Die Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude endete nach über 20 Jahren am 30. April 2014.

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Autor Thomas Dr. Leibig am 01. Februar 2011
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Mobilität und Verkehr

Futuristische Umsteigestelle Münchener Freiheit

Sehr geehrter Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Ude,

Ihr Satire-Büchlein "Chefsache" aus 1999 könnte für die verkehrspolitische Situation an der Münchener Freiheit ggf. zutreffen. Der jetzige Zustand ist wohl sicherlich ein Treppenwitz. Mit mehreren Millionen Steuergeldern wird ein futuristisches Überdachungsbauwerk in Größe eines halben Fussballfeldes als Bus- u. Trambahnbahnhof errichtet, unter dem dann doch tatsächlich EINE Trambahn und sogar ZWEI Buslinien den Fahrgästen zur Verfügung stehen.

Da Sie, geschätzter OB, äußerst selten öffentliche Verkehrsmittel benutzen, dafür im Sommer öfters radeln, dürfte Ihnen der Zustand an den Haltestellen als Fastnachbar vom Kaiserplatz wahrscheinlich noch nicht aufgefallen sein.
Als Fahrgast der Verkehrsbetriebe stellt sich für mich die Situation allerdings anders dar.

Als Benutzer der Buslinie Nr. 53 muss ich an der MF, Haltestelle Herzogstrasse aussteigen, durch das Untergeschoss zum neuen Bahnhof, um dann mit der gleichen Busnummer 53 weiterfahren zu können.
Grund: die Nr. 53 wird zu Nr. 54 und natürlich umgekehrt auch.
Wahrlich ein Treppenwitz und nur in München möglich!!!
Des weiteren darf ich anmerken, dass die Haltestelle Herzogstrasse vor dem Sportgeschäft äußerst klein geraten ist, da Passanten aus dem 53 aussteigen, die Wartenden für den 54 den Gehweg blockieren und der normale Personendurchgangsverkehr bei Busankunft extrem behindert wird. Der Gewinner dieser Situation ist eigentlich nur das Sportgeschäft, das seine Sonderangebote optisch wg. längerer Verweildauer bestens präsentieren kann.
Man sollte doch meinen, dass der neue Bahnhof als zentraler Knotenpunkt alle an der MF an- u. anfahrenden Busse und die Tram aufnehmen könnte. Aber weit gefehlt!!
Bei besserer Planung sollte doch dieses Problem zu beheben sein, oder meinen Sie nicht auch.

Die Verkehrsbetriebe können anscheinend dieses Problem nicht lösen. Aber vielleicht intervenieren Sie ja, möglich wäre es doch?

Ein weiteres kleines Anliegen, das Sie als "Sportfreund" ggf. auch positiv beeinflussen könnten, wäre die "rennsportmäßige Ausbildung" der Bus, aber auch Tram- u. U-Bahnfahrer. Die Boxen-, pardon Haltestellenstops werden von fast allen Busfahrern wie in der Formel 1 hingelegt. Sprich uns Fahrgäste (bairisch) hauts beim Bremsn sauba nach vorn, beim Ofahrn g´scheit nach hinten.
Ohne Einklinken eines Trägergurtes fast net zum Dasteh!!

Aber nix für Unguat, vielleicht fahren Sie ja mal in der Faschungszeit als Maskierter, damit man Sie nicht gleich erkennt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sicherlich ein spannendes und bewegendes Erlebnis.

Trotzdem mit freundlichen Grüßen und natürlich auf eine Antwort wartend,
Ihr Dr. Thomas Leibig

PS Vielleicht trifft man sich ja mal als Schwabinger aus der Belgradstrasse und vom Kaiserplatz bei einem Griechen im Viertel auf einen Retsina. Es gäbe noch mehr, was man Ihnen "stecken" könnte.

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