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Autor Fritz Oberhummer am 16. Juli 2012
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Politik und Verwaltung

Hundeprobleme im Südpark - Hundehalter ausser und ohne Kontrolle

Sehr geehrter Herr OB Ude,

Ich würde Sie gerne auf eine wachsende Problematik aufmerksam machen ,welche erholsame Spaziergänge im wunderschönen Südpark (Sendlinger Wald) eher schon zu einem Spießroutenlauf machen:

Es scheint so als würde das Gebiet für Hundebesitzer schön langsam zu einer "Freizone" werden: Hunde an Leinen (oder Hundebesitzer die überhaupt Leinen haben) sind zu einer Seltenheit geworden und Raufeinlagen von Hunden auf den Gehwegen werden immer stärker zur Tagesordnung.

Hundebesitzer schauen meist dem Treiben Ihrer Vierbeiner entweder gar nicht oder voller Freunde ("Hundilein darf spielen") zu oder motivieren diese sogar gemeinsam mit anderen Hunderudeln durch die Gegend zu jagen.

Speziell auch die offenen Rudelkämpfe mitten auf den Gehwegen nehmen in letzter Zeit immer mehr zu und als Familienvater mache ich mir hier natürlich um das Wohl meiner kleinen Tochter Sorgen.

Nun bin ich wahrlich kein Hasser von Hunden, ich bin selber mit Hund im Haus aufgewachsen, aber das hier scheint schon wildgewordene Auswüchse anzunehmen

Spricht man Hundebesitzer darauf an das sie bitte ihre Tiere an die Leine nehmen sollen (wobei sie eben meist nicht einmal eine solche dabei haben) wird man entweder ignoriert oder auch schon mal verbal attackiert ("dir breche ich die Nase").

Man sieht auch immer weniger Familien und eine Kontrolle der Wege durch Polizei oder Stadtverwaltung scheint nicht existent, zumindest habe ich bis jetzt noch nie einen Beamten dort angetroffen.

Speziell die komplette Abwesenheit von Ordnungsorganen scheint hier die Hundehalter sehr zu entspannen: man sieht ja nicht einmal Schilder mit der Aufforderung die Hunde an die Leine zu nehmen!

Freilaufende Hunde in Rudeln sind eben für Kinder (und auch Personen) eine Gefahr und oft genug gab es deswegen schon Horrorgeschichten von verletzten Kindern in Boulevardmedien zu lesen.

Daher bitte ich sie INSTÄNDIG gegen diese Zustände etwas zu unternehmen!

Denn sollte nun wirklich hier mal ein Unglück passieren, wird sicherlich auch die Frage auftauchen warum die Stadt München hier nichts unternommen hat und Ihrer Kontrollpflichten nicht nachgekommen ist.

Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will die Hundebesitzer hier nicht verdrängen, sondern nur ein Zeichen setzen das diese auch ihren Pflichten nachkommen müssen.

Aber genau so wenig will hier irgendwer Schlagzeilen wie "Kleinkind von Hund im Südpark angefallen und schwer verletzt" lesen, oder?

Und es würde alle Anwohner aus der Gegend sicherlich freuen wenn Sie mit Ihrer ganzen Familie, auch den ganz Kleinen, einen Spaziergang im wunderschönen Sendlinger Wald wieder geniessen könnten...

Ich danke für Ihr Verständnis und würde mich freuen wenn Sie sich für mein (und sicherlich von vielen) Anliegen einsetzen können.

