Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Julia Maria Lang am 28. September 2009
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Gesellschaft und Soziales

Kinderbetreuung

Sehr geehrter Herr Ude,
ich möchte Ihr Angebot wahrnehmen, mich mit meinem ernsten Anliegen direkt an Sie zu wenden - in der Hoffnung, etwas Gehör und ggf. sogar Hilfe zu bekommen.
Ich bin Mutter einer mittlerweile 5monatigen Tochter, momentan befinde ich mich in der Elternzeit. Bereits im 4. Schwangerschaftsmonat meldete ich mich bei insgesamt neun städtischen Kinderkrippen und zwei städtischen Kooperationseinrichtungen an. Bereits im März, also noch vor Geburt, erhielt ich Absagen von allen. Auch pünktliche Rückmeldungen beeinflussten das Ergebnis nicht.
Nachfragen bzgl. Warteliste werden meist - gelinde ausgedrückt - belächelt mit dem Zusatz, dass gerade Anträge aus 2006 bearbeitet würden.
Ich habe das große Glück, meine durch Elterngeld unterstütze Elternzeit von 12 Monaten ausschöpfen zu können. Am 19. April werde ich wieder bei Arnold und Richter Cine Technik GmbH zu arbeiten beginnen. Zum heutigen Zeitpunkt weiß ich noch nicht, wie meine Tochter dann betreut wird. Eine Tagesmutter kommt für mich aus persönlichen Gründen nicht in Frage:
Zum Ersten war meine Nichte leider eines der drei Kinder, die von der nun verurteilten Tagesmutter betreut wurden, bevor der Junge an den Folgen des Schüttels verstarb. Unsere ganze Familie stand schwer unter Schock, wie Sie sicher verstehen können.
In meiner Not, keine Betreuung zu finden, besuchte ich letzte Woche dennoch eine Tagesmutter. Als ich ihr schilderte, warum ich generell eigentlich keine Tagesmutter in Erwägung zog, bekam ich zur Antwort, dass es ihr nicht bewusst sei, dass ein Kind durch Schütteln versterben könne.
Sie verstehen sicher, dass eine Tagesmutter auf keinen Fall eine Betreuungsoption für meine Tochter darstellt.
Selbst ein Vorsprechen beim Sozialbürgerhaus Neuhausen/Mosach inklusive Aushang meiner Kontaktdaten führten seit gut drei Monaten zu keiner Resonanz.

Als treue Wählerin danke ich Ihnen zunächst, dass Sie sich die Zeit für mein Anliegen genommen haben und ich hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können, ab Mitte April 2010 für meine Tochter eine vertrauenswürdige Betreuung zu bekommen.

Herzlich,
Julia Maria Lang

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