Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Claudia Gruber am 18. März 2011
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Mobilität und Verkehr

Kein Jobticket für mittlere Unternehmen machbar?

Sehr geehrter Herr Ude,

mit der Bitte, einen Anfahrtslink der MVG auf die homepage der von der Landeshauptstadt München geförderten Institutionen zu setzen haben Sie sich über den Paritätischen u.a. an uns, eine Mitgliedsorganisation des Paritätischen mit ca. 30 MitarbeiterInnen gewandt. Gerne würden wir dem auch entsprechen.

Als umweltbewußter Verein, der verschiedene Einrichtungen der Jugendarbeit in München betreibt, bieten wir seit ca. 2 Jahren unseren MitarbeiterInnen an, über unseren Verein als Arbeitgeber ein steuer- und beitragsfreies Jobticket zu beziehen und damit unsere Umwelt positiv zu fördern. Da wir zuwenig Mitarbeiterinnen haben bestellen wir die Abonnements zum normalen Preis ohne Vergünstigungen. Nun teilt uns vor 3 Tagen die MVG mit, daß wir als juristische Person zukünftig keine MVG-Tickets mehr beziehen können, wir müßten eine Jobticket-Vereinbarung über mindestens 100 Tickets treffen! Bestellungen von MVG-Abonnements können zukünftig nur noch von natürlichen Personen bestellt werden. Wenn die Bestellung von den Mitarbeitern selbst erfolgt, so entfällt der Steuer- und Sozialversicherungsvorteil, und somit fällt ein zusätzlicher Anreiz die Verkehrsmittel des MVG zu nutzen weg. Auch organisatorisch ist es nicht umsetzbar die Abonnements von unserem Verein auf die Mitarbeiter direkt abzuschließen.

Können Sie uns mitteilen, warum sich die MVG den kleineren Unternehmen derart quer stellt. Warum werden mittlere sowie kleine Unternehmen gegenüber den großen Firmen wie BMW usw. so benachteiligt. Die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der Mitgliedsorganisationen des Paritätischen wird von der MVG ebenfalls nicht akzeptiert - die Gründe hierfür sind mir nicht bekannt, aber sicher zu erfragen.
Wir fänden es schön, wenn auch für Organisationen wie unsere die Möglichkeit vergünstigte Abonnements des MVG zu beziehen verwirklicht werden würde. Warum dies nicht umsetzbar sein sollte ist uns nicht verständlich. Als Arbeitgeber würden wir den Umweltgedanken bei unseren MitarbeiterInnen fördern und die Nutzung des MVG bewerben.

Unter den o.g. Voraussetzungen verstehen Sie hoffentlich, dass wir es uns gründlich überlegen werden, einen Anfahrtslink der MVG auf unsere homepage zu setzen - da sollte diese MVG sich zunächst flexibler und weniger bürokratisch zeigen.

Wir würden es für unsere MitarbeiterInnen und auch für die Münchner Luft begrüßen, wenn Sie als Oberbürgermeister mit der MVG verhandeln und in dieser Angelegenheit etwas bewirken könnten.

Wir freuen uns auf Ihre Antwort

Claudia Gruber

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