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Autor Günter Hastenrath am 05. August 2010
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Planen und Bauen

Hackenviertel

Sehr geehrter Herr Ude,

als Zugereister lebe ich seit 4 Jahren in München-Harlaching. Durch Zufall bin ich in das Hackenviertel gekommen. Was zur Zeit in den Medien über dieses Viertel berichtet wird (Aktualisierung usw.), fiel mir schon damals auf, denn dieses zum Teil schöne Stadtviertel liegt nicht nur etwas abseits, es ist auch wenig attraktiv.

Nun habe auch ich mir Gedanken darüber gemacht, zumal ich beruflich damit zu tun hatte, wie die Akzeptanz des Viertels erhöht werden könnte.

Unabhängig von den Maßnahmen, die das Stadtbaureferat einleiten wird, tragen m. E. folgende Dinge zur Attraktivität des Viertels bei:

*** generell sollte der Autoverkehr eingeschränkt werden,
insbesondere der Durchgangsverkehr Sendlinger Str./
Sonnenstr. Wenn man mehr Autos als Menschen sieht,
kann dies für ein "Viertel" problematisch werden.

*** Parkplatzbuchten könnten das beidseitige Parken der
Autos auf den Straßen vermeiden helfen, sodaß die
Geschäfte von den Passanten mehr wahrgenommen
werden (zumindest die Auslagen) und das halbseitige
Parken auf den Gehwegen würde dann wegfallen.

*** verkehrsbereinigte und begrünte Verweilzonen für
Passanten laden eher zum Flanieren ein, als dies jetzt
bei voll geparkten Straßen der Fall ist.

Da die Geschäftsstruktur in diesem Viertel nicht sonderlich im Fokus des München - Besuchers steht, sollte m. E. gerade das Umfeld dazu beitragen, für die potentiellen Kunden ein angenehmes Klima zu ermöglichen.

Neben diesen Maßnahmen könnte der Ausbau des Viertel - vorzugsweise Hackenstr./ Brunnenstr./ Joseph-Spitalstr./ Kreuzstr. - mit viel Grün den Charakter eines kleinen Gartenstadt-Viertels erhalten, wie dies bereits im Asamhof hervorragend gelöst wurde.

Wie nun kann ds Hackenviertel vom Besucherstrom der München-Touristen profitieren? Die Zugangsmöglichkeiten von der Neuhäuserstr. / Kaufingerstr. sind wohl problematisch, wollte man sie aktualisieren.

Die "Flaniermeile möchte man erst einmal abarbeiten", um dann vom Stachus kommend, den Marienplatz mit Viktualienmarkt zu sehen. Ich spreche aus Erfahrung, denn mir ist es jahrelang selbst so ergangen, bis ich dann endlich in die schöne Stadt München gezogen bin.

Für mich stellt sich deshalb auch die Frage, wie und vor allem wo die Zugangsbereiche zum Hackenviertel attraktiver gestaltet werden können. Auf den ersten Blick erscheinen mir diese an der Sendlinger Str. zu liegen, weniger an der neuen Hofstatt (zu langer Weg bis zum Viertel und wenig einladend).

Alles in allem glaube ich, daß die Aufgabe, das Hackenviertel mehr in den Fokus des München - Besuchers zu rücken, zu bewältigen ist, jedoch sind hier unabhängig von der Kostenfrage vor allem kreative Lösungsvorschläge zu entwickeln.

Was mich betrifft würde ich gerne daran mitarbeiten und meine oben genannten Vorschläge konkretisieren.

In meiner Eigenschaft als "Senior Experte" bin ich bereits in München bei SES engagiert. Darüber hinaus würde ich mich freuen, wenn ich meiner neuen Wahlheimat beratend zur Seite stehen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Hastenrath

PS. Z.Zt. macht das Hackenviertel einen trostlosen Eindruck - aufgerissene Straßen verbunden mit mehreren Geschäftsaufgaben wirken deprimierend auf jeden, der hier unterwegs ist.

Alteingesessene Läden provitieren evtl. noch von ihrer Stammkundschaft, was aber empfinden die Ladeninhaber, die dieses Privileg nicht haben?

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