Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Regina da Costa am 12. März 2012
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Mobilität und Verkehr

KEIN PLATZ MEHR FÜR KINDER mit der geplanten St2342

Sehr geehrter Herr Ude,

Wir sind vor ca. 5 Jahren in den Edith-Stein-Weg gezogen, weil es schön grün war und sehr kinderfreundlich: Sowohl die Grundschule Waldmeisterstraße als auch 2 Kindergärten (Robinien - und Waldmeisterstr.) sind fußläufig zu erreichen, ohne, dass die Kinder einen gefährlichen Weg nehmen müssen. Und die Kinder können sich in den direkt angrenzenden Grünflächen und im Park austoben, ohne, dass die Eltern sie erst mal per Auto oder MVV wohin kutschieren müssen. Das wird mir mit dem geplanten Autobahnzubringer dann nicht erspart bleiben.
Mit dem Autobahnzubringer quer durch unser Wohngebiet und durch die Grünanlagen wird es für unsere Kinder unmöglich sein, zu Fuß zur Schule in der Waldmeisterstraße zu laufen oder auch nur zur Sportanlage Lerchenau.
Denn es sind ja offensichtlich keine Ampeln oder Übergänge geplant, man kommt wohl nur mit dem Auto oder mit dem Bus auf die andre Straßenseite. Und selbst wenn…
Einmal kurz an die frische Luft gehen, mit dem Kinderwagen oder dem Kind, wird nicht mehr möglich sein. Da kann man nur noch durch die Hochhäuser laufen oder entlang der Nebenstraßen durch die Wohnsiedlungen laufen. Es wird daraus hinauslaufen, dass man sich mit Kind und Kinderwagens ins Auto setzen muss, wenn man mal kurz an die Luft will, ohne dem massiven Bau- oder LKW- Lärm ausgesetzt zu sein. .
Es wird für unsere Kinder auch nicht mehr möglich sein, an der frischen Luft zu spielen, da die meisten Spazierwege und Grünanlagen durch die Straße wegfallen oder eben DIREKT an einem LKW-befahrenen Autobahnzubringer liegen, wie z.B. der große Abenteuerspielplatz.
Ganz zu schweigen von dem jahrelangen Baulärm, in dem unsere Kinder aufwachsen werden. Zusammen mit dem Fluglärm, der seit 2009 sehr stark zugenommen hat, der neuen Hubschrauberstaffel in Oberschleißheim und DANN NOCH einem Autobahnzubringer, der TAG UND NACHT von Lastwägen befahren wird, müssen unsere Kinder in einem unzumutbaren, gesundheitsschädlichen Lärmteppich aufwachsen. Das kann man wirklich schon eine unmenschliche Zumutung nennen, es ist einfach absurd und inakzeptabel. Hier von einer verkehrstechnischen „Entlastung“ zu sprechen, empfinde ich als sehr dreist und zynisch.

Ich bitte Sie inbrünstig, hier Einsicht und Vernunft, sowie Respekt gegenüber den Bürgern Münchens zu beweisen.

Wir haben wirklich massive Panik vor diesem Bauprojekt - und können nicht mehr weg von hier!! Wir suchen seit Bekanntwerden der Realisierungspläne fieberhaft und voller Angst nach einer anderen Wohnung - aber die Immobilien- Situation in München ist ja bekannt... Selbst wenn wir es noch schaffen sollten, von hier bzw. diesem Autobahnzubringer zu fliehen werden wir unsere Wohnung kaum verkaufen können, mit diesen Plänen bzw. während der Bauarbeiten. Und auch danach nur mit massiven Verlust. Wir sind hier inmitten dieses Lärmteppichs in unserer (neurenovierten) Ramsch-Immobilie dann quasi gefangen... Lebensqualität gleich Null.

Mit freundlichen Grüßen

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