Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Gabriele Lenz am 26. April 2011
5761 Leser · 80 Stimmen (-4 / +76) · 1 Kommentar

Sonstige

Grillaufsicht Isarauen

Sehr geehrter Herr Ude,

heute ist Ostermontag und ich beschloß mit einer Freundin nach der Brudermühlbrücke isarabwärts spazieren zu gehen, weil dort ja bekannterweise keine Grillzone mehr ist und wir uns am Frühlingsduft erfreuen wollten. Aber was war: Ein Grill nach dem anderen. "Ach, das man hier nicht grillen darf, dass wissen wir nicht."

Zurück gingen wir zuerst durch den Rosengarten und weiter durch den Park. Von den Radfahrern, die einen am Fußweg und am Trampelpfad direkt an der Isar entgegenpreschen will ich gar nicht anfangen. Aber dazu dann so hübsch die Menschenkot-Strecken hinter den Bäumen und Bänken. Und das mindestens genauso attraktive Erbrochene. Dann wieder ein Berg ganzer und zerbrochener Flaschen. Dann wieder ganz "normaler" Grillabfall. Dazwischen Babywindeln, Zigarettenschachteln...

Soll man nun von der guten alten Zeit anfangen?
Aber wirklich, es gibt wohl kaum noch eine vom Unrat verschonte Ecke am schönen Flaucher.

Sie schreiben, dass eine Grillaufsicht für Ordnung sorgt. Wann und wo denn bitte?

Als Badegast kann man die Isar hier dann abschreiben. Vorbei mit Ruhe und Idylle - es lebe die Grillparty und der Ekel für die Spaziergänger am Morgen danach.
Abgesehen davon bleibt viel Müll sowieso auch gleich tagelang liegen. Wahrscheinlich werden nur die Drahtkörbe öfter geleert. Da fährt man ja auch leichter mit dem Auto hin. Wer mag schon den Kot hinter den Büschen wegräumen?

Wie wäre es mit fest installierten Toilettenhäuschen - so wie es bei dem Osramspielplatz mal eines gab? (In der guten alten Zeit...) Hundekotbeutel könnte man auch für Menschenkot benutzen...

Und alle Mülleimer mit Deckeln?

Und alle wilden Grillplätze gleich aufgeräumt damit der nächste sich nicht sagen kann, was für die anderen nicht gilt, gilt für mich auch nicht. Meinen Sie die Tiere finden das so toll? Oder die Anwohner auf der Schäftlarnstraßenseite?

Vielleicht die Grillzone verkleinern und verlagern? Von der Corneliusbrücke - denn da wird ja eh gegrillt, ob nun erlaubt oder nicht - bis zur Tierparkbrücke und dann Schluß.

Dann hätten auch Naturliebhaber wieder eine Chance Natur statt Grillluft einatmen und Isarkiesel statt Müll betrachten zu können und im Wasser planschen ohne Angst um die Füße haben zu müssen.

Dann hätten vielleicht alle ihre Freude an dem schönen Ort.

Was meinen Sie?

Es grüßt

Gabriele Lenz

+72

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Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Erich Kirchmayer
    am 05. Juni 2011
    1.

    Ich kann da nur zustimmen. Die Stadt wünscht "Party", schafft es aber nicht, den dadurch entstehenden Müll&Dreck wegzuräumen. Klarer Fall von Planungsfehler, denn es kann kaum Wunsch der Stadt sein, im Dreck zu versinken.

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