mit freundlichen Grüßen aus Obersendling,

Fritz Oberhummer

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Kommentare (17)Schließen

  1. Autor Elvira Wagner
    am 06. August 2012
    1.

    Sehr geehrter Herr Oberhummer, ich habe erst überlegt, ob ich tatsächlich auf das, was Sie da so Unsägliches schreiben reagieren soll. Dennoch ein Versuch: Ich wohne seit gut 30 Jahren hier in der Nähe des Sendlinger Waldes und dieser Park war stiftungsmäßig von Frau Luise Kiesselbach u.a. allen (freilaufenden) Hunden nebst Haltern offen. Das war ausdrücklich so erwünscht. Also besteht dort auch kein Leinenzwang. Ganz selten gab es "Vorkommnisse mit Menschen". Das bestätigen Statistiken von Versicherern. Die Vierbeiner untereinander, ja, die streiten sich manchmal, wie die Kinder halt auch. Und ja, Hundespiele gehören zur allgemeinen Sozialisierung. Kein Hund, der ständig an der Leine hängt, bleibt ruhig und gelassen. Glauben Sie es mir, denn ich weiß es: kein normaler Hundehalter will Kindern Angst einflößen oder einer Gefahr aussetzen, genauso wenig wie seinen eigenen Hund irgendwie gefährden. Wir Hundehalter brauchen schon auch die Möglichkeit, die Hunde artgerecht toben zu lassen. Ich glaube nicht, dass Sie einen Hund hatten, der nur an der Leine war, allerdings haben Sie auch offensichtlich vergessen, was Hundenatur ist. Und das können Sie dann auch so nicht Ihrer Tochter weitervermitteln
    Vor einigen Jahren noch schwang ein gutmütiger Unterton vom "Münchner Zamperl" durch die Medien, was sich allerdings nun durch ausschließlich negative Presse und Unwissenheit einseitig zu Ungunsten der Vierbeiner verlagert hat, die oft Menschenleben retten, Einbrecher vertreiben, uns vor Gefahren warnen, für uns durch Dick und Dünn gehen oder einen Sinn im Leben geben.

  2. Autor Fritz Oberhummer
    am 07. August 2012
    2.

    Hallo Frau Wagner,

    Erklären sie mir bitte mal was daran "unsäglich" sein soll das ich als Familienvater einfach darum bitte das hier Hunde an die Leine genommen werden sollen?

    Ohne Ihnen hier zu Nahe zu treten zu wollen, mir kommt vor das sie die ganze Situation etwas zu "blauäugig" sehen: es gibt hier jede Menge Hundehalter die Ihre Vierbeiner nicht unter Kontrolle halten (oder wollen), etwas was vielleicht zu früheren Zeiten ja schon selbstverständlich war.

    Und da bekommen Mitbürger, welche keine Ahnung oder Verständnis der von Ihnen genannten Hundenatur haben, ein Tier welches sie weder verstehen noch damit umgehen können.

    Und das Resultat sind die besprochenen Zustände wie oben, oder glauben Sie das es vielleicht angenehm ist wenn meine Tochter vor Angst schreit wenn einer der unkontrollierten Hunde auf sie zu stürzt? Und sei es nur um zu "spielen"?

    Hier geht es um Kontrolle, nicht Verbot!

  3. Autor Evamaria Lengsfeld
    am 12. August 2012
    3.

    Sehr geehrter Herr Oberhummer,
    auch ich, resp. mein 4,7 kg "schweres", katzengroßes Hundemädchen, wurde bereits einmal von einer empörten Dame kritisiert, die im Brustton des Rechthabens zu mir sagte, ich solle gefälligst verhindern, dass mein Mikrohund ihr Kleinkind "anginge".
    Nach einigen Sekunden, in denen ich verzweifelt überlegte, WAS denn bitte diese Dame mit "angehen" ihres Kindes gemeint haben könnte, (denn meine Hundemädchen würde nicht einmal eine halbtote Hausmaus attackieren, so harmlos ist sie) blieb mir nichts anderes übrig als zu erkennen, dass die Dame mich aufgefordert hatte, dafür zu sorgen, dass mein Hund - auch nicht aus etwa 2,5 m Entfernung und in normalen Gehtempo - versehentlich ihre Schritte in Richtung ihres Kindes lenken möge. Das Kind indessen hatte mit Neugier ohne Furcht durchaus interessiert das Eintreffen des Hundes erwartet..... Nun denn - unter der Sonne ist kein Ding unmöglich, und so rief ich meinen Mikrohund zurück, um die Unversehrtheit des Sprößlings auch in den Augen der furchtsamen Mutter zu gewährleisten.....
    Allerdings nahm ich mir die Freiheit sie darauf hinzuweisen, dass sie es sicher schaffen würde, auf solche Art und Weise ihre übertriebene Hundephobie unkontrolliert an ihren Sprößling weiterzugeben,
    Und, verehrter Herr Oberhammer, das Gleiche möchte ich auch Ihnen auf den Weg geben: Unsere Kinder sind weitaus mehr gefährdet, durch kontrollwütige, nichts mehr dem Leben überlassen könnende Erziehungberechtigte zu phantasielosen, unkreativen und lebensfeindlichen Funktionierern zu werden als sie es durch einen gelegentlichen Schreck durch eine unvorhergesehene Begegnung mit was auch immer sind.

