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Autor Vera Khavina am 08. Juni 2010
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Bildung und Kultur

Hortplatz bzw. Mittagsbetreuung der Grundschulkinder

Sehr geehrter Herr Ude,

fast genauso wie in einem der Beiträge stellt sich auch für unsere Familie folgendes Problem ab Herbst 2010.
Unser Sohn geht in die erste Klasse in die Grundschule Lehrer-Götz-Weg 21, wir sind beide Vollberufstätig, haben aber kein Hortplatz (auch nicht in der Hanikestr.) und kein einziger Mittagsbetreuungsplatz bekommen. In unserer Not habe ich mich an die Schulreferat gewandt, die haben mir empfohlen eine staatlichgeprüfte Tagesmutter zu nehmen, habe ich über Sozialbürgerhaus zuständig für Trudering gemacht und habe eine einzige Tagesmutter in unserem Bezirk gefunden, die die Kinder auch selbst von dieser Grundschule abholt, nun haben wir gestern auch von ihr eine Absage bekommen.
Jetzt bleibt die einzige Möglichkeit, dass ich mich kündigen lasse. Ich habe nach dem Erziehungsurlaub kaum einen Job gefunden, dieses Job war einfach ein Glücksgriff und den, bin ich jetzt gezwungen aufzugeben.
Alle meine Möglichkeiten sind ausgeschöpft. Im Falle der Arbeitslosigkeit, werde ich wiederum zur Lasten der Staat fallen, Arbeitslosengeld beziehen. Deswegen ist es für mich unverständlich wie die Platzvergabe so funktionieren kann, dass die Berufstätitige Eltern keine Möglichkeit haben, Ihr Kind in irgend eine Einrichtung nach der Schule zu betreuen.
Die Schule ist um 11:20 Uhr fertig, ich arbeite in Fasanerie, mein Mann ist der Postzusteller bei der deutschen Post, es gibt einfach niemanden, der das Kind so früh von der Schule abholen kann und der Weg nach Hause ist ziemlich lang und das Kind muss 5 Straßen ohne Ampel uberqueren, davon abgesehen, dass er noch nie alleine gegangen ist und nie alleine zu Hause gewesen ist.

Ich habe bereits mehrere Briefe mit der Bitte um Unterstützung bei der Situation geschrieben an Schulreferat, an Bundeskulturministerium und die haben sich nicht einmal die Mühe gemacht die zu beantworten.

Wir sind beide Eltern mit Migrationshintergrund, das Kind ist zwar in Deutschland geboren, aber wächst zweisprachig auf, also meiner Meinung nach, genau für solche Kinder ist es enorm wichtig unter Kinder zu sein, lernen mit den deutschen Betreuer Hausaufgaben zu machen und, und, und. Mein Sohn geht seit er 2 Jahre alt ist in die Krippe und dann ins Kindergarten.

Im Schulreferat wurde mir gesagt, dass dieses Problem mit der Lehrer-Götz-Schule ein seit Jahren bekanntes Problem, dass die Kapazitäten nicht ausreichend sind, dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum baut man für diese Schule eine Turnhalle statt den Hort zu vergrößern, schließlich zahlen die beruftstätige Eltern auch nicht wenig für den Hortplatz aus eigener Tasche. Bei der Forellenschule hat man Hort auf 150 Plätze erweitert und dies ist auch noch nicht genug (habe versucht mein Sohn in anderen in der Nähe liegenden Schulen anzumelden als Gastkind nur wegen dem Hortplatz und habe auch überall Absagen bekommen).

Und bei Lehrer-Götz-Schule waren dieses Jahr 90 Kinder eingeschrieben für Herbst 2010 und nur 5 Plätze im Hort frei!!!!!

Ich bitte um Rat, Unterstützung und Hilfe sonst bin ich leider ab 14. September 2010 eine stolze arbeitslose Mutter.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und Hilfe.

Im Voraus recht herzlichen Dank

Vera Khavina

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