Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Beantwortet
Autor R. Moser-Albert am 03. Januar 2013
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Umwelt und Gesundheit

Geböllert wird von Weihnachten bis spät in den Januar

Sehr geehrter Herr Ude,
bereits in den Weihnachtsfeiertagen fängt es an und heute, den 29.12.2012 wagt man sich am Hasenbergl kaum mehr auf die Strasse. Es klingt, als ob ein Krieg ausgebrochen wäre. Ich glaube, dass es vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ebenso wie mir geht, dass sie bereits vor Sylvester zum Zerreissen gespannte Nerven haben. Ganz zu schweigen, von den Kindern, alten Menschen und Haustieren. Ich würde mich auch in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel gerne wieder sicher hier in München fühlen und mir nicht fieberhaft jedes Jahr überlegen müssen, wohin ich flüchten könnte. Sicher schreibe ich hier stellvertretend für viele und bitte um Unterstützung durch die Politiker. In anderen Ländern ist es doch auch möglich, diesem Unsinn Einhalt zu gebieten.
Mit freundlichen Grüßen
Regina Moser

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Antwort
von Christian Ude am 18. April 2013
Christian Ude

Sehr geehrte Frau Moser,

die von Ihnen beschriebene Unsitte, Feuerwerkskörper schon weit vor und nach Silvester abzubrennen, stellt nicht nur ein Ärgernis dar, sondern ist auch eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Denn „Silvesterknaller“ dürfen grundsätzlich nur am 31. Dezember sowie am 1. Januar gezündet werden. Zuständig für die Einhaltung dieser Bestimmungen ist allerdings nicht die Stadt, sondern die Polizei, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten hier überwachend tätig wird.

Wenn Sie selbst eine solche Ordnungswidrigkeit beobachten, können Sie diese selbstverständlich bei der zuständigen Polizeidienststelle zur Anzeige bringen. Wichtig ist hier aber, dass die Personen identifiziert, das heißt namentlich mit Wohnanschrift benannt werden können. Auch ist es von Bedeutung, wenn andere Personen die Vorgänge bezeugen können.

Polizeilich festgestellte Verstöße werden an das Kreisverwaltungsreferat weitergeleitet, das in diesen Fällen grundsätzlich einen Bußgeldbescheid gegen die betroffenen Personen erlässt. Darüber hinausgehende Ahndungsmöglichkeiten hat der Gesetzgeber der Stadt aber nicht eingeräumt.

Mit freundlichen Grüßen