Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor W. Molinari-Dippel am 09. Mai 2012
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Sonstige

Halle 2 und Müllsammelstellen

Sehr geehrter Herr Ude,

ich wende mich an Sie, da das Gebaren rund um die Halle 2 der Müllabfuhr ein, vornehm ausgedrückt, "Eigenleben" entwickelt zu haben scheint. (Leider gilt das für ALLE Sperrmüllsammelstellen- man wird dort seit Jahren von den anwesenden Hilfskräften in einer unmöglichen Art geschuriegelt. Von 15 anwesenden Arbeitern ist nicht einer bereit kurz beim Ausladen zu helfen. Und der Grund ist NICHT deren Arbeitsüberlastung. Auch kann es nicht angehen, wegen 3 Holzkisten 1 Stunde deren Herkunft und den Grund der Entsorgung darlegen zu müssen, um dann mit den Worten "Deine Story gefallen mich nix" angeblafft zu werden).

Nun zurück zur Halle 2. Seit Monaten beobachte an den Vorabenden der öffentlichen Verkäufe ein "starkes Verkehrsaufkommen" von Osteuropäischen Lieferwagen. So stehen bereits ab 7 Uhr teilweise 7 Fahrzeuge vor der Halle. Zum Teil sind diese bereits teilweise beladen. Mir wurde die Anwesenheit jedoch, unter dem Vorwand ich hätte fotografiert, verboten und ich wurde des Geländes verwiesen. Dieses Verhalten erweckte natürlich mein Mißtrauen, da davon auszugehen ist, dass hier etwas "schiefe" Geschäfte abgewickelt werden.

Bereits 30 min vor dem Öffnen der Tore postieren sich schwarz gekleidete Muskelpakete am Eingang, um als Erste die Halle betreten zu können.

"Interessante Möbelstücke" werden sofort von der erwähnten Gruppe muskelbepackter Männer umringt, die dafür sorgen daß sich kein anderer Interessent mehr nähert. Anschliessend kommen rot-weiße Absperrbänder um ganze Warenbereiche.

Ich denke: eine Einrichtung in der auch sozial schwache Bürgerinnen und Bürger einkaufen können, sollte wenigstens für "Chancengleichheit" sorgen, und nicht für ausländische Fahrzeug früher öffnen als für Münchner. Hinzukommt daß die Gebrauchtwaren ja schon durch die Müllgebühr bezahlt, und nun noch einmal gewinnbringend weiterveräußert werden. Offensichtlich mit Sonderkonditionen für Großhändler, wie durch die (sinngemäße) Angabe "Vorbehalt des Verkaufs großer Einheiten" vermuten lässt.

Ich würde es gerne sehen,
< wenn das Gelände erst zum Verkaufsbeginn für ALLE gleichzeitig geöffnet würde.
< wenn pro Fahrzeug nur EINE Person eingelassen werden würde.
< wenn mit offenen Karten gespielt würde, und kein "geheimer" en gros Verkauf interessanter Waren erfolgen würde.
< wenn die Versteigerungen durch einen vereidigten Versteigerer durchgeführt würden.
< Der Leiter des Verkaufes alle Jahre wechseln würde- denn der derzeit anwesende hat eventuell einige gute Freunde gewonnen. Er stellt sich als Alleinherrscher, neben seinem eigentlichem Chef, dar.
< Wenn prinzipiell die Müllabfuhr besser überwacht und "gerevenuet" werden würde.

Bitte zerstreuen Sie, Herr Oberbürgermeister, alle Befürchtungen und Vermutungen, und sorgen Sie für Öffentlichkeit, statt Geheimnistuerei. Die Halle 2 soll eine Einkaufsmöglichkeit für Münchner bleiben, und keine professionelle Erwerbsquelle und kein Großhandel werden. Beenden Sie das selbstgerechte Handeln vieler Mitarbeiter an den Sammelstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Wolf Molinari- Dippel

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