Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Linda Wunderlich am 17. Oktober 2013
8207 Leser · 132 Stimmen (-13 / +119) · 2 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Invasion amputierter Bettler aus dem nahen Osten

Sehr geehrter Herr Ude, oder wer auch immer das hier liest,

ich bin gerade geschäftlich im Bahnhofsviertel München unterwegs gewesen und entsetzt über die Zustände, die hier mittlerweile herrschen. An wirklich JEDER Ecke sitzen, oder stehen Bettler, meist rumänischer Herkunft (ich unterhielt mich mit einigen von ihnen, sofern das möglich war), zu einem erheblichen Anteil mit amputierten Gliedmaßen, in erster Linie beinamputiert. Diese Amputiertheit wird geradezu zur Schau gestellt, was wirklich erschütternd ist.

Nachdem ich Vieles über diese Thematik gelesen und gehört habe, mir auch ein eigenes Bild gemacht habe, als ich in Rumänien war muss ich sagen: diese moderne Form der Sklaverei mit Menschen, die hier zum Betteln geschickt werden, teilweise sogar gezielt amputierte Menschen, um das Mitleid zu erhöhen, das Ganze in teilweise bandenmäßigem Vorgehen - das ist wirklich widerwärtig und es zu sehen tut nicht nur weh, ekelt einen fast schon, sondern macht auch überaus wütend über Regierungen, die solch eine invasive Form in unserem Land zulassen !!!

Damit, dass es den Leuten immer leichter gemacht wird, nach Deutschland im Sinne der Wirtschaftsflüchtigkeit auszuwandern und unsere Systeme für sich zu nutzen fördern Sie die Einwanderung und kriminelle Ausweitung solcher Banden und Einzelpersonen !!!! Sehen Sie sich das überhaupt auch einmal an, gehen Sie überhaupt einmal PERSÖNLICH zu Fuß in den Vierteln, in welchen das um sich greift (Bahnhofsviertel, Maxvorstadt, Ludwigsvorstadt, etc) ???

Ganz nebenbei: das Stadtbild geht kaputt, man zahlt hier hohe Mieten, man erwartet dementsprechend ein gewisses Ambiente in der Stadt, dafür hat die Regierung und haben die Verwaltungen der Städte zu sorgen, denn sie werden vom Bürger finanziert !!!!!

WIE SOLL DAS WEITERGEHEN ?????? Ich will wissen, was die Regierung gegen solche Einwanderer tut, ich will nicht wissen, dass man nichts machen kann, dass es Sache der EU und Polizei ist, sich um Banden und einzelne Bettler zu kümmern, ich will nicht hören, dass es ausländerfeindlich wäre, diesbezüglich eine negative Meinung zu haben, ich will eine definitive Aussage über das, was GETAN wird, werden soll, damit das nicht immer weiter um sich greift !!! GETAN, nicht nur geredet und zwar, BEVOR es zu drastischeren Problemen kommt !!

Beste Grüße

+106

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Antwort
von Christian Ude am 12. Dezember 2013
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Wunderlich, 


derzeit ist in München und in anderen deutschen Großstädten vermehrt eine Armutszuwanderung von Menschen zu beobachten, die zumeist aus Ost- europa stammen. Diese Menschen, oft Familienverbände, versuchen im Zuge der EU-Osterweiterung den häufig unzumutbaren Lebensverhältnissen in ihren Herkunftsländern zu entfliehen und ihre Perspektiven durch Betteln oder auf dem sogenannten grauen Arbeitsmarkt zu verbessern.


Grundsätzlich unterliegt Betteln noch dem Gemeingebrauch von öffentlichem Grund und ist daher per se nicht verboten. Die Ausnahme hiervon bilden die Münchner Altstadt-Fußgängerbereiche, in denen das Betteln satzungsgemäß in jeglicher Form verboten ist. 

Anders zu betrachten ist aggressives und störendes Betteln oder Betteln durch z. B. organisierte Banden, da diese Bettelformen nicht mehr dem Gemeingebrauch von öffentlichen Straßen- flächen entsprechen. Organisiertes Betteln kann vorliegen, wenn Bettler z. B. durch Dritte erkennbar „dirigiert“ und ihnen Bettelplätze „zugewiesen“ werden. Ein weiteres Indiz kann das erkennbare Einsammeln der Bettelerlöse durch Dritte darstellen. Diese Bettelformen werden auch konsequent bußgeldrechtlich verfolgt.

Die Polizei und die Landeshauptstadt München setzen alles daran, gegen organisiertes Betteln vorzugehen und zu erreichen, dass insbesondere die Hintermänner der Bettelgruppen ihr kriminelles Handeln, das meist durch Androhen von Gewalt gegen einzelne Bandenmitglieder geprägt ist, aufgeben oder zumindest künftig München als Bettelörtlichkeit meiden. 

Sofern Sie durch aggressives Betteln konkret belästigt werden, scheuen Sie sich bitte nicht, die Polizei unter dem Notruf 110 zu verständigen. Entsprechende Anzeigen gegen aggressives Betteln nimmt die Polizei auf. Dies gilt auch, wenn Sie Zeugin von verdächtigen Vorgängen werden, die auf organisiertes Betteln hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor M. Haas
    am 29. Oktober 2013
    1.

    Ich stimme zu, nur ist die Überschrift "...aus dem Nahen Osten" missverständlich. Die Herkunftsländer der Bettler sind, wie ja auch erwähnt wird, Staaten im Osten Europas.
    Gruß
    M. Haas

  2. Autor Johanna Goede
    am 16. November 2013
    2.

    "Reicher Mann und armer Mann standen da und sah'n sich an,
    und der Arme sagte bleich: 'Wär ich nicht arm wärst du nicht reich."
    (Bertold Brecht)

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