Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor Gaby Meyszies am 24. September 2013
5685 Leser · 129 Stimmen (-8 / +121) · 2 Kommentare

Sonstige

Grünanlagen Bavariaring

Sehr geehrter Herr Ude,
unser Wahllokal liegt an der Wiesn und nach dem wählen (gegen 15 Uhr) gingen wir noch außen um die Wiesn herum und ich war schockiert….!

Die Sitzflächen um den Bavariaring waren ca. zur Hälfte von Flaschensammlern belegt. Es genügt nicht, dass extra Taschendiebe anreisen, Nein, jetzt reisen auch schon Flaschensammler an. Die sind meist in 5-6er Gruppen und davon hab ich mehrere gesehen, unterwegs mit Müllsäcken und sammeln Flaschen. Mir geht es nicht um die armen, alten Leute die Versuchen mit dem Flaschensammeln ihre Rente aufzubessern, aber diese Gruppen wirken auf mich bedrohlich.

Dazu die Bettler, speziell der Eine, sitzt meist in der Sonnenstraße und bettelt die Leute aufdringlich an. Jetzt sitzt er in den Grünanlagen vom Bavariaring (zwischen Mozartstr. und Beethovenstr.) und macht sein aggressives Betteln weiter.

Mir, als waschechte Münchnerin blutet das Herz wenn ich sehe was aus der Wiesn geworden ist. Heißt es nicht die Wiesn sei ein Volksfest…???

So eine Wiesn ist kein Aushängeschild für München mehr !

Für so eine Wiesn schäm ich mich in Grund und Boden !

Kann man die Grünanlagen nicht besser überwachen ? Da ich gehbehindert bin muss ich immer wieder eine Pause einlegen und mir ist aufgefallen, da war nirgends Polizei oder ähnliches zu sehen. Auf der Wiesn ja, aber nicht in den Grünanlagen.

Das Flaschen sammeln nichts verbotenes ist, ist mir klar. Aber diese Horden, speziell die angereisten, lösen in mir schon Angst aus.

Und die Bettler haben da wirklich nichts zu suchen.

Ich wäre Ihnen für eine Antwort sehr Dankbar und kann man da nichts machen ???

Mit freundlichen Grüssen

Gaby Meyszies

+113

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Antwort
von Christian Ude am 23. Januar 2014
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Meyszies,

wie mir das zuständige Kreisverwaltungsreferat mitteilt, ist der von Ihnen geschilderte Sachverhalt hinsichtlich der Personengruppierungen, die während des diesjährigen Oktoberfestes im Umfeld der Theresienwiese liegen- gelassene Flaschen eingesammelt haben, bekannt. Bedürftige, die mit dem Pfandsammeln für sich oder für ihre Familie einen Beitrag zum Lebens- unterhalt erwirtschaften, sind im Stadtgebiet zunehmend zu beobachten. Dem Kreisverwaltungsreferat liegen jedoch keine Erkenntnisse über Störungen vor, die von diesem Personenkreis ausgehen.

Betteln unterliegt noch dem sog. Gemeingebrauch von öffentlichem Grund und ist daher per se nicht verboten. Die Ausnahme hiervon bilden die Münchener Altstadt-Fußgängerbereiche, in denen das Betteln satzungsgemäß in jeglicher Form verboten ist. 


Anders zu betrachten ist aggressives und störendes Betteln oder Betteln durch z.B. organisierte Banden, da diese Bettelformen nicht mehr dem Gemein- gebrauch von öffentlichen Straßenflächen unterliegen. Diese Bettelformen werden auch konsequent bußgeldrechtlich verfolgt.

Sofern Sie durch aggressives Betteln konkret belästigt werden, scheuen Sie sich bitte nicht, die Polizei unter dem Notruf 110 zu verständigen. Entsprechende Anzeigen gegen aggressives Betteln nimmt die Polizei auf.

Mit freundlichen Grüßen!


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Monika Häusler
    am 04. November 2013
    1.

    Wenn Sie mehr Polizeipräsenz wünschen, weil Sie sich von Flaschensammlern und Bettlern bedroht fühlen, dann schreiben Sie doch den Polizeipräsidenten an oder den wiedergewählten Ministerpräsidenten, der an Beamtenstellen bei der Polizei nur so einspart.

    OB Ude ist für die Polizei nicht zuständig!

  2. Autor Johanna Goede
    am 18. November 2013
    2.

    Reicher Mann und armer Mann standen da und sah'n sich an,
    und der Arme sagte bleich: 'Wär ich nicht arm wärst du nicht reich.'

    (Bertold Brecht)

    Fragen Sie doch einmal die Flaschensammler, ob es ihre Lieblingsbeschäftigung ist, Flaschen mit Müllbeutel zu sammeln, damit sie sich 15-cent-weise ihr Geld zusammenklauben, ob es geizige Dagobert Ducks sind, die es nicht ertragen, dass das Geld auf der Straße liegt, und sich keiner berufen fühlt, es aufzuheben.... und sich damit ihre Yacht in Nizza finanzieren....

    "Sperrt sie weg, das Pack" klingt als implizite Forderung in Ihrem Artikel - das Problem ist aber an anderer Stelle geboren, als dort, wo sie es wegschaffen wollen.

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