    Im übrigen wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie und vor allem aber den Hunden in Ihrer Nachbarschaft möglichst wenige Begegnungen.
    Als besonders hundefreie, enorm friedliche und wunderschöne Spaziergehzone kann ich den Waldfriedhof empfehlen.

    Mit freundlichen Grüßen.

  4. Autor Björn Drubel
    am 13. August 2012
    4.

    Herr Oberhummer, der Herr Ude hat sich wegen Hundeleinenzwangs in München schon ausgiebig geäussert und ich finde diese Politik hier in München perfekt! Es gibt keine Stadt auf der Welt, in der Hunde so freidlich und ausgeglichen sind und in der Mensch und Hund so freidlich zusammen miteinander und nebeneinander leben. Was sie schildern ist völlig übertrieben und es mangelt einfach an Toleranz und Wissen ihrerseits, zb.: wie man bei herbeirennenden Hunden reagiert . Es gibt in München viele abgesperrte Bereiche, da können Sie sorglos mit Kindern auf den Wiesen und Spielplätzen spielen, die meisten Badessen um München sind ebenfalls "hundefrei"...ich bitte Sie einfach um etwas mehr Toleranz...das zeichnet München doch gerade aus!

    Man kann als Eltern seinem Kind sehr gut beibringen, wie es mit fremden Hunden umgehen soll. Es gibt Elteren, die ihren Kindern das sehr gut gelernt haben. Mit unnötig Angst und Panik kommt man sowieso im Leben nicht sehr weit.

  5. Autor Fritz Oberhummer
    am 13. August 2012
    5.

    Es war sicherlich zu erwarten das hier Hundehalter nun alles wieder "schön reden" wollen

    Bis es halt dann das nächste Kind erwischt...ich bin mir sicher das die Familie aus Harlaching, dessen Kind ja vor kurzem von einem Hund dort angefallen wurde, diesen Kommentaren "Beifall zollen würde"

    Es ist wie es ist: kein Verbot, aber mehr Kontrolle muss her - Hunde haben auch hier einen Platz, aber man muss sich auch bei Kommentaren von Frau Lengsfeld nicht mehr fragen warum hier viele eben die Problem ebenso sehen - primär ist ja der Hundehalter das Problem, nicht der Hund selbst!

  6. Autor Evamaria Lengsfeld
    am 13. August 2012
    6.

    Sehr geehrter Herr Oberhummer,
    das arme Kind, das von dem Hund in Harlaching gebissen wurde, tut mir - weiss der Himme l- von ganzem Herzen Leid. Man kann den traurigen Vorfall auch noch monatelang aus der Kiste kramen.
    Jedoch:
    Haben Sie sich schon mal gefragt, wieviel Kinder oder auch Erwachsene SEITDEM bereits wieder in Deutschland von besoffenen Autofahrern tot oder für immer behindert gefahren wurden?
    Haben Sie sich gefragt, wieviele kleine Kinder inzwischen von üblicherweise nahen Familienangehörigen oder der Familie nahestehenden Männern (meist) missbraucht und für immer traumatisiert worden sind?
    Wie wollen Sie denn da Ihre KONTRRROLLE ausüben, die Ihnen offenbar ein Seelenbedürfnis ist?

    Statistisch schneiden da die Hunde wirklich richtig gut ab! Es ist wohl doch eher eine persönliche, nicht laut geäusserte Hundephobie, der Sie auf dem Umweg über Ihr bestimmt sehr süßes Töchterchen Luft machen, anstatt in erzieherisch weit wertvollerer Weise deren Furcht auf vernünftige Art zu relativieren und dadurch ihr Selbstvertrauen zu stärken, so dass sie bei nächsten Begegnungen mit Hunden o.ä. angemessen zu reagieren gelernt hätte.

