Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor H. Hechenberger am 02. Februar 2012
11639 Leser · 466 Stimmen (-41 / +425) · 2 Kommentare

Umwelt und Gesundheit

Giftgaslager in M-Allach

Sehr geehrter Herr Ude,

Braucht München ein Giftgaslager?
Es ist was für M-Allach geplant.

MfG
Hermann Hechenberger

+384

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Antwort
von Christian Ude am 02. Mai 2012
Christian Ude

Sehr geehrter Herr Hechenberger,

zunächst einmal möchte ich mich bei Ihnen für die verzögerte Antwort entschuldigen, da wir vor Beantwortung die Entscheidung der Firma Air Liquide abgewartet haben.

Die Ängste der Anwohnerinnen und Anwohner vor einer möglichen Bedrohung durch die geplante Anlage der Firma Air Liquide in Allach haben wir sehr ernst genommen. Auf Basis des vorliegenden Antrags war das Vorhaben nicht genehmigungsfähig. Das zuständige Referat für Gesundheit und Umwelt hatte deshalb die Firma Air Liquide in einem Gespräch am 23.03.2012 um eine verbindliche Entscheidung bis Ende April gebeten.

Wie Sie sicherlich der Presse bereits entnehmen konnten, hat die Firma Air Liquide daraufhin ihren Antrag für das geplante Gaslager in Allach zurückgezogen.

Mit freundlichen Grüßen


Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Karl Ibinger
    am 06. Februar 2012
    1.

    Natürlich braucht München Gasversorgung und diese existiert auch schon. Nur wenn die Gasversorgung durch Air Liquide neu geordnet oder erweitert werden soll, dann bitte aber nicht in der Ludwigsfelderstrasse 168 in M-Allach! In einem Störfall sind die umgebenden Wohngebiete sofort betroffen. Und kein Gutachten auch nicht vom besten Gutachter z.B.TÜV kann einen Störfall ausschließen.
    Auch für Fukushima gab es zig Gutachten, dass nichts passieren wird und trotzdem kanm es zum Störfall.
    Bereits jetzt wehren sich 4.500 Bürger aus der Umgebung (Allach, Moosach, Fasanerie) per Unterschrift dokumentiert gegen den Standort im Wohngebiet.
    Vor Jahren wurde die Fa.Bärlocher aus dem Olympiagelände abgesiedelt und jetzt will uns die Stadt eine störfallmögliche Gasanlage hinstellen.
    "Im Süden der Speck, im Norden der Dreck!"

    Karl Ibinger.

  2. Autor Gerhard Steinle
    am 16. Februar 2012
    2.

    Sehr geehrter Herr Ude,

    die Problematik des Giftgaslagers in M-Allach wurde von den Be- wohnern - wohl überwiegend aus Allach, Moosach und der Fasanerie - innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der Anfragen an Sie katapultiert. Daraus kann man erkennen, wie betroffen die Bevölkerung von diesem Thema ist. Aber ist die Bevölkerung auch in das Genehmigungsverfahren miteinbezogen?
    Anscheinend ist eine Einbeziehung der Bevölkerung in das Verfahren nicht vorgesehen. Dies geht aus dem Schreiben des RGU ( Referat für Gesundheit u. Umwelt ) von Frau Deininger vom 07.02.2012 hervor:
    Danach konnte die Fa. Air Liquide entscheiden, ob sie eine freiwillige Beteiligung der Bevölkerung haben wollte; das hat die Antragstellerin natürlich nicht gewollt.
    Ferner wird in dem Schreiben ausgeführt, dass der Stadtrat nach Abschluss des Verfahrens informiert werde; ein Mitbestimmungsrecht des Stadtrats sei nicht vorgesehen.
    Kann es denn zutreffend sein, dass die Bevölkerung und der Stadtrat gar keinen Einfluss auf das Verfahren nehmen können?
    Sehr geehrter Herr Ude, können Sie nachvollziehen, dass die Bevölkerung von dem Thema Giftgaslager in M-Allach äußerst stark berührt, ja darüber empört ist und sich dabei ohnmächtig fühlen muss?

    Mit freundlichen Grüßen
    Dipl.-Ing. Gerhard Steinle

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