Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Ingrid Gaupp am 20. April 2012
7243 Leser · 212 Stimmen (-12 / +200) · 1 Kommentar

Politik und Verwaltung

GWG

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Was kann man da tun ?

34 Jahre lang habe ich in München Haidhausen einen erfolgreichen Kinderladen geführt, bis zum Verkauf letzten Jahres.Bis vor einem Jahr wurde der städtische Laden von der MGS betreut, was nicht immer reibungslos ablief, aber im Gegensatz zu dem, was bei der GWG abläuft, das reine Zuckerschlecken war.

Seit beinahe einem Jahr versuche ich jetzt, den endgültigen Schlussstrich unter diesen Verkauf zu ziehen-ohne Erfolg.

Nicht genug, dass zweimal Papiere von potentiellen Nachfolgerinnen verschlampt wurden, seit September letzten Jahres warte ich auf meine Kaution. 5 Monate lang wurde von den neuen Besitzern des Ladens keine Miete eingezogen, bis endlich das Protokoll zustande kam, hat eine Ewigkeit gedauert, Da ich inzwischen in Berlin wohne, und die Herren vom Gewerbe bei der GWG monatelang keinen Kostenvoranschlag für zu ersetzende Schlüssel einholen konnten, musste ich das von Berlin aus erledigen.
Inzwischen kann man mir meine Kaution aber immer noch nicht auszahlen, weil angeblich die Nachfolgerinnen irgendeinen Einbau nicht übernehmen wollten, was nicht stimmt, weil die das längst bestätigt haben, dass alle Einbauten übernommen werden, worauf ich ja auch das Protokoll erst unterschrieben habe.

Ich habe in den 34 Jahren in meinem Unternehmen nie eine so langsam arbeitende und antwortscheue Behörde kennengelernt wie diese GWG. Inzwischen habe ich auch von anderen Unternehmen gehört, dass man oft erst einen Anwalt einschalten muss, bevor da was geschieht. Und die Kaution ausgezahlt wird.Auch ein Besuch direkt beim Leiter der GWG hat nicht den erwünschten Erfolg gebracht. Meine Nachfolgerinnen können all dies gerne bestätigen.

Offensichtlich ist das Personal mit der Abwicklung dieses - an sich einfachen - Vorganges hoffnungslos überfordert.
Wenn ich zusammenrechne, wieviele mails, Anrufe und Besuche sowohl meine Nachfolgerinnen im Laden wie ich an diese Behörde verschwendet haben, und weil ich befürchte, dass ich meiner Kaution noch ein paar Monate nachlaufen muss, wenn nicht von höherer Warte etwas passiert,wende ich mich an Sie, als obersten Chef dieser Wohnbaugenossenschaft. Bitte bringen Sie Bewegung in dieses unwürdige Spiel. Ich danke.

Hochachtungsvoll

Ingrid Gaupp

+188

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Antwort
von Christian Ude am 26. September 2012
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Gaupp,

ich habe mich durch das zuständige Betreuungsreferat der GWG, dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, zu Ihrem Anliegen informieren lassen.

Mit Schreiben vom 21.06.2012 hat das Referat Ihr Anliegen an die GWG Städtische Wohnungsgesellschaft München mbH (GWG München) als Verwalterin des ehemals von Ihnen angemieteten Kinderladens herangetragen. Das betreffende Gebäude samt Grundstück ist Bestandteil eines Treuhandvermögens der Landeshauptstadt München.
Die GWG München hat sich schriftlich geäußert und einige Unterlagen mitgesandt.

Nach den dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung vorliegenden Unterlagen hatten Sie sich verpflichtet, die von Ihnen vorgenommenen Einbauten (Dusche) zurück zu bauen.
Ihre Nachmieterin hatte zum Zeitpunkt der Übernahme zwar die Einbauten übernommen, jedoch nicht die Verpflichtung zum Rückbau im Falle ihres Auszuges. Dies hätte bedeutet, dass letztlich der Eigentümer die Rückbaukosten hätte tragen müssen.
So waren aus Sicht der GWG München nur zwei Lösungen möglich und akzeptabel:
Entweder die Nachmieterin übernimmt die Rückbauverpflichtungen, oder die geschätzten Kosten eines späteren Rückbaus sind von Ihrer Kaution in Abzug zu bringen. Dies hat Ihnen die GWG München mehrfach mitgeteilt (zuletzt mit Schreiben vom 21.06.2012).
Erst am 25.06.2012 ist bei der GWG München die Nachricht der Nachmieterin eingegangen, dass sie eine Rückbauklausel im Falle ihres Auszuges akzeptiert. Die GWG München hat dies sodann gegenüber Ihnen und der Nachmieterin bestätigt und das weitere Vorgehen dargestellt.
Sobald diese Rückbauverpflichtung in einem Nachtrag zum Mietvertrag gefasst und dieser Nachtrag von beiden Seiten unterzeichnet ist, steht einer Auszahlung Ihrer Kaution grundsätzlich nichts mehr im Wege. Wie uns die GWG München mitteilte, werden jedoch noch Kosten für acht von Ihnen als verloren gemeldete Schlüssel der zentralen Schließanlage sowie einen Schließzylinder in Abzug gebracht werden müssen.

Mittlerweile konnte mit der Nachmieterin der oben erwähnte Nachtrag zum Mietvertrag geschlossen werden. Die Kaution wurde als verpfändetes Sparbuch erbracht. Sobald dieses Sparbuch aufgelöst und das Guthaben an die GWG München ausbezahlt ist, wird die Kautionsabrechnung erstellt und Ihnen der verbleibenden Betrag ausgezahlt.

Ich verstehe Ihren Unmut über die lange Bearbeitungsdauer, bitte jedoch um Verständnis für das Vorgehen der GWG München, die als mittelbare Verwalterin des Treuhandvermögens der Landeshauptstadt München besonderen Sorgfaltspflichten nachkommen muss.
Ich denke jedoch, dass Ihre Angelegenheit letztendlich für alle Beteiligten zufriedenstellend abgeschlossen werden kann.

Mit freundlichen Grüßen


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  1. Autor Ingrid Gaupp
    am 11. Juni 2012
    1.

    Die GWG ist eine städtische Behörde, die von unseren Steuergeldern finanziert wird.
    Es müsste doch möglich sein, eine Abwicklung (s.o.)innerhalb eines Jahres abzuschließen.
    Es sind jetzt 10 Monate, von einer Kaution oder auch nur einer Antwort
    ist wieder weit und breit nicht zu sehen.
    I.Gaupp

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