    Mit unentwegt freundlichen Grüßen,
    Lengsfeld

  7. Autor Björn Drubel
    am 14. August 2012
    7.

    Herr Oberhummer, muss man immer alles kontrollieren? Ausserdem sind Sie wohl im von Ihnen geschilderten Fall falsch informiert: Der Hund einer 74 Jährigen war angeleint und das Kind hat zudem leider falsch reagiert. Der Hund wurde durch die KVR einem Wesenstest unterzogen und hat nun einen Maulkorb und Leinenzwang. Nur dieser Hund und seine Halterin repräsentieren nicht alle anderen Hunde und Halter in München. Es gibt eben solche und solche, so wie es Kinder gibt die sofort Hunde beschmeissen und treten. Das hat mit Schönreden nichts zu tun. Ausserdem ist die Zahl der in München ansässigen Hunde ein nicht unwesentlicher Anteil an "Bewohnern" und die Hunde und ihre Halter tragen in nicht unwesentlichem Mass zum sonnigen Haushalt Münchens bei. Auch ist der Wirtschaftsfaktor Hund in München erheblich, wenn man mal die Zahl der Unternehmen in München sieht, die den Hund als Kunden haben. Man muss derartige Einzelfälle nicht immer so generalisieren,pauschalisieren und in Panik verfallen. Und es gibt in München zahlreiche "hundefreie" Orte, unter anderem erkennbar an den grünen Pfosten!

  8. Autor Björn Drubel
    am 14. August 2012
    8.

    In Chemnitz ,Dresden oder Leipzig dürften Ihrer Wünsche schon in Erfüllung gegangen sein, dort wird kontrolliert und sanktioniert, dass einem die Spucke wegbleibt! Da gibt es sogar generellen Leinenzwang! Super, dafür habe ich dort die schlimmsten und agressivsten Hunde der Republik erlebt! Dann bin ich lieber hier im etwas toleranteren und nicht so kontrollierten München und hab relaxte Hunde und Hundehalter um mich. Ausnahmen gibt es auch bestimmt hier.

  9. Autor Daniela Marika
    am 18. August 2012
    9.

    Sehr geehrter Herr Oberhummer,
    ich bin mutter einer 7 jährigen. meine tochter hat von klein auf gelernt, wie man mit fremden hunden umgehen muss (nicht herumzappeln, keine hastigen bewegungen, nicht auf einen hund einfach zugehen/zulaufen, nur einen hund streicheln .. nachdem man den besitzer gefragt hat, nicht rumschrein, ect.).
    meine tochter ist selber nicht mit hunden groß geworden, trotzdem ist mir der kontakt mit sämtlichen tieren für sie wichtig, ich hab ihr immer wieder die wichtigsten regeln im umgang mit tieren erklärt. wir sind täglich an der isar, an der sehr viele hunde rumlaufen die sich da richtig austoben. bis jetzt hat uns selber noch NIE ein hund in irgendeiner weise belästigt, angefallen oder sonst was. ich kann nur gutes erzählen. sicher gibt es situationen, wenn sich 2 oder mehrere hunde ankeiffen/raufen oder miteinander spielen/rumtollen, dass man da einfach nen bogen drum rum macht und nicht mitten durch das geschehen durchgeht, aber ich denke, dass dies doch für jeden selbstverständlich ist. man muss halt, wie beim autofahren, vorrausschauend unterwegs sein.
    ich persönlich bin gegen leinenzwang. schließlich gibt es genug grünflächen, an denen hunde nicht erlaubt sind (grüne pfosten), also wenn jemanden die hunde stören, dann sollen derjenige doch diese grünflächen nutzen.
    ich weiß ja nicht wie Sie Ihr kind oder kinder (falls Sie welche haben) erziehen, aber vielleicht ist das so der falsche weg. meiner ansicht nach, würden Sie so dem kind angst und panik gegenüber den tieren machen. ich sperre mein kind nicht von tieren weg und ich denke dass ich in der erziehung bis jetzt noch nicht versagt habe. meine tochter weiß, dass ein tier kein spielzeug ist, und dass ein tier auch nicht nach ihrer pfeiffe tanzen muss..................

