Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Detlef Hirth am 11. Juni 2012
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Umwelt und Gesundheit

Immer noch Fluglärm über München

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

haben Sie vielen Dank für die ausführliche Beantwortung.
Sie haben sehr viel Geduld mit den Herrschaften der DFS bewiesen. Haben die Ihnen doch immerhin geantwortet, was wohl bei Anfragen einzelner vom Fluglärm Betroffener sehr selten der Fall sein dürfte.

Den Ausführungen der DSF ist zu entnehmen, dass der Gegenanflug der Südpiste für von Westen anfliegende Verkehrsflugzeuge „ungefähr zwischen Maisach und Garching“ verläuft und dieser „veröffentlichte Streckenverlauf dieses Gegenanfluges seit Jahren unverändert ist“. Das ist sicherlich so richtig, denn auf dieser Flugroute tangieren die Flugzeuge den Münchener Norden eher nicht.

In Pkt. 2 Ihrer Antwort kommen Sie der Realität schon etwas näher mit der Aussage, dass „Flugzeuge, die auf direktem Wege in den Gegenanflug geführt werden (Flugweg über westliche und nördliche Stadtteile) oder je nach Verkehrslage und aktueller Verkehrsdichte verkürzt in den Gegenanflug gedreht werden (Flugweg über allen Stadtteilen möglich)“.
Es mag sein, dass diese Festlegung schon längere Zeit gilt. Allerdings hat die DSF erst ab ca. April 2011 diese Option ausgeübt. Die Präzisierung meiner Anfragen vom
22. November 2011 und 07. März 2012 lautet daher:

1. Auf welchen Routen wurden diese Anflüge vor dem April 2011 geführt? Und weshalb erfolgt der Anflug ab diesem Zeitpunkt direkt über der Stadt in geringen Höhen mit der Folge der Verlärmung unserer Wohngebiete?
Denn mindestens bis Ende Mai 2010 erfolgten diese Anflüge nicht über die Achse, die in etwa der Verlängerung der BAB 96 entspricht mit dem späteren Eindrehen nach Norden, welches eine massive Verlärmung des gesamten Münchener Nordens zur Folge hat.

2. Auf welchen Routen erfolgte vor dem April 2011 der Anflug der Südpiste bei Ostwind?
Denn definitiv werden diese Anflüge erst seit diesem Zeitpunkt in sehr geringen Höhen u. a. über die Parkstadt Schwabing geführt

3. Auf welchen Routen wurden vor dem April 2011 die Abflüge des sog. schweren
Fluggerätes zwischen ca. 22:00 und 23:00 Uhr (bspw. Flüge TG 925, LH 638,
LH 730) bei Windrichtung West geführt, die aktuell sehr häufig über dem Norden der Stadt ihren lärmintensiven Steigflug absolvieren?

Ein ausführlicherer Kommentar zum Pkt. 3 Ihrer Antwort erübrigt sich wohl, da
Herr Dr. Biberger augenscheinlich neben seiner Tätigkeit als Beauftragter für den Fluglärmschutz der Regierung von Oberbayern als Pilot von zweistrahligen Geschäftsflugzeugen tätig ist, was seine Glaubwürdigkeit schier ins Unendliche steigert.

Schaut man sich die zunehmende Verlärmung unserer Wohngebiete durch in geringer Höhe die Stadt überquerende Verkehrsflugzeuge, erscheint es sehr wohl geboten, dass Sie Ihre Bemühungen um den Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm deutlich verstärken, obwohl Sie in dieser Frage einen Spagat zwischen den Forderungen aus der Wirtschaft und den Belangen „Ihrer“ Bevölkerung vollführen.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Hirth

+147

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Antwort
von Christian Ude am 26. September 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Hirth,

Ihre erneut gestellten Fragen zum Thema “Fluglärm über München” betreffen interne Arbeitsabläufe bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) sowie differenzierte Nachfragen zu Einzelflügen mit angegebenen Flugnummern. Bei solcherart ins Detail gehenden Nachfragen sieht das Referat für Gesundheit und Umwelt (Abt. Umweltschutz) die Möglichkeiten der Landeshauptstadt München, eine Antwort bei faktischer Nichtzuständigkeit übermitteln zu können, als nicht mehr gegeben. Bitte wenden Sie sich deshalb an die DFS – Deutsche Flugsicherung GmbH.

Mit freundlichen Grüßen