Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor G. Schnaderbeck am 01. Februar 2011
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Sonstige

Katzenschutzverordnung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Ude,

ich schreibe Ihnen, um Sie von einem wichtigen Anliegen im Bereich Tierschutz überzeugen zu können: dem Kastrationsgebot für Katzen.

Meine Frage: Ist in München bereits ein solches Gebot geplant, und wenn ja, ab wann?

Immer mehr freilaufende und wilde Katzen streifen durch deutsche Gemeinden. Viele vermehren sich unkontrolliert und verbreiten so vermehrt Krankheiten, stellen eine Belästigung der Bevölkerung und eine potentielle Gefahr für Singvögel dar. Die Tierheime sind restlos überfüllt und müssen häufig sogar einen Aufnahmestopp verhängen. Auch die wildlebenden Tiere selbst sind großem Leid ausgesetzt, da ihnen im Falle von Krankheiten oder Verletzungen meist keine tierärztliche Hilfe zuteil wird. In unserem Nachbarland Österreich ist ein Kastrationsgebot bereits im Tierschutzgesetz verankert.
Um diese Problematik auf lange Sicht eindämmen und schließlich völlig beenden zu können, ist die Kastrationspflicht für alle freilaufenden Katzen unerlässlich. Privathalter sind aufzufordern, ihre Tiere kastrieren zu lassen; Menschen, die wildlebende Katzen füttern, müssen auch in der Verantwortung stehen, diese kastrieren zu lassen. Dies kann in finanziellen Notlagen meist mit Hilfe der örtlichen Katzenhilfe geschehen. Nach dem Eingriff werden die Tiere gekennzeichnet, um sie zukünftig problemlos identifizieren zu können.
Bedenkt man, dass eine geschlechtsreife Katze im Normalfall zweimal im Jahr 4-6 Nachkommen zeugt, kann man sich ausmalen, wie sich die Situation immer weiter verschärft.
Die Stadt Paderborn hat vorgemacht, was die einzig zukunftsfähige Lösung für alle Städte sein muss. Dort wurde das Gebot im Jahr 2008 auf Initiative der ansässigen SPD-Fraktion erlassen, nun setzt sich auch der nordrheinwestfälische Umweltminister Uhlenberg der CDU für ein tierschutzgerechtes Handeln ein und rät den Kommunen, ein Kastrationsgebot einzuführen. Die Stadt Düsseldorf hat in einer ersten Sitzung einen entsprechenden Antrag bereits beschlossen.
Ich möchte Sie deshalb inständig bitten, sich für ein Gebot nach dem Beispiel Paderborns einzusetzen. Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne auch an die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wenden.

Mit freundlichen Grüßen

G. Schnaderbeck
München

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