Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor H. Martens-Scholz am 01. März 2010
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Politik und Verwaltung

Jährliche Sicherheitskonferenz in der Innenstadt Münchens

Lieber OB Ude,

jeder, der wie ich in der Innenstadt arbeitet, fragt sich jedes Jahr erneut, warum eine Konferenz, die einen enormen Sicherheitsaufwand erfordert, unbedingt in der Innenstadt Münchens stattfinden muss.

Es gibt so viele wunderschöne Tagungsorte in Bayern, die relativ leicht abzusichern wären.

Wenn eine Verlagerung aus Ihrer Sicht nicht möglich ist, könnte man neben der Alternativen Friedenskonferenz und den eher abschreckend wirkenden Demos nicht eine künstlerische Form finden, um dem Friedenswunsch der Bevölkerung mehr Ausdruck zu verleihen?

Das Motto "Schwerter zu Pflugscharen" ließe sich z.B. auch modern darstellen, indem man einen Panzer in ein ziviles Mondfahrzeug umwandelt, oder die Kosten eines Kriegstages z.B. im Irak oder Afghanistan in einem Reisberg darstellt.

Noch immer hungern fast eine Milliarde Menschen, u.a. weil unsere Politiker glauben, es gäbe für politische und gesellschaftliche Konflikte militärische Lösungen. Irak und Afghanistan sind doch die besten Beweise, dass diese Vorstellung längst Geschichte ist.
John F. Kennedy hat der Welt gezeigt, dass es Alternativen zum Rüstungswahnsinn gibt. Er hat mit dem Apolloprogramm die Amerikaner zum Mond geführt und damit das größte zivile Konjunkturprogramm Amerikas auf den Weg gebracht. Wäre er am Leben geblieben, hätte es vielleicht die Kriege in Vietnam, Afghanistan und Irak nie gegeben und die Politik würde sich ernsthaft um eine Weltfriedensordnung bemüht haben, die auf Hochrüstung und Kriege als Dauerzustand der Geopolitik verzichtet.

Ich würde mich freuen, wenn München als Hauptstadt einer weltweiten Friedens- und Abrüstungsbewegung hier deutlichere Akzente setzen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Heiko Martens-Scholz

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