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Beantwortet
Autor N. Eichinger am 07. März 2012
7426 Leser · 162 Stimmen (-6 / +156) · 3 Kommentare

Politik und Verwaltung

Isarufer ist ein Hundeklo?

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute bin ich vom Deutschen Museum die Wittelsbacherstraße bis zum Flaucher an der Isar entlang spaziert.
Die Renaturalisierung der Isar kann man wirklich als erfolgreich bezeichen.

Aber was mir sehr negativ aufgefallen ist, überall ist Hundekot!

Es stinkt bestialisch, sieht ekelhaft aus, man kann seine kleinen Kinder nicht mal "frei laufen" lassen! Aber dafür laufen überall Hunde frei rum!

Warum gibt es keine sogenannten Hundeklos und mehr Kontrollen bzw Strafen?

Da hilft die ganze schöne Isar nichts, wenn alles voll mit Hundehaufen ist!

Der Frühling kommt, eine schnelle Lösung wäre angebracht.

Mit freundlichen Grüßen

Nina Eichinger

+150

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Antwort
von Christian Ude am 28. Juni 2012
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Eichinger,

das rücksichtslose Verhalten einiger Hundehalterinnen und Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Tiere nicht beseitigen, führt immer wieder zu Belästigungen. Besonders auffällig wird dieses Problem alljährlich nach der Schneeschmelze, wenn der zum Teil über Wochen hinweg abgelagerte, im Eis konservierte Hundekot, auftaut.

Selbstverständlich sind Hundehalter verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen. Wer diese Regel nicht beachtet, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aufsichtsdienstes verfolgen – wie auch die Polizei – derartige Ordnungswidrigkeiten und versuchen auch, Hundehaltern ihre Mitverantwortung für einen sauberen und hygienischen Zustand der Flächen dauerhaft bewusst zu machen. Die von Ihnen angesprochenen Ahndungen finden also bereits statt.

Darüber hinaus hat das Baureferat im Rahmen der Aktion „Saubere Stadt“ auch im Isar-Hochwasserbett Hundekot-Tütenspender aufgestellt. Dies hat vielerorts zu erheblichen Verbesserungen in puncto Sauberkeit und Hygiene geführt. Aufstellorte, Tüten-Spender und die zugeordneten Abfalleimer werden regelmäßig überprüft und, falls erforderlich, auch verbessert.

Im vergangenen Sommer hat der Verein „Die Isarfischer“ außerdem unter meiner Schirmherrschaft eine Initiative unter dem Motto „Deine Isar“ gestartet. Damit sollen die Nutzer der Isarauen ermuntert werden, nicht nur Müll und Flaschen, sondern auch Hundekot ordnungsgemäß zu entsorgen.

Die Stadt München versucht also, das ärgerliche Problem mit unterschiedlichen Ansätzen zu lösen, ist dabei aber immer auch auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Franz Huemer
    am 02. Mai 2012
    1.

    Liebe Frau Eichinger,
    das kann man so nicht sagen,
    ist Ihnen denn bei der neuen Partymeile
    der Dreck, die Flaschen, die Glassplitter etc. aufgefallen,
    Hunde stellen doch keine Grills auf, oder?
    richtig, kleine Kinder und Hunde kann man da nicht laufen lassen.
    Man sollte doch an die menschliche Vernunft appelieren,
    Kontrollen, Strafen und abkassieren sind doch schon an
    der Tagesordnung, wo kommen Sie denn her?

    Liebe Grüße
    ein Kinder und Hundebesitzer

  2. Autor Maria Scherberg
    am 05. Mai 2012
    2.

    Ich kann das Anliegen von Frau Eichinger nur unterstützen. Besonders seit ich ein kleines Kind habe, fällt mir auf, wie oft man das Kind nicht einfach frei herumlaufen lassen kann, weil alle Grünflächen voller Hundekot sind. Und das nicht nur an der Isar, sondern überall in der Stadt. Z. B. in Großhadern ist an den Grünflächen nach dem Schneetau teilweise alle 2 Meter ein Hundehäufchen gewesen (ich übertreibe nicht). Übrigens ist 50 Meter weiter ein Tütenspender aufgestellt. Mehrmals habe ich schon beobachtet, wie Hundebesitzer demonstrativ wegschauen, wenn ihr Hund auf dem Rasen oder sogar am Kinderspielplatz (!!!) sein großes Geschäft verrichtet.

    Ich hoffe, hier wird man bald die Strafen für liegengelassene Hundehaufen mit mehr Strenge durchsetzen, denn der Hundekot überall auf den Grünflächen beeinträchtigt die Lebensqualität in München, besonders für Kinder.

  3. Autor Vica Halt
    am 06. Mai 2012
    3.

    Liebe Frau Eichinger,
    ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ich gehe täglich (!!) mit meinen beiden kleinen Kidern und unserem Hund an die Isar (und ja, ich verwende die Hundetüten und sammel alles auf) und ich kann Ihnen aus eigener Erfahrung berichten, dass wir in 3 Jahren nur einmal Hundkot am Schuh hatten. Dafür habe ich die Scherben von mindestens 200 Flaschen aufgesammelt, bevor einer meiner drei Schützlinge (2- oder 4 beinig) reintreten konnte, gefühlte 1000 Kippen aus Kinderhänden genommen und gesammelt...und gelernt, dass es weder mit Hund noch mit Kind Spaß macht nach lauen Sommerabenden am nächsten Morgen irgendwo an der Isar zu sein. Denn blutige Fleischpackungen, umgestoßene Dixie-Klos, Kippen, Scherben und Dreck soweit das Auge reicht - und dazwischen völlig überlastete Müllsammler, die ihr möglichstes Tun, um die Hinterlassenschafften der Viertel-Touristen wieder in ein erträgliches Maß zu bringen. Daher: sollten Sie einen Tipp haben, wie man den Herren und Damen Sommergriller beibringt, sich so zu benehmen, wie es sich eigentlich gehört, dann wäre das - mit Verlaub - deutlich sinnvoller.... Aber natürlich bin ich auch Ihrer Meinung, die zahlreichen Tütenspender, die überall hängen, sollten auch von uns Hundebesitzern genutzt werden - und zwar von allen! Weil ich es schön finde, dass Kinder und Hunde an der Isar gemeinsam frei laufen können.
    MfG
    V. Halt

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