpflegerin für die Stadt München tätig. Und ich liebe meinen Beruf. Eigentlich.

Dennoch habe ich ein sehr großes Anliegen und ich denke ich bin nicht die einzige Mutter mit diesem Problem.

Zuerst einmal, war ich bis vor kurzem noch in Elternzeit, wollte dann wieder in den Beruf einsteigen und habe mich rechtzeitig darum gekümmert. Ich habe 7 Monate vorher im P.O.R. angerufen, Briefe geschrieben, Anträge gestellt! Dann wurde dort umstrukturiert und Schriftstücke gingen verloren und mein Einstieg hat sich so verzögert dass ich 3 Wochen vor Dienstbeginn erst eine Stelle angeboten bekam! Obwohl doch immer Leute gesucht werden, oder?!

Dann ging es weiter mit der Unterbringung meines kleinen Sohnes ( er ist inzwischen 2 Jahre alt ). Ich habe trotz Kontingentschein 11 Absagen bekommen und nur durch Zufall einen Platz "ergattert".

So, und jetzt steht demnächst ein Stellenwechsel meinerseits an, da ich gerne wieder Vollzeit arbeiten möchte. Die Stelle wurde mir von der Leitung des Hauses auch schon mündlich zugesagt, genauso wie der Platz für meinen Sohn ab November/ bzw.Dezember 2012. Er wäre dann 2 Jahre und 10/ bzw.11 Monate alt. Heute habe ich erfahren, dass mein Sohn wohl doch nicht aufgenommen werden kann, da er ja theoretisch noch in der Krippe bleiben kann. Das klingt zunächst auch logisch, man bedenke nur dass wir in Neuhausen wohnen, mein Sohn derzeit im Hans- Dürrmeier- Weg untergebracht ist und meine zukünftige Stelle in der Stielerstraße ist.
Aber von der umständlichen Fahrerei mal abgesehen...

Wie mir die Leitung auch sagte müsse sie zuerst alle 5 Jährigen Kinder und Geschwisterkinder unterbringen. Auch aus rechtlicher Sicht. Unter anderem ein Kind von einem Vorstandsvorsitzenden, der sich wohl auch an Sie wenden würde, wenn er diesen Platz nicht bekäme usw. Das hier wohl unlautere Methoden zum Einsatz kommen brauche ich ihnen wohl nicht zu sagen. Meine Frage an Sie, Herr Ude;

Wie kann es sein, dass Kinder von Betreuungspersonal ( das doch so dringend gesucht wird! ),nicht bevorzugt behandelt wird??? Oder dass man solche Kinder wenigstens zusätzlich aufnehmen darf, wenn keine Kapazität mehr vorhanden ist??? Oder dass Leitungen nicht halten können was sie versprechen, aus Angst vor Verstößen gegen ein Gesetz, das niemand so recht nachvollziehen kann. Ich denke ich spreche im Namen aller Mütter die ganztags arbeiten wollen bzw. müssen trotzdem aber noch die eigenen Kinder gut versorgt wissen wollen!

Warum werden uns hier solche Steine in den Weg gelegt und

gibt es da nicht eine Möglichkeit um in unserem sozialen

Beruf auch SOZIAL mit Müttern umzugehen???

Mit freundlichen Grüßen

Y. Beken

+76

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Magdalena Black
    am 30. April 2012
    1.

    Ein Kind wird geboren und wächst. Die Mütter arbeitet nicht, weil sie sich zuerst um das Baby kümmert, dann, weil sie kein Krippenplatz bekommen hat. Vielleicht arbeitet sie dann drei, vier Jahren, weil sie ein Kindergartenplatz gefunden hat. Vielleicht. Und dann kommt der großer Schock - das Kind geht in die Schule und sie hat keine Nachmittagsbetruung bekommen. Sie musst kündigen. Das Kind kommt nach Hause um 11.45 oder 12.15. Staat zahlt Arbeitslosengeld. Macht das Sinn?
    Ich gehörte noch vor einem Monat dazu. Ich hatte Glück. Meine Bekannten Mütter nicht. Ich bin ensetzt, enttäuscht und wütend. Und ich verstehe es nicht, warum Niemad sich darum kümmert.

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