Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor G. Ziegler am 10. Januar 2011
5315 Leser · 83 Stimmen (-4 / +79) · 2 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Herzlich Willkommen in Müllchen!

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Ude,

HILFE: wie können wir unser München wieder sauberer machen? Schon seit langer Zeit beobachte ich, meine Familie, Freunde, Bekannte und viele, viele andere Münchner und Touristen mit Grausen die widerlichen Müllhalden, die sich geballt um die öffentichen Abfallkörbe verbreiten. Vor allem Wochenend- und Feiertagsspaziergänge am Schloss, in den Parks, in den Straßen werden zu einer Würgepartie. Im internationalen Vergleich stehen wir da wirklich einzigartig schmutzig da. (Neapel einmal ausgenommen ;-) Paris, London, New York, Madrid, Oslo, Zürich... alle sind im Vergleich zu Müllchen sauber! Selbst andere deutsche Städte (z.B. Düsseldorf, Hamburg....) sind deutlich weniger verdreckt!
Auf die Eigenverantwortung der Münchner Bürger zu appellieren, hat sich ja ganz offensichtlich als Irrglaube herausgestellt. Außerdem haben Studien ganz klar ergeben, dass auf Dreck noch mehr Dreck folgt. Selbst halbwegs anständige Bürger werfen dann ihren Kaffeebecher-to-go, ihren leeren Eisbecher oder die 'Hundetüte' dazu.
Was können wir also tun, denn so darf es nicht weitergehen!
1. In vielen Städten (von der Schweiz bis nach Spanien, von den USA, Kanada etc. ) gibt es Geldbußen und zwar nicht zu knapp. Das scheint sozialpsychologisch der effektivste Weg, was auch Studien beweisen. Wie schon erwähnt: Eigenverantwortung in Sachen Müll ist nicht zu erwarten. Da muss man nur mal die verdreckten Hörsäle an der LMU nach einer Vorlesung sehen!
2. Großangelegte Sauberkeitskampagnen, wie schon öfter in Köln erlebt, könnten einen Beitrag leisten.
3. Größere Müllkörbe installieren, die einen Verschlussmechanismus haben, sodass niemand den Müll einfach rausschleudern kann.
4. Diese Punkte in Kombination mit häufigeren Säuberungen vor allem am Wochenende wären ideal!
Es darf doch nicht sein, dass eine derart beliebte und wohlhabende Stadt in ihrem Dreck dahinvegetiert und die Kosten für mehr Reinigung sparen muss.
Vielleicht gibt es ja bezüglich der höheren Reinigungskosten die Möglichkeit, eine Art Spendentopf 'Sauberes München' ins Leben zu rufen? Ich würde mich gern daran beteiligen!

Ich freue mich auf Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen
Gudrun Sabine Ziegler

+75

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Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Robert Jäger
    am 27. August 2012
    1.

    Sehr geehrte Frau Ziegler,

    wie auch Sie und die von Ihnen genannten Personen(-gruppen) geht mir das Müllproblem gehörig auf den Wecker.
    Doch Strafandrohung bedarf, besonders in diesem Fall, auch einer intensiven Überwachung. Da unsere Polizei überwiegend damit beschäftigt ist, menschlichen Müll von der Straße zu räumen, bleiben nicht mehr viele Einsatz-Kräfte übrig, um da einzuschreiten. Bei direktem Kontakt mit Müllsündern habe ich auch schon ein Eingreifen der Polizei erlebt, aber das kann nicht (nur) die Aufgabe der Ordnungshüter sein.

    Das Engagement muss von uns selbst ausgehen, von einem/einer Einzelnen, der/die sich eine Mülltüte schnappt und wegräumt, was andere hinterlassen haben. Mehr Effektivität haben da natürlich mehrere ehrenamtliche Helfer und wenn zu viele werden, werden sie unsere Rathausgewaltigen, beginnend mit dem KVR, möglicherweise mit den nötigen Mitteln ausstatten, eben weil sie ein derartiges Engagement gutheißen und fördern wollen/werden. Das größte Problem bei massenhaft gesammeltem Müll ist ja das Wiederloswerden. Da hilft die Stadt sicher mit.

    Gehen Sie also selber los, werben Sie in Ihrer Lokalzeitung für eine Sammelaktion am Wochenende, versuchen Sie einen örtlichen Transportunternehmer für die Sache zu gewinnen und nehmen Sie Kontakt zu den zuständigen Stellen auf, damit sie das Zeug hinterher auch wieder loswerden.

    Viel Spaß, es wird sich lohnen.
    Robert Jäger

  2. Autor Rudolf Steinmetz
    am 01. Februar 2013
    2.

    Dieses Müllproblem ist primär eine Erziehungssache. Es geht nur mit intelligenten Methoden. Wir wohnen in einer sehr schönen Gewofag-Anlage, die gleichfalls u.a. unter dem Müll-Problem leidet. Ich selbst hebe jede Woche mindestens 1 Eimer Papier etc. auf, um weiteren Anhäufungen vorzubeugen. Der meiste Dreck kommt von den Kindern, die nicht mehr lernen, das man so etwas nicht macht. Papierkörbe etc, kosten nur Geld und ziehen Müll an. Leider ist die Gewofag einfach taub gegenüber kreativen Vorschlägen, um dem ein Riegel vorzuschieben. Herr OB Ude als Gewofag-AR-Chef sollte seinem Vorstand endlich einmal kräftig auf die Füsse treten, und sinnvolle Mitverantwortungsstrukturen der Mieter implementieren lassen, anstatt permanent die Betriebskosten zu erhöhen und dafür nix zu liefern.

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