  10. Autor Daniela Marika
    am 18. August 2012
    10.

    ............sicher gibt es auch schwarze schafe unter den hunden oder besitzern, aber gibts die denn nicht auch bei katzen/katzenbesitzer ... es wäre ja dann jedes tier gefährlich!!!
    vielleicht sehe ich die sache nicht so verbissen, da uns noch nie was passiert ist. ich habe mehr angst vor den zecken .. die wurden als gefährlichste tiere deutschlands eingestuft.
    wie schon erwähnt, bin ich gegen leinenzwang, da ich der meinung bin, dass hunde an der leine, wie schon meine vorposter geschrieben haben, nicht mehr so entspannt sind und dann natürlich auch zu aggressivitäten neigen.
    wenn es gestattet ist, dass man hunde frei laufen lassen darf, dann sollen die vierbeiner das doch genießen können!!
    bezugnehmen auf die raufeinlagen auf den gehwegen ... ein hund unterscheidet nicht zwischen gehweg und spielwiese! wenn sowas vorkommt, geht man dem geschehen halt aus dem weg, oder sehe ich das falsch bzw. zu locker?
    Sie schrieben, dass Sie kein hundehasser sind, nur leider kommt Ihr text anders rüber. am liebsten, so kommts mir vor, wäre Ihnen, wenn überhaupt keine hunde mehr rumlaufen würden.
    wegen der beleidigung bzgl. dem anleinen der hunde da denke ich nicht, dass jemand ohne grund so eine aussage macht wie die, die sie oben schilderten ... *dir brech ich die nase* da bin ich der meinung .. wie man in den wald reinschreit, so kommts auch wieder zurück!!
    sind Sie wirklich so oft unterwegs? also wir hier an der isar sehen sehr viele familien, ständig polizei und auch ordnungsamt, naja wobei ich sagen muss, wir sind ja viel draussen, da bekommen wir das halt auch alles mit!!
    wir genießen unsere spaziergänge an der isar oder unser picknick dort und das schon seit jahren!!
    ich wünsch Ihnen trotzdem noch eine schöne zeit im südpark :)
    lg. daniela

  11. Autor Plinia Aigner
    am 20. August 2012
    11.

    Ich kann mich der Meinung von Frau Wagner, Frau Lengsfeld, Herrn Drubel und Frau Marika nur anschließen.

    Auf die Frage, was "unsäglich" an der Eingabe sein soll, fällt mir vor allem die unterschwellige Drohung auf, dass man sicherlich keine Schlagzeilen haben wolle à la "Kleinkind von Hund im Südpark angefallen und schwer verletzt". Was soll das???

    Zunächst einmal habe ich derartige Zwischenfälle im Südpark bisher weder erlebt, noch gesehen, noch davon gehört (obwohl ich über zehn Jahre in der Gegend gelebt habe und auch im Sommer fast täglich durch den Südpark gejoggt oder einfach dort spazieren gegangen bin). Im Gegenteil: Hundehalter, die wissen, dass ihr Hund Fremden gegenüber eher "reserviert" ist, haben ihre Hunde an der Leine und haben mich immer darauf aufmerksam gemacht, dass ich Ihren "Bello" lieber nicht streicheln soll (was ich ansonsten sehr gerne tue).

    Der zitierte Fall in Harlaching zeigt, dass im Ernstfall auch ein Leinenzwang nichts bringt (der Hund war an der Leine), wenn Mensch und Hund nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen.

    Ich hatte den Eindruck, Herr Oberhummer würde am liebsten die Haltung und das Ausführen, bzw. Toben lassen von Hunden in der Stadt ganz verbieten lassen. Das würde nicht nur die Hundehalter und Hunde treffen, sondern auch Leute wie mich, die einfach gerne zuschauen, wie sich Hunde austoben. Da ein solches Verbot nicht möglich ist, wird zur verstärkten Kontrolle und Gängelung der in den Augen von Herrn Oberhummer wohl unbelehrbaren und renitenten Hundehalter aufgerufen (so dass es ihnen von selbst vergeht, ihre Hunde laufen zu lassen).

    Ich hoffe nur, dass dieser Aufruf verhallt....

  12. Autor Björn Drubel
    Kommentar zu Kommentar 10 am 20. August 2012
    12.

    Frau Marika, sie bringen es auf den Punkt. Als Hundehalter, der ebenfalls täglich an der Isar unterwegs ist, kann ich mich Ihren Ausführungen nur anschliessen. Vielleicht hatte mein Hund ja schon das Vergnügen mit Ihnen. Bis morgen wieder an der Isar.

