Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Gabriele Fohrer am 23. November 2011
6539 Leser · 149 Stimmen (-15 / +134) · 2 Kommentare

Freizeit und Sport

(Keine) Trainingsmöglichkeiten für SeniorenInnen-Sportler

Sehr geehrter Hr. Ude,

ich wende mich heute an Sie, weil sich die Trainingsmöglichkeiten für aktive leistungsorientierte SeniorenInnen-Sportler der Leichtathletik in der doch so "sportbegeisterten" Stadt München von Jahr zu Jahr verschlechtern.

Auch wenn die WLH den Kadersportlern gewidmet ist, so war es doch bis vor 3 Jahren immer noch möglich, dort auch zu trainieren - als aktiver leistungsorientierter Sportler. Letztes Jahr und vorletztes Jahr hatte man dann alle Senioren ausgeschlossen und nur kulanterweise für mtl. 50,- (!!!) € ausnahmsweise vom Mo-Fr von 12:00-14.00 Uhr zugelassen.

Dies war m.M. nach schon ein sehr hoher Betrag und auch die Nutzungszeit war sehr eingeschränkt. Berufstätigen Aktiven war es nicht möglich bzw. kaum möglich, den angebotenen Zeitrahmen zu nutzen. Allerdings konnte man sich für die "härtesten" Monate den Luxus leisten und dort trainieren. Ich selbst hatte mir auch diesen Luxus gegönnt und war i.d.R. alleine in der Halle bzw. mehr als 2-3 weitere Seniorensportler habe ich nie getroffen.

Von den Aktiven waren i.d.R. nur die Stabhochspringer und 2/3 Werfer in der Halle. Also es herrschte kein Platzmangel.
Dieses Jahr nun wurden die Bedingungen wieder geändert. Ein Training ist nunmehr kulanterweise nur noch möglich für 250,- €. Also d.h., man muss den gesamten Zeitraum von November bis März buchen.

Gespräche mit dem BLV enden immer damit, dass darüber nur der Olympiastützpunktleiter entscheidet und dieser dagegen ist. Die Halle wird aber doch nicht vom Olympiastützpunkt alleinig bezahlt und wurde auch nicht zu 100% durch diesen finanziert.

Gibt es keinen Weg, um den wenigen Aktiven doch noch ein angemessenes Trainingsangebot zu unterbreiten?

In diesem Sinne verbleibe ich mit sportlichen Grüßen

Gabriele Fohrer

PS: im übrigen wird das von anderen Landesverbänden durchaus großzügiger gehandhabt und funktioniert auch
Auch die Halle in Fürth wird nicht so "abgeschottet".
Ich spreche auch nur von aktiven SeniorenInnen, die in der jeweiligen Bestenliste (also bayrische
oder deutsche) vertreten sind.

+119

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Antwort
von Christian Ude am 28. März 2012
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Fohrer,

wie Sie selbst anmerkten, ist die Werner-von-Linde-Halle als Olympiastützpunkt dem Leistungssport vorbehalten. Ich habe deshalb die Olympiapark GmbH um eine Stellungnahme zu Ihrem Anliegen gebeten, die ich Ihnen nachfolgend zur Kenntnis geben möchte.

Die Olympiapark GmbH teilte mit: „In vergleichbaren Einrichtungen gibt es gar keine Möglichkeiten, diese außerhalb des Leistungssports zu benützen. Nun gab es bei uns seitens des Olympiastützpunktes eine Kulanzregelung, die aber zu unverhältnismäßigen Aufwand geführt hatte, denn bis zur letzten Saison konnten man sich einzeln für bestimmte Zeiten einbuchen. In der Praxis hatte das zur Folge, dass die Buchungszeiten nicht so genutzt worden sind wie bestellt (z.B. weil das Wetter besser war als angenommen und die Freizeitsportler dann lieber draußen trainierten). Das führte zu einem hohen Stornoaufwand, den wir kulanterweise gewährten. Zum einen mussten in der Buchhaltung Rechnungen umgeschrieben werden und die Zugangskarten zur Halle umprogrammiert werden.

Um diesen unverhältnismäßig hohen Aufwand des Hin- und Herbuchens bzw. Programmierens zu vermeiden, ist man dazu übergegangen für diese Saison eine pauschale Lösung zu finden."
Ich bedaure, Ihnen keine andere Möglichkeit aufzeigen zu können.
Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Dieter Krumm
    am 23. November 2011
    1.

    Die Zugangsregelung und die Gebühren der Werner von Linde Halle in München sind für leistungsstarke Leichtathletiksenioren äußerst ungünstig.
    Es entsteht der Eindruck dass man eine große Leichtathletikhalle, die auch mit großzügigen öffentlichen Mitteln gefördert wurde, nur für einige wenige reservieren möchte. Die Verantwortlichen dafür sollten sich einmal
    als gutes Beispiel die Trainingsmöglichkeiten in der privaten Quelle Sporthalle in Fürth ansehen. Dort kann jeder der möchte für 3,50 Euro
    pro Trainingstag seinen Sport ausüben. Das beinhaltet die Nutzung aller leichtathletischen Anlagen und natürlich auch das Duschen am Ende des Trainings. Die Stadt München sollte doch auch den sportbegeisterten Menschen in ihrem Einzugsbereich die gleichen Möglichkeiten bieten,
    wie das der LAC Quelle Fürth für den Bereich Mittel- Ober- und Unterfranken beispielhaft vorlebt.

    Dieter Krumm

    LAC Quelle Fürth

  2. Autor Joachim Wolff
    Kommentar zu Kommentar 1 am 03. Dezember 2011
    2.

    Ja, die Stadt Fürth - und der aktive Dieter Krumm - macht hier unserer "Landeshauptstadt" etwas vor ! Warum in der Linde-Halle solch hohe Hürden für die Nutzung (für uns "aktive" Senioren) aufgebaut werden und auch noch wirtschaftlich unkluge Auslastungen zugelassen werden, erschließlich sich niemanden.
    Jo Wolff - Männer 55 - USC - LG Stadtwerke München

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