Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Johanna Goede am 07. November 2013
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Umwelt und Gesundheit

Isar - Sperrung von Teilbereichen für Saufgelage ab nächsten Sommer (?)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

unsere Isar ist eine Lebensquelle für die ganze Stadt.

Im Sommer wird sie jedoch zu einer Sauf- und Partymeile von unerträglichem Ausmaß - sei es wegen der Lärmbelästigung durch laute Musik und dem Gegröle (die nicht nur die Menschenwelt, sondern ganz besonders die Tierwelt nachts massiv beeinträchtigt), wegen der täglich zu säubernden Glasscherben und dem Plastikmüll, wegen der wabbernden Grilldämpfe und dem Vandalismus der dort sich Versammelnden. Eine Verhaltensänderung der Tausenden "einschlägigen" Besucher ist wahrlich nicht zu erwarten.

Um dieses wertvolle Naherholungsrefugium in seiner Schönheit wieder herzustellen und für alle Münchner zu kultivieren, ist daher mein Vorschlag, Teilbereiche der Isar für den Konsum von Alkohol und für Grillen / Gelage zu sperren - Grill- und Saufsperrzonen errichten - zunächst auf einen Zeitraum von 2 Jahren befristet. Diese abgetrennten Bereiche - zentral gelegen, z.B. Fraunhofer-Brücke, von ca. 1 qkm Größe, könnten beispielsweise von Organisationen wie "Green City" zur Gestaltung durch Münchner Bürger verwaltet werden, oder eventuell durch die Initiative "o`pflanzt is". Und nach 2 Jahren würden dann die Münchner Bürger bestaunen dürfen, was alles wachsen und gedeihen könnte, wenn der Raum nicht mehr von saufenden Vandalen regelmäßig verwüstet - sondern von rücksichtsvollen, interessierten Münchnern gestaltet werden würde.

Ich fände es sehr spannend zu sehen, welche Kräuter und Blumen dort wachsen würden und könnten, denn der Lebensraum Isar bietet nahezu ideale Wachstumsbedingungen für sehr viele Pflanzenarten.

Spaziergänger dürfen weiterhin wie gewohnt flanieren - vielleicht reichen ja auch schon entsprechende Schilder, um die Bereiche zu kennzeichnen, die für Saufgelage tabu sind.

Ich bin der Auffassung, dass wir nicht mehr länger zuschauen bzw. wegschauen dürfen, was im öffentlichen Raum "Kultur" geworden ist, und für den Erhalt der Isarauen verantwortlich handeln müssen - im Sinne davon, dass wir eine Antwort finden müssen auf die zunehmende Vermüllung und Verwahrlosung inmitten unseres schönen Münchens.

Eine Antwort, die das Bewusstsein für die Schönheit der Isar weckt und hoffentlich auch bei denen ankommt, die bisher die Isar nur als Treffpunkt für die nächste Party betrachtet haben. Die Natur ist nicht nur "Nutzraum", sondern bedarf auch unseres Schutzes.

Was halten Sie davon? Vielleicht würde so eine Maßnahme das Bürgerbewußtsein für die Natur, für den kostbaren Lebensraum Isar, mehr schärfen als patroullierende Sicherheitsdienste, und Drahtkörbe mit trashiger Werbung, die niemanden wirklich erreicht?

Über Ihre Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Johanna Goede

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