  13. Autor Monique Knebel
    am 21. August 2012
    13.

    Sehr geehrter Herr Oberhummer,
    Vorfälle in denen Menschen von Hunden angegriffen werden sind schlimm, das streitet niemand ab. Jedoch kann meist der Hund nichts dafür. Ich selbst wurde als kleines Kind gebissen und war mir damals wie heute meiner Schuld bewusst (das soll nicht bedeuten, dass Kinder die gebissen werden selbst schuld sind - bei mir war es nur damals so). In den meisten Fällen sind die Halter von Hunden für ein agressives Verhalten verantwortlich. Dies ist mir im Südpark jedoch noch nie aufgefallen.
    Leider tragen viele Hundehalter dazu bei, ein schlechtes Licht auf alle Hunde zu werfen.
    Ich selbst habe eine Hündin und gehe mit ihr oft in den Südpark. Wie oben bereits erwähnt, ist der Südpark von Frau L. Kiesselbach der Stadt München überlassen worden unter eben genau dieser Voraussetzung, dass u.a. Hunde freilaufen dürfen. Aus diesem Grunde finden Sie auch keine "Verbots- u. Gebotsschilder"! Nichts desto trotz gibt es im Südpark Grünflächen auf denen Hunde verboten sind, hier halten sich auch die Hundebesitzer daran.
    Es herrscht in nahezu jedem Stadtpark in und um München (Englischer Garten, Westpark, Seen) Leinenzwang, also seien Sie doch so großmütig und lassen Hunde und Ihre Halter wenigstens in diesem einen - dafür vorgesehenen park - freien lauf.
    Viele Grüße
    M. Knebel

  14. Autor Fritz Oberhummer
    am 27. August 2012
    14.

    In der Blumenau hat gestern ein Rottweiler ein Kind zerlegt ...

    Ich darf ja dann sicherlich gerne die guten Ratschläge hier an die Eltern weiterleiten, diese werden sich sicherlich freuen!

  15. Autor Plinia Aigner
    am 28. August 2012
    15.

    Der schreckliche Vorfall in der Blumenau ist sehr bedauerlich, jedoch war auch hier der Hund an der Leine - Zitat aus der SZ:

    "Die 47-jährige Hundehalterin hatte das Tier beim Gassigehen an einem Geländer angebunden. Der Rottweiler riss sich los, ging auf eine Gruppe spielender Kinder los und griff den Dreijährigen an. Ein Mann versuchte, dem Jungen zu helfen. Der 49-Jährige attackierte den Hund mit Tierabwehrspray und Stockschlägen, bis er von dem Kind abließ.

    Der Junge wurde in ein Krankenhaus gebracht, die Hundehalterin erhielt eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung. Zudem besteht laut Polizei der Verdacht, dass der Hund illegal nach Deutschland eingeführt worden ist. Der Vorfall ereignete sich bereits vor gut zwei Wochen, wurde aber erst jetzt von der Polizei veröffentlicht."

    Bei dem Rottweiler handelt es sich wahrscheinlich um ein Tier, das unter den übelsten Umständen gezüchtet und schnell großgezogen wurde, um dann (unter Inkaufnahme illegaler Wege) möglichst gewinnbringend weiterverkauft zu werden. Hier wäre eine strengere Kontrolle der Herkunft und der Einfuhr von Hunden angebracht. Ein Leinenzwang kann auch hier nichts bringen.

    Dass ein lt. Berichterstattung scheinbar unbeteiligter Spaziergänger voll ausgerüstet ist mit Abwehrspray und Stock, jederzeit bereit, Hundeangriffe abzuwehren, zeigt, welche Fronten gegen Hunde und ihre Halter bereits aufgebaut sind.

    Die "Normalos" unter den Hundehaltern führen ihre Hunde nicht (evtl. sogar zwecks möglichst gewinnbringenden Weiterverkauf) illegal nach Deutschland ein, sondern halten ihren Hund dauerhaft und mit Liebe und Verantwortung als Haustier. Man tut diesen Leuten und ihren Hunden unrecht, wenn man sie mit Zwischenhändlern und Tierquälern über einen Kamm schert.

    Ich bin daher der Meinung, dass dieser Fall nicht in diese Debatte gehört.

