Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Klaus Müller am 17. Juni 2010
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Gesellschaft und Soziales

Hundekot - ein Dauerärgernis!

Sehr geehrter Herr Ude,

der tägliche Slalomlauf in den Straßen am Gärtnerplatzes um die vielen Hinterlassenschaften der geliebten Vierbeiner ist ein Dauerärgernis. Sicher betrifft das auch viele andere Stadtbereiche.

Trotz einer wirklich aufwendigen und regelmäßigen Reinigung dieses Areals ist die Lage wirklich lästig. Das Problem scheint weniger die Reinigung als die Einstellung der Hundebesitzer. Diese ist wohl nur durch eine entsprechendes Kostenrisiko - wie etwa beim Falschparken - anzupassen bzw. zu ändern.

Zwar sind viele Politessen unterwegs und füllen die Stadtkasse, Hundebesitzer, die sich nicht weiter um die Haufen (oder ähnliche Hinterlassenschaften) kümmern, werden jedoch in derart geringfügigem Maß kontrolliert und belangt, dass keinerlei Besserung in Sicht ist. Ganz im Gegenteil, die Situation war noch vor wenigen Jahren deutlich besser. Gegebenenfalls gibt es zwischenzeitlich einfach mehr Hunde.

Welche konkreten Lösungsvorschläge gibt es zu dieser sicher vielen Bewohnern unangenehmen Situation?

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Antwort
von Christian Ude am 15. September 2010
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Müller,

das rücksichtslose Verhalten mancher Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer vierbeinigen Gefährten auf Gehwegen, Plätzen, im Straßenbegleitgrün und in öffentlichen Grünanlagen nicht beseitigen, ist in der Tat auch für die Stadt ein Ärgernis.

Dabei ist die Rechtslage in München eindeutig: Hundehalter sind gemäß der Reinhaltungsverordnung für den öffentlichen Straßenraum und der Grünanlagensatzung verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde zu beseitigen. Wer sich nicht an diese Regeln hält, muss mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro rechnen. Die städtische Grünanlagenaufsicht führt im Rahmen ihrer Kapazitäten Kontrollen durch und ahndet Verstöße. Dabei müssen die Hunde allerdings "auf frischer Tat" ertappt werden.

Die Stadt München setzt aber parallel dazu auf Aufklärung über die geltenden Vorschriften und die Unterstützung des richtigen Verhaltens von Hundehalterinnen und Hundehaltern, so zum Beispiel im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne "Rein. Und Sauber." Dabei wurden die Halter der rund 28.000 in München angemeldeten Hunde angeschrieben und mit einem Merkblatt und einem "Gassi-Beutel" über die Vorschriften für Hunde im öffentlichen Raum informiert.

Gleichzeitig hat das Baureferat inzwischen über 350 Hundekot-Tütenspender aufgestellt, die sehr gut angenommen werden (jährlich werden rund 4 Millionen Tüten entnommen!) Wir haben also doch Grund zur Hoffnung, dass zukünftig in München weniger Hunde-Hinterlassenschaften auf den öffentlichen Flächen zu finden sein werden.

Mit freundlichen Grüßen