Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Erich Kirchmayer am 06. Juni 2011
8677 Leser · 95 Stimmen (-8 / +87) · 3 Kommentare

Gesellschaft und Soziales

Glasscherbenviertel "Partymeile Innenstadt"

Sehr geehrter Herr Ude,

die Stadtregierung ist offen gegenüber "Party machen" und das zeigt sich u.a. durch lockere Sperrstundenregelung usw.

Das sog. "Partyvolk" feiert vom Lenbachplatz über Sonnenstrasse, Müllerstrasse bis ins Gärtnerplatzviertel. Ausreichend Klubs und Lokale haben dort geöffnet, inkl. Imbisslokale wie Pizzaladen, Dönberbude etc.

Neben dauerhaften Lärm bis für Morgens um 07:00 Uhr sind vorallem die unglaublichen Mengen Müll ein sichtbares Zeichen für "Partyzone". In der Müllerstrasse kann man am Fr., Sa. oder So. Morgens kaum noch den Gehwege betreten, ohne nach ein paar Metern entweder Mengen von Glasscherben oder haufenweise Zigarettenkippen, Döner-Papier, Pizzaschachteln, Erbrochenes usw. zu finden. Selbst in Berlin-Kreuzberg oder - Neukölln ist es inzwischen sauberer auf den Strassen!

Die städt. Strassenreinigung glänzt am Wochenende mit Abwesenheit, der Dreck bleibt mindestens bis Montag liegen. Kaputte Fahrrad- und Autoreifen sowie zerschnittene Hundepfoten sind die Folge und ohne "festes Schuhwerk" sollte man hier besser auch nicht mehr auf die Strasse gehen.

Es fehlen Mülleimer (die Wenigen sind ständig überfüllt, Dreck liegt daneben) und z.B. ein Verbot, offene Getränke in Flaschen oder Gläsern auf den Gehwegen zu konsumieren.

Hat die Stadt überhaupt vor, daran was zu ändern oder gefällt es Rot/Grün, dass die Münchner Bürger an der genannten "Partymeile" in einem Müllhaufen und Glasscherbenviertel wohnen müssen? Die "Besservedienenden" können es sich leisten, in noble Neubaugebiete am Stadtrand zu ziehen, ich kann es nicht. Ich dachte immer, die SPD wäre die Partei für "den kleinen Mann", und die Grünen ständen für Ökologie, Müllvermeidung usw. Aber scheinbar gehört "Party-machen" zum Programm und "normale" Leute aus der Innenstadt zu vertreiben, um irgendwann luxus-sanierte Häuser/Wohnungen für die "besseren Leute" bzw. als Geschäftsimmobilien zu etablieren.

"Sozial" oder "Grün" sind die Umstände hier im Viertel jedenfalls nicht mehr.

Irgendwie wünsche ich mir den "Law&Order"-KVR-Chef Uhl (CSU) zurück. "Damals" hätte es sowas nicht gegeben.....

+79

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Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Harald Schmitt
    am 08. Juni 2011
    1.

    Natürlich dagegen gestimmt.
    Wo samma denn...

  2. Autor Giancarlo Niedermeyr
    am 29. Juli 2011
    2.

    Sehr geehrter Herr Kirchmayer,
    stressgaplagte Eltern haben immer weniger Zeit für die persönliche Erziehung ihrere Kinder. So bleibt auch der Umgang mit Müll diesen Kindern ein Buch mit sieben Siegeln,... "denn sie wissen nicht was sie tun"...

  3. Autor Erich Kirchmayer
    am 01. August 2011
    3.

    Ich war früher öfters beruflich im Kunstpark Ost - da kam jeden Morgen (auch am Sonntag) das angestellte Putzpersonal mit Besen und Kehrmaschine und der Müll war weg. In der Stadt bleibt er bis Montag liegen. Das ist das Problem! Aber Mäuse und Ratten freuen sich auf die Essensreste - die kleinen Nager sieht man inzwischen auch recht häufig in dieser Gegend...

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