Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Elke Knorr am 21. April 2010
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Gesellschaft und Soziales

Hortplatz an einer Gastschule

Sehr geehrter Herr Ude,

ich möchte Sie einmal fragen, warum Gastschulkinder keinen Hortplatz bekommen. Mein Fall ist Ihnen vielleicht schon bekannt, da ich mich an verschiedene Stellen der Stadt München gewendet habe. Wir sind beide berufstätig und haben eine kleinwüchsige Tochter, die in diesem Jahr in die 1. Klasse kommt. Der Schulleiter der Sprengelschule war reserviert, ein behindertes Kind in seiner GS zu beschulen, deshalb suchten wir nach einer Gastschule, die wir auch fanden. Dort kann unsere Tochter sofort ohne große Umschweife beschult werden, auch die Gesprächsbereitschaft ist dort hervor zu heben, ich konnte ohne Probleme einen Termin mit der Rektorin vereinbaren. Ihr gilt mein großes Lob. (Grundschule Berner Straße 6). Nun haben wir ein Betreuungsproblem. Da wir an der Gastschule keinen Hortplatz bekommen haben! Die Vergaberichtlinien sind wohl so eng?
Für uns ist es aber noch komplizierter, da wir Eltern auch beide behindert sind und die Omas nicht in der Nähe leben (Leipzig). Unser Job ist uns sehr wichtig und sichert unser Einkommen. Und trotzdem wir bei der Vergabe nicht auf diese Besonderheit geachtet. Deshalb haben wir schon an Frau Hadertauer, Frau Strobl, Herrn Utz, Schulreferat gewand und trotzdem konnte uns keiner helfen. Wird man als Behinderter hier so im Stich gelassen, obwohl man doch arbeiten geht, ein Kind erzieht und hervorragend (wurde mir mehrfach bestätigt) fördert. Das ist doch eine Leistung, die auch mal anzuerkennen wäre, mit der Möglichkeit der Betreuung im Hort. Übrigens ist unsere Tochter im Gastschulsprengel 4 Jahre in den Kindergarten gegangen. Sie hat dort also wichtige soziale Kontakte und wird in ihrer Person akzeptiert und anerkannt. Das sind gerade die wichtigsten Punkte, um als Kleinwüchsige gut in der Schule zurecht zu kommen.
Wieso kann sich die Hortleiterin hinstellen und sagen, dass sie kein Kind aus der Förderklasse nimmt (obwohl unsere Tochter nicht in eine Förderklasse kommt). Das ist für uns Diskriminierung.
Wir sind vor 3 Jahren von Leipzig nach München umgezogen, um hier zu arbeiten. Wir waren flexibel, doch wo ist die Stadt München flexibel bei der Kinderbetreuung? Da bekommen Eltern einen Hortplatz, die überhaupt nicht arbeiten, oder wo das Kind noch gar nicht in die Schule muss oder jemand der auf einmal allein erziehend ist, obwohl er in einer Partnerschaft lebt.
Müsste da nicht etwas überarbeitet werden?
Es geht nicht nur mir so.
Vielleicht muss man sich erst ans TV oder die Presse wenden, damit mein Problem ernst genommen wird bzw. das endlich etwas Vertretbares passiert.
Nochmals ich brauche eine Betreuung im Hort, da nur dort auch die Kinder in der Ferienzeit betreut sind, denn wer hat schon so viel Urlaub, wie die Kinder Ferien haben?????

Ich erbitte eine schnelle Antwort und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
E. Knorr

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