  16. Autor Björn Drubel
    Kommentar zu Kommentar 14 am 29. August 2012
    16.

    Herr Oberhummer, "ein Kind zerlegt"?..wie geht das denn? Mit reisserischen Hetz-Schlagzeilen werden Sie ihrenen Minusrekord von derzeit 69 Gegenstimmen nicht verbessern. Das zeigt doch, dass hier diese Bildzeitungen Münchens (TZ,AZ) . Habs mir schon gedacht, dass Sie auf diese herrlich gemachte Schlagzeile auf Seite 1 eines lokalen Unterschichtentageblatts ,dass ein zähneflätzschendes Rottweiler -Fotomodel abbildet, hereinfallen. Sie sollten sich besser mal ihre eigene Meinung bilden, als so billig Vorgekautes meinungslos zu schlucken.
    Blumenau? Naja..der Wohngegend eilt ja auch ein Ruf voraus. Den Vorfall solte man so auch nicht unbedingt auf alle Münchener Hundehalter verallgemeinern.

    Eigentlich sollten Beiträge wie Ihrer mit einem solchen Minusrekord von 70 Gegenstimmen auch vom OB Ude beantwortet werden. Das muss man auch erstmal schaffen.

    Lesen Sie mal ne anständige Tageszeitung, dann sehen Sie vieles auch wieder positiver. Ich würde keine 60 Cent für eine TZ oder AZ ausgeben. Nur blöd, dass diese Schmuddelblätter mit ihren reisserischen Seiten und ihrer Hetze einem überall in München regelrecht aufgedrängt werden. Ich schau schon immer mit einem akademischen Lächeln weg.

    PS: Die KVR hat alles geregelt, es handelte sich bei "Budda" um einen 15 monatigen Rüden, der vieleicht seinem Alter entsprechend etwas übertrieben hat Es wird und wurde alles getan und dem Kind geht es auch nicht ganz so schlecht. Eine Kollision mit einem Auto oder Rad wäre bestimmt anders für das Kind ausgegangen. Dem Kind gute Besserung und "Budda" ein Herrchen mit glücklicheren Händen.

  17. Autor Daniela Marika
    am 01. September 2012
    17.

    Sehr geehter Herr Oberhummern,
    von mir waren das definitiv keine ratschläge .. sondern verhaltensregeln.
    unser leben besteht nun mal aus regeln .. die man natürlich auch einhalten muss!!
    bei diesen vorfällen in harlaching und in der blumenau sollte man ja auch die fakten kennen, die meine vorposter Plinia Aigner und Björn Drubel schon schilderten. ich bin auch deren meinung!

    beide hunde waren angeleint. also sehe ich hierfür einen leinenzwang für völlig unnötig.

    ich habs letztens wieder an der isar beobachtet ... da war ein kleiner welpe (11 wochen) unterwegs .. angeleint!!! .... dem kleinen welpen kamen 3 kinder (alter 2-4 jahre) entgegen .. die kinder waren panisch, haben herumgebrüllt und herumgezappelt und wollten nicht mehr weitergehen .. weil sie angst vor dem kleinen wauwau hatten (obwohl dieser noch ca 3m entfernt von ihnen war) ... die besitzerin rief der mutter zu .. dass der hund sowieso angeleint ist ... der welpe .. der durch das panische verhalten der kinder .. total irritiert war, wollte nicht mehr weitergehen ... setzte sich ... und hat die ganze situation beobachtet ..
    meine tochter kennt diesen welpen, da sie mit dem spielt, wenn wir den an der isar antreffen. dieser hund ist total verrückt nach kindern .. und überhaupt nix bösartig!!!

    als ich die situation beobachtet hatte, musste ich nur meinen kopf schütteln und dachte mir .. dass anstatt hundeführerschein oder leinenzwang .. sollte man doch eher gucken ob eltern überhaupt fähig sind .. ihre kinder großzuziehen ohne phsychische schäden anzurichten, denn wenn die kinder in diesen jungen jahren schon so panisch gegenüber hunden (in dem fall ein babyhund!!!) reagieren .. da fragt man sich schon, was bei denen schief gelaufen ist!! und gesund ist dieses verhalten auf keinen fall .. weder fürs kind noch fürs tier!!!

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