Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor A. Lechner-Ganserer am 06. Mai 2009
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Mobilität und Verkehr

Informationschaos bei der Münchner U-Bahn

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
man sagt ja, dass Sie sich manchmal unter uns Münchner mischen, und dadurch die Bedürfnisse und Nöte besser kennen, als ihr Verwaltungsapparat. Aber sind Sie in der letzten Zeit. so gegen Mittenacht mit der U 3 oder U 6 gefahren? Haben Sie diese virtuellen Täuschungsmanöver an den Bahnsteigen miterlebt, mit denen die MVG versucht das Taxigewerbe zu unterstützen? In der Zeit zwischen ca. 23.00 Uhr und Betriebsschluss gibt es praktisch keine U-Bahnankündigung auf die man sich verlassen kann. Da überholen sich die Züge, verschwinden im Nirwana oder enden einfach am Sendlinger Tor, obwohl lt . Baustellenfahrplan ein 10 Minutentakt bis zur Endhaltestelle noch angekündigt ist. Kommt dann endlich ein Zug mit der gewünschten Haltestelle, kann es passieren, dass man diesen wieder verpasst, weil getäuscht durch die vorhergehenden Ankündigungen man in einem Oberen Geschoss entnervt per Handy versucht hat, die Eltern bzw. den Ehepartner oder eine sonstigen Freund zu erreichen, um mitzuteilen, dass man jetzt eine Bahn zur nächstgelegenen Haltestelle (Einfahrt angekündigt in 8 Minuten) nimmt und bittet dort abgeholt zu werden. Um dann - zurück am Bahnsteig- festzustellen: Der Zug hat kurzfristig Transrapid-Allüren bekommen, wurde innerhalb von 3 Minuten am Bahnsteig abgefertigt und ist ausfahrbereit. Ich steh vor einer verschlossenen U-Bahntür, die der Zugführer um nichts auf der Welt mehr öffnen würde. Der nächst Zug kommt lt. Anzeige in 2 Minuten endet aber hier. Wurde eigentlich schon mal eine U-Bahn gekidnappt? Ich will jetzt heim!!! Ich habe eine Monatskarte und finanziere ein System, das mich seit einer Dreiviertelstunde „vergageiert“. Meine Schwester wohnt irgendwo am Holz und ist inzwischen zuhause!!! Hey ihr da, die ihr in den Gremien sitzt und einen Dienstwagen mit Fahrer habt, ich will nicht jedes Mal ein Taxi nehmen müssen, nur weil ich mich mit meiner Schwester in der Münchner Innenstadt treffe. Ich würde Verständnis aufbringen, wenn es sich hier um eine einmalige Sache handeln würde. Aber leider hat sich in dieser oder ähnlicher Weise der Sachverhalt seit Monaten immer wiederholt. Partnerschaft sieht anders aus! Oder ist das nur ein Werbespruch? Offensichtlich will die MVG zwar weiterhin die Beiträge kassieren ohne eine entsprechende Leistung zu erbringen. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wenn Sie in einem der Gremien sitzen, verlangen Sie eine Erklärung und lassen Sie ggf. durch eine unabhängige Stelle prüfen, ob diese Vorgehensweise wirklich unvermeidbar ist. Auch an den Randbezirken der Stadt leben viele Bürger, die um so mehr auf ein funktionierendes Verkehrssystem angewiesen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Anneliese